[31 Tage – 31 Bücher] Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!

Endlich mal wieder ein Tag, an dem ich keine 5 Minuten über DAS Buch nachdenken muss, welches zum Glück verfilmt wurde! Ganz klar, mein allerliebster Lieblingsfilm, bei dem das Buch auch ganz weit oben auf dem Berg der Heiligtümer liegt:

Pride and Prejudice von Jane Austen

Inhaltsbeschreibung des Verlages:

When Elizabeth Bennet first meets eligible bachelor Fitzwilliam Darcy, she thinks him arrogant and conceited; he is indifferent to her good looks and lively mind. When she later discovers that Darcy has involved himself in the troubled relationship between his friend Bingley and her beloved sister Jane, she is determined to dislike him more than ever. In the sparkling comedy of manners that follows, Jane Austen shows the folly of judging by first impressions and superbly evokes the friendships, gossip and snobberies of provincial middle-class life.

Und hier die BBC-Verfilmung mit Colin Firth.

8 Kommentare

  1. Du magst die BBC-Verfilmung? Ich finde die so schlecht, vor allem die Wahl der Schauspieler lässt doch stark zu wünschen übrig. Jane müsste hübsch sein, ist aber hässlich …

  2. Das Buch hätte ich auch genannt – allerdings in der Verfilmung mit Keira Knightley 😀 Den BBC-Film habe ich noch nicht gesehen, aber den anderen liebe ich auf jeden Fall abgöttisch. So schön <3

  3. Die BBC-Verfilmung ist eine der grandiosesten Buchverfilmungen, die ich je gesehen habe. Gerade wegen dem Cast. Gut, Jane ist wohl nicht die allerbeste Besetzung, dennoch finde ich die Schauspieler weit realistischer und viel besser als die im Hollywoodfilm. Denn die Verfilmung mit Keira Knightly (ich mag sie sehr als Schauspielerin)  ist mir zu sehr auf dieses Hollywood-Schema getrimmt, eben Mainstream angepasst.

    In der BBC-Verfilmung steht für mich einfach die großartige Literatur von Jane Austen, die dahinter steht, einfach im Vordergrund und die Hollywoodverfilmung ist… naja eben auf großes Theater gemacht. Aber deshalb ist sie nicht schlecht, ich mag sie auch, aber mit der BBC-Verfilmung kann sie einfach nicht mithalten. :ja:

  4. Ich fand an der BBC Verfilmung ziemlich viel ziemlich langweilig und einiges auch überflüssig. Was bitte soll die Szene, wo er da mit nassem Hemd aus dem See steigt?

    Aber das ist vermutlich Geschmackssache.

  5. Naja, man muss das so sehen, dei 5 1/2 Stunden halten sich detailliert an das Buch 😀 Deshalb liebe ich sie so, weil sie genau die Stimmung des Buches auffängt und auch wenn ich sonst kein Verfechter von buchgetreuen Verfilmungen bin – bei Pride and Prejudice ist das einfach was ganz besonderes (hab das Buch vorher gelesen gehabt). Und die Szene am See ist doch für alle Darcy/Firth-Fans mal was ganz schmackhaftes 😀

  6. BBC-Verfilmungen sind ein… ähm… „acquired taste“. Die Langsamkeit von solchen Historienfilmen ist gewöhnungsbedürftig,  zunächst langweilig, aber wenn man sich dran gewöhnt, merkt man, wie unsinnig die Kürzungen in Kinoversionen sind. Und man lernt, das Detailreichtum der BBC-Produktionen zu schätzen.
    Ich find Colin Firth 100 x attraktiver als Matthew McFayden, und Mr Darcys Rolle wurde in der Hollywood-Version zu sehr auf Schüchternheit und nicht den Titel gebenden „Stolz“ reduziert.
    Die BBC-Jane ist nach heutiger Perspektive nicht so schön, aber ich finde, mit ihrem schmalen Gesicht, ihrem Schwanenhals und ihren abfallenden Schultern sieht sie fast aus wie ein Gemälde der Zeit.  (Z.B. die Damen der Schönheitengalerie in Nymphenburg.)
    Keira Knightley sieht mit ihrem schmalen Körper mehr wie eine hungernde Bettlerin aus.
    Historisch ist am Hollywood-Film alles falsch: Caroline Bingley läuft ständig auf Bällen in Kleidern rum, die eigentlich historische Unterwäsche sind, Keira Knightley trägt Herrenhemden mit Kinderkleidern drüber, die Form der Kleider stimmt nicht (Taille zu weit unten, Röcke zu schmal, zu viele 1780er-Kleider gemischt mit 1810er-Kleidern), die Perücken sind schlecht, und die Hüte falsch… Am schlimmsten finde ich aber, dass die Bennetts als so Bauerntölpel mit Schweinen im Vorgarten dargestellt werden, mit braunen Knitterkleidern. Die Bennetts im Buch sind zwar ärmer als Darcy, aber dennoch ist Elizabeth eine die Tochter eines Gentleman und damit Darcy von Geburt und Stand her ebenbürtig. Das ist einer der wichtigsten Punkte an derganzen Geschichte – wenn sie wirklich von einem bäuerlichen Hintergrund käme, wäre sein seltsamer Heiratsantrag nämlich nicht kränkend, sondern angebracht.
    Das Ende ist total sinnlos: Warum würde Darcy so weit laufen? Im Morgenmantel? Warum nicht ein Pferd nehmen?
    Jane Austen ist halt nicht nur Geschichten von der wahren Liebe, sondern auch Gesellschaftsportrait. Die grundlegende, existenzielle Bedeutung einer guten Heirat kann man von heute aus kaum mehr verstehen.  Jane Austen-Bücher kann man zwar so oder so genießen, aber nur verstehen, wenn man den historischen Hintergrund  wirklich in seiner vollen Konsequenz begreift.
    Wenn man Jane Austen lieber einem modernen Publikum verständlich machen will, kann man es natürlich auch machen wie bei Breakfast Club (=Emma).
    Aber ich muss sagen, der moderne Film ist schön gefilmt und hat tolle Musik, und so gesehen gucke ich ihn trotzdem gern an.
     
    Über die Nasse-Hemd-Szene und den ganzen BBC-Film an sich gibt es eine ganz geniale Parodie in der sehr kurzweiligen Miniserie „Lost in Austen“.
     
    Bitte nicht böse sein für meinen harten Kommentar, jeder darf einen schönen Film genießen, wie er mag. Aber wenn man sich für historische Details und Nähe am Buch interessiert, sind die BBC-Filme unübertroffen – die sind einfach nicht schlecht gemacht, das ist einfach faktisch falsch. Langweilig, ja, aber nicht schlecht. Sogar die unbeholfenen 80er- und 90er-Filme wie das alte Mansfield Park (die beiden neuen ergeben Null Sinn) oder das alte Persuasion sind nach gewöhnung an die „hässlichen“ Schauspieler und die Theaterhafte Stimmung exzellent.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.