[Bericht] #bookupDE in der Frankfurter Verlagsanstalt

Am Mittwoch, 17. Juni, war es soweit: um 18.30 Uhr hat uns – den onlinebegeisterten Buchliebhabern, Bloggern und Buchhändlern – die Frankfurter Verlagsanstalt in der Arndtstraße ihre Türen geöffnet. In den sehr übersichtlichen, dafür aber liebevoll geschmückten Räumlichkeiten des Verlages wurden wir sofort ganz herzlich von den Mitarbeiterinnen Franziska (die Organisatorin des Abends), Anika und Nadya mit Getränken begrüßt. Nach kurzen Gesprächen mit den Anwesenden, schließlich kannte ich schon einige (darunter die liebe Malu sowie die @BuecherGoere und Mara) ging es auch schon los:

In einer gemütlichen Runde stellten wir uns kurz samt Blog oder Twitternamen sowie unseren drei favorisierten Hashtags vor. Das war ein interessanter Einblick, da ich zu einigen Twitterern nun auch noch neue Gesichter im Kopf habe! Gleich danach erzählte uns Joachim Unseld von seinem Verlag und berichtete von der Arbeit als Verleger, die keine Drucker sind, sondern Literaturvermittler; wie schwer oder manchmal auch leicht es sein kann, für die ca. 15 Bücher, die pro Jahr im Verlag erscheinen, die passenden Leser zu finden. Denn für jedes Buch, das verlegt wird, gibt es auch Leser, doch diese Leser müssen erst von dem EINEN Buch erfahren – das ist es wohl, was alle Verlage beschäftigt.

Bei der Frankfurter Verlagsanstalt stehen besonders die deutschen Autoren u. a. auch Debütautoren im Mittelpunkt, aber ebenso wird der spanisch- und französischsprachige Markt beobachtet. Seit dem Erfolg von Nino Haratischwili und ihrem Roman „Das achte Leben (für Brilka)“ streckt die FVA ihre Fühler aber auch Richtung Georgien aus. Authentisch erzählte uns Herr Unseld von seiner verlegerischen Tätigkeit und auch von seinem bisher eher zurückhaltenden Blick (oder doch eher gar kein Blick?) auf Blogger, die ihm aber in den vergangenen Monaten (mit „Das achte Leben“) gezeigt haben, dass sie tolle Dinge vermögen. Social Media und Blogs sind also auch in der FVA angekommen und die Zusammenarbeit klappt, so konnte ich heraushören, sehr gut!

Jährlich erhält der Verlag bis zu 1.500 unverlangt eingesendete Manuskripte und manchmal verbirgt sich darunter auch ein Schatz, der veröffentlicht wird, wie etwa „Das Blütenstaubzimmer“ von Zoë Jenny. Lesen ist also wohl ein Dauerauftrag in einem Verlag, der aus insgesamt 3 Mitarbeiterinnen + Verleger besteht, sodass auch Herr Unseld sich immer wieder Zeit für Manuskripte nimmt.

Im Anschluss daran durften wir Julia Wolf lauschen, die aus ihrem Debüt „Alles ist jetzt“ vor Ort las. Mit einer tollen Lesestimme hat die Autorin einen Ausschnitt ihres Romans vorgelesen, der mich direkt in meiner Leser/Sprachseele getroffen und mich nicht nur durch die Story – sie endet doch mit einem Cliffhanger – überzeugt hat, dass ich „Alles ist jetzt“ lesen muss, sondern auch durch ihre Wortwahl, die mir schon nach den ersten Seiten des eigenen Lesens eine konzise Sprache erschließt, die den Augenblick genau trifft.

 

Nach einer wirklich tollen Lesung gab es noch Häppchen für das leibliche Wohl und genügend Zeit, um sich die Bücherregale der Frankfurter Verlagsanstalt in Ruhe anzusehen und der Dank gilt Malu, da ich nun um ein paar Wunschlistenbücher reicher geworden bin! Julia Wolfs Debütroman musste dagegen erst gar nicht auf der Wunschliste landen, das durfte ich nämlich gleich aus dem Verlag mitnehmen und es landet nicht auf dem SuB, sondern steckt schon mitten in der #currentlyreading-Liste.

Insgesamt war das #bookupDE bei der Frankfurter Verlagsanstalt ein anregender literarischer Abend, der Lust auf zeitgenössische Bücher gemacht hat und diese Lust nutze ich nun, um mich in „Alles ist jetzt“ zu stürzen! Vielen Dank an die Organisatorin Franziska Hedrich für einen schönen Abend in den Räumen der FVA.

Alles ist jetzt von Julia Wolf

Noch weitere Eindrücke gefällig?

Das Storify zum #bookupDE gibt es hier!

Auf Twitter könnt ihr der FVA auch folgen @FrankfurterVA

oder Fan bei Facebook werden: https://www.facebook.com/frankfurterva

 

 

 

 

5 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.