50 Jahre Carlsen Comics (+ Gewinnspiel)

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50 Jahre ist es her, als die Carlsen Comics ihre ersten Schritte in die Welt der Comics machten. Mit den Tim-und-Struppi-Alben begann 1967 für Carlsen nicht nur der Einstieg in diesen Bereich, sondern der Verlag startete damit auch die Publikationsform „Album“. Damals hießen die Comics noch „Tim-Bücher“, denn besonders das deutsche Zielpublikum war schwierig und eher abweisend gegenüber den bunten Comics. „Bücher“ dagegen versprachen etwas Wertiges! (Oh ja, das wissen wir doch alle ^^)

Wie ich vor ein paar Tagen in meinem Beitrag zur  Comic-Blogparade von Booknapping und der GeschichtenAgentin erzählt habe, waren meine ersten Comicerfahrungen tatsächlich auch eben jene Comicalben. An die Abenteuer von „Tim und Struppi“ kann ich mich sogar noch recht gut erinnern. Und dann kam – als wäre es der richtige Moment – dieses tolle Comicpaket von Carlsen Comics ins Haus geflattert! Mir nichts dir nichts hat es mich zurück entführt in meine Kindheit und zu meinen frühesten Leseerfahrungen.

50 Jahre Carlsen Comics 02

Zum 50-jährigen Jubiläum hat sich Carlsen Comics etwas ganz besonderes überlegt: Fünf Klassiker gibt es in fünf Jubiläumsausgaben! Für mich gab es nicht nur diese besonderen Comicbände, sondern auch zusätzlich noch die neue REDDITION, die sich mit dem Phänomen Carlsen Comics und deren Chronik befasst. Dabei erzählen sie aber nicht nur schnöde die Geschichte von Carlsen Comics. Denn die ist ganz eng mit den Anfängen der Comics in Deutschland verbunden. Außerdem wird gezeigt, wie nach und nach die ersten Comic-Fangemeinden entstanden sind. Darüber hinaus hat der Verlag ein kleines Magazin beigelegt, das ein Gesamtverzeichnis der Carlsen Comics enthält und ebenfalls viele weitere Infos aus der Carlsen-Comic-Geschichte zeigt. (Meine Wunschliste ist extrem gewachsen!)

Als kleines Highlight gab es dann noch die Marsupilami-Girlande, für die ich immer noch den richtigen Platz – oder vielmehr die richtige Gelegenheit – suche. Die Carlsen-Comics-Aufkleber habt ihr sicherlich schon auf den Fotos entdeckt – meine Notizbücher werden ordentlich bestückt werden. (-:

Und wenn ihr jetzt ganz neugierig geworden seid, dann lohnt es sich bis zum Ende des Beitrags zu lesen, den da gibt es ein Comic-Gewinnspiel!

Die Jubiläums-Comis von Carlsen Comics

Spirou und Fantasio

Inhalt: „Die Rückkehr des Z“ (Band 35) von Tome & Janry sowie „Die dunkle Seite des Z“ (Band 50) von Vehlmann & Yoann

„Spirou und Fantasio“ gehört zu den erfolgreichsten humoristischen Abenteuer-Comics. Zum ersten Mal tauchte Spirou 1938 für ein gleichnamiges Comicmagazin auf und wurde gezeichnet vom Franzosen Rob-Vel. Sein Freund Fantasio kam erst 1943 dazu, als der Comic vom Belgier Jije fortgeführt wurde. Dieser baute auch die Figur Pips, das Eichhörnchen, weiter aus. 1946 ging der Comic dann an seinen belgischen Landsmann André Franquin, der den Comic nach und nach von kurzen Erzählungen in längere Geschichte änderte und mehrere immer wiederkehrende Nebenfiguren einführte.

Die beiden Geschichten in diesem Jubiläumsband sind neuere Ausführungen der Comicserie. Tome & Janry führten den Comic in den 1980er Jahren wieder zum Erfolg, nachdem er Ende der 1960er Jahre abgesetzt wurde. Aktuell verantworten Vehlmann & Yoann die „Spirou und Fantasio„-Comicserie.

Gaston

von André Franquin

Inhalt: Gaston Band 9 & Gaston Band 10 – „Katastrophen ohne Ende“

Um sich auf seine neue Serie „Gaston“ konzentrieren zu können, gab Franquin die bereits etablierte Serie „Spirou und Fantasio“ auf. Gaston Lagaffe, so der vollständige Name des Bürogehilfen seines Comics, hatte in jener Serie sogar Gastauftritte. Ist diese Figur am Anfang eher passiv und stiftet genau damit ordentlich Verwirrung in der Verlagsredaktion, entwickelt sie sich zum Chaoten schlechthin. Seine Experimente missglücken oftmals und das ruft den Unmut seiner Chefs Demel und Fantasio hervor.

Gaston“ erzählt den Redaktionsalltag des real existierenden Verlages Dupuis (bzw. im Deutschen des Carlsen Verlages). Im Verlauf der Comic-Serie besitzt Gaston  mehrere Haustiere: einen Igel, eine Katze, eine Lachmöwe mit Namen Har-Har, einen Goldfisch mit Namen Blubblub und eine Mäusefamilie.

Von „Gaston„, so denke ich zumindest, habe ich bisher noch nie etwas gehört. Zumindest ist es mir nicht in Erinnerung geblieben. Nachdem ich aber nun selbst Mitarbeiterin eines Verlages bin, interessiert mich dieser Comic besonders!

Valerian & Veronique

von Jean-Claude Mézières und Pierre Christin

Inhalt: Band 3 & Band 4 der Reihe: „Das Land ohne Sterne“ & „Willkommen auf Alflolol

Dies ist vielleicht der derzeit bekannteste Comic, weil im Juli die Film-Adaption „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ in die Kinos kommt. „Valerian und Veronique“ ist ein französischer Science-Fiction-Comic, der erstmals 1967 erschien. Die Herausgabe des Comics übernahm der Carlsen Verlag ab 1978.  Im Französischen heißt der Comic allerdings etwas anders. Eigentlich wurde er bekannt unter „Valérian, agent spatio-temporel„, doch hat sich nach und nach die Benennung der beiden Hauptfiguren „Valérian et Laureline“ durchgesetzt. Weshalb Laureline im Deutschen in Veronique umbenannt wurde, ist nicht bekannt. Aber auch in anderen Ländern gab es bei der weiblichen Hauptfigur eine Namensänderung.

Die beiden Hauptfiguren des Comics sind Agenten des Zeit-Raum-Services und erleben in der Galaxie viele Abenteuer.

Mein Ziel: Zuerst den Jubiläumsband lesen und dann ab ins Kino!

50 Jahre Carlsen Comcis - 3 - Die Jubiläumscomics

Marsupilami

von André Franquin und Batem und Greg

Inhalt: „Tumult in Palumbien“ & „Panda in Panik

Marsupilami“ ist ebenfalls eine Figur aus dem Universum von „Spirou und Fantasio„. Zum ersten Mal taucht sie 1952 auf. Das Marsupilami ist ein äußerst seltenes und scheues Wesen. Es lebt im Dschungel von Palumbien (Südamerika) und seine Gesamtgröße beläuft sich auf ungefähr einen Meter. Für diese Größe hat es außergewöhnliche (beinahe superheldenhafte) Kräfte und ist damit auch dem Menschen überlegen. Seine Erzfeinde sind der Großwildjäger Bring M. Backalive und ein Jaguar, der ständig die drei Jungtiere fressen will.

Bisher habe ich „Marsupilami“ tatsächlich nicht als Comic gekannt, sondern als TV-Serie und diese habe ich (als ich gefühlt noch miniklein war) passioniert geschaut.

Yoko Tsuno

von Roger Leloup

Inhalt: Alben 1 und 2 der Serie rund um die Science-Fiction-Detektivin: „Unterirdische Begegnung“ & „Die Orgel des Teufels

Yoko Tsuno“ ist ebenfalls eine frankobelgische Comicserie, die 1970 zum ersten Mal erschien. Yoko Tsuno ist eine Elektronikspezialistin aus Japan. Sie erlebt gemeinsam mit Vic Video und dem eher tollpatschigen Knut Knolle fantastische Abenteuer. Yoko Tsuno ist nicht nur klug und denkt sich geniale Lösungen aus, sie beherrscht ebenfalls die Kampfkunst, welche sie im Fall der Fälle einsetzt. Yoko ist eine ganz starke Protagonistin mit viel Frauenpower und einem kurzen Geduldsfaden. Sie ist stur und trifft Entscheidungen!

Jetzt gibt’s ein Gewinnspiel: Das Carlsen Comics Jubiläums-Comicpaket!

Gemeinsam mit Carlsen Comics verlose ich ein Jubiläums-Comicpaket mit den fünf oben vorgestellten Comics + ein paar Überraschungs-Goodies. Unter allen, die mir folgende Frage in den Kommentaren unter diesem Beitrag beantworten, entscheidet das Los:

Welche Comicserie hat euer Herz erobert – wann und warum?

Ich bin gespannt auf eure Antworten. Zeit habt ihr bis einschließlich 16. Juli 2017!

Teilnahmebedingungen: Der Gewinn wird direkt von Carlsen Comics verschickt. Personen unter 18 Jahren bitte nur mit Einwilligung der Eltern teilnehmen. Viel Glück!

50 Jahre Carlsen Comics - 4 - Gewinnspiel

12 Kommentare

  1. Tim und Struppi haben mich verzaubert. Entdeckt habe ich die erst mit Anfang 20, ein Freund hatte sämtliche Ausgaben und ich habe sie mir Bündelweise ausgeborgt.
    Ich fand es toll, wie Tim in der Welt b unterwegs war, politisches mit fantastischem gemixt wurde.

  2. Ich lese schon seit meiner Jugend „zits“. Da habe ich mich erst wieder erkannt und heute lache ich so sehr darüber. Liebe Grüße jenny

  3. Tim und Struppi ist mein Liebling. Ich kenne alle Geschichten und liebe sie. Ich war schon im Studium, als ich sie das erste mal für mich entdeckte. Ich war auf einer Reise durch Belgien unterwegs, wo die beiden ja legendär sind. Wobei sie ja dort Tintin und Milou heißen. Besonders der fluchende Kapitän Haddok hat es mir angetan. Hundertausend Höllenhunde. Hagel und Granaten!

  4. Tim und Strupi auf jeden Fall.
    Warum weil das einfach Freunde fürs Leben sind und man es auch gerne so haben will im wahren Leben wie die beiden

  5. Huhu:) Ein toller Beitrag und was für schöne Comics!! Ich habe gerade erst den Comic als Genre wieder für mich entdeckt und bin sehr begeistert von der neuen Reihe „Sherlock“ aus dem Carlsen Manga Verlag. Zwar ist bisher erst ein Band erschienen, aber ich bin hin und weg vom Zeichenstil und der für mich absolut neuen Lese-Richtung😁! Ich hoffe dass zählt als Serie, den ich weiß, dass ich mir definitiv auch alle anderen Bände kaufen werde (alternativ bin ich auch sehr begeistert von Luke Pearsons Hilda-Reihe😊, hier sind schon einige Bände erschienen und jede Geschichte ist wahnsinnig süß!).
    Liebe Grüße
    Svenja (https://pantaubooks.wordpress.com)

  6. Ich muss gestehen, dass es für mich keiner der Klassiker, sondern „Nichtlustig“ von Joscha Sauer war, das mich vollends zur gezeichneten Geschichte gebracht hat, auch wenn ich vorher schon immer gerne die Sparkassen-Hefte gelesen habe. 😀 Das wann kann ich gar nicht mehr genau sagen, aber ich glaube ich war irgendwas zwischen 13 und 15…

    Gut dass ich mich über die Blogparade auch grad erst wieder damit beschäftigen musste. 😉

  7. Liebe Ramona!
    Oh, das ist sehr schade! Da hätte ich gerne mitgemacht! Habe gerade deinen Blog entdeckt und bin auch gleich mal Leserin geworden, dann verpasse ich nichts mehr! Bin gespannt, in wir auch gemeinsame Bücher haben werden! LG Verena

      1. Ja, das ist wieder typisch! Der 16. war ja noch gar nicht…das passiert mir öfters, wenn ich Urlaub habe und die Wochentage nicht wichtig sind!

        Die Comics, die ich immer am liebsten gelesen habe, waren „Clever & Smart“. Von den oben genannten waren es „Marsupilami“, wobei das jeder anders ausgesprochen hat 🙂 und „Spirou“. Da ging es immer spannend zu!

        Dir ein schönes Wochenende!
        LG Verena

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