#Bloggernight im Hugendubel | Neueröffnung am Marienplatz

Der Hugendubel am Marienplatz feiert Neueröffnung

Bloggernight: Hugendubel am Marienplatz in Bildern

Die Beleuchtung steht (oder hängt), als ich gemeinsam mit Dani von Brösels Bücherregal die heiligen Hallen (okay, die neuen Räumlichkeiten) der Hugendubel-Filiale am Marienplatz in München betrete. Insgesamt 1,5 Jahre haben die Renovierungsarbeiten gedauert und lange war nicht einmal klar, ob die Filiale vollständig schließt oder wiedereröffnen kann.

Besonders traurig wäre eine dauerhafte Schließung nicht nur deshalb gewesen, weil eine Buchhandlung weniger einfach traurig ist, sondern auch, weil der Hugendubel am Marienplatz die erste Hugendubel-Filiale überhaupt war! 1979 wurde diese eröffnet und seither sind zahlreiche Filialen, hauptsächlich im Süden Deutschlands, hinzugekommen.

Anlässlich der Neueröffnung veranstaltete Hugendubel eine interessante und spannende Bloggernight. Brösel und ich machten uns also am Mittwoch (27. Juli) auf den Weg in die noch nicht ganz fertige Buchhandlung. Hier und da lagen noch Pappkartons herum oder Kabel hingen aus den Wänden. Die meisten Bücher waren aber schon da (und auch in die Regale eingeräumt)! Als eine der ersten Gäste durften wir den noch nach „neu“ duftenden Hugendubel betreten und uns umsehen. Alles sah noch so unberührt aus, ein paar Lücken in den Regalen konnten da unsere Freude nicht trüben.

Die Bloggernight im Hugendubel am Marienplatz

Bloggernight: Hugendubel am Marienplatz ein Willkommensgruß

Mit einer kleinen Verspätung starteten wir dann auch ins Programm, das schließlich bis Mitternacht durchgezogen wurde! Frau Weber (links), die Leiterin der Hugendubel-Filiale hat uns herzlich willkommen geheißen und auch wenn sie vorher noch nicht im „alten“ Hugendubel am Marienplatz gearbeitet hatte, freut sie sich nun auf die neue Gestaltung und den Start am 1. August.

Bloggernight: Hugendubel am Marienplatz in Bildern

Marketingleiterin Sarah Gries (Foto 2, rechts) sprach dann vom neuen Konzept des Hugendubels am Marienplatz. Die bisher gewohnten Leseinseln sind verschwunden. Stattdessen gibt es auf den zwei Stockwerken verteilt rote Sofas und gepolsterte Stühle. Der Café-Bereich ist ebenfalls auf beide Stockwerke aufgeteilt, denn der Hugendubel am Marienplatz soll eine Begegnungsstätte sein. Die neue Filiale soll Treffpunkt sein für Freunde und Familie, ein Ort, an dem man sich wohl fühlt und gerne wiederkommt – um zu lesen und zu reden.

Die Bloggernight fand unter dem Motto #zeichensetzen statt. Zeichen setzen für das Lesen, für das Buch und für die Buchhandlung in der Innenstadt, welche in Zeiten von Online-Handel immer härter um ihre Existenzberechtigung zu kämpfen hat.

Bloggernight: Hugendubel am Marienplatz in Bildern

Brösel & ich auf der #Bloggernight

Bloggernight: Brösel und ich

Der Spaß konnte also beginnen. Brösel und ich haben uns auf Entdeckungstour begeben (ja, mehr als einmal!). Von den anderen Bloggern kannten wir leider niemanden (also müsst ihr in diesem Beitrag mit uns beiden vorliebnehmen ^^). Die waren nämlich allesamt Münchner Blogger für Food, Cafés und Restaurants oder andere Locations. So haben wir also zu zweit unserer Liebe zum Buch zwischen den neuen Bücherregalen gefrönt und Schabernack getrieben (aber ganz seriös selbstverständlich!).

Bloggernight: Eine exklusive Führung durch die Hugendubel-Filiale

Bloggernight: Ein Rundgang durch die Hugendubel-Filiale am Marienplatz

Eine exklusive Ladenführung erhielten wir von Herrn Stampfl, der bereits viele Jahre bei Hugendubel arbeitet und dort sogar seine Ausbildung absolviert hat – wenn ich es richtig im Kopf behalten habe sogar in eben dieser ersten Filiale am Marienplatz. Von der eigentlichen Führung habe ich mir tatsächlich nicht viel notiert, denn ich hab mich währenddessen lieber im Laden umgesehen und geschaut, welche Bücher für die Eröffnung eingekauft wurden. Nur so viel: im 2. Stockwerk herrscht das Sachbuch mit Schwerpunkt Reiseführer und natürlich – wie sollte es anders sein – den München-Büchern vor.

By the way: Meine Lieblingsetage war der 1. Stock mit den internationalen Büchern sowie der literarischen Ecke!

Bloggernight: Brösel in Aktion!

Wer am Mittwochabend, 27. Juli, Zeit hatte, der hat vielleicht auch die tolle InstaStory von Brösel gesehen. Die hat nämlich fleißig live mitgeschnitten, während ich mit meiner Kamera Fotos geschossen habe. Außerdem haben wir rumgeblödelt und ich bin sehr froh darüber, dass die Story nur 24 Stunden online war – das war das Peinlichste, was bisher im Netz von mir zu finden war! Aber Spaß hat’s auf alle Fälle gemacht. (-:

Ein himmlisches Dinner von Food-Bloggerin @foodpunk.marina

Bloggernight: Dinner im Hugendubel am Marienplatz

Eines der Highlights war definitiv das Essen von Food-Bloggerin Marina, die Low-Carb-Gerichte zubereitet hat in unterschiedlichen Varianten: Paleo, vegan und vegetarisch. Von Vor-, Haupt- und Nachspeise gab es immer zwei Versionen, die wir essen konnten. In so großen/kleinen Portionen, dass man alles probieren konnte. Leider konnte ich bei der Nachspeise nur noch eine Variante verdrücken und die war dafür umso besser!

Bloggernight: Dinner im Hugendubel am Marienplatz

Bloggernight: Lecker!

Auch Nina Hugendubel hat sich zum Dinner zu uns gesellt und von der Zeit erzählt als 1979 der erste Hugendubel eben dort am Marienplatz eröffnet hat. Sie war damals gerade mal 9 Jahre alt. Für den Erhalt des ersten Hugendubelhauses gab es eine Unterschriftensammelaktion, bei der mehr als 10.000 Unterschriften zusammenkamen. Und das Faszinierende: nicht Hugendubel-Mitarbeiter oder die Firma haben diese Aktion ins Leben gerufen, sondern Münchner Kunden und Buchliebhaber, welche die erste Filiale Hugendubels am Marienplatz erhalten wollten.

Bloggernight: Quatsch muss auch sein!

Wenn eine Fotobox in der Nähe ist …

Eine weiter Aktion der Bloggernight waren Lesezeichen, die man beschriften konnte, nämlich mit „Mein Lieblingsbuch, weil …“. Nach getaner Arbeit steckt man dann das Lesezeichen in entsprechendes Lieblingsbuch und hofft insgeheim, dass ganz bald ein Leser oder eine Leserin darauf stößt und sich das Buch kauft!

Takis Würger erzählt von seinem Debütroman „Der Club“

Bloggernight: Takis Würger erzählt von "Der Club"Nach dem wirklich guten Essen gab es noch Autorenbesuch, nämlich von Takis Würger, dessen Debütroman im Februar erschienen ist: „Der Club„. Eine stinknormale Lesung gab es allerdings nicht!

Vielmehr sollte er einen Impulsvortrag halten. Nachdem er aber nicht so genau wusste, wie das werden soll (Sympathiepunkte hatte er damit bei mir sofort gesammelt), hat er sich dazu entschlossen uns eine Geschichte zu erzählen. Und die hat uns alle in ihren Bann gezogen. Takis berichtete davon, wie es kam, dass er als Journalist ein Buch schrieb. Geschichten waren schon immer seine Welt, aber auf andere Art und Weise. Während seiner Zeit als Journalist beim Spiegel hat er häufiger zu hören bekommen: „Man merkt, dass du nicht studiert hast.“

Der Ausflug an die Universität

Und so entschloss er sich mit 28 Jahren an die Uni zu gehen, um herauszufinden, was ihm „fehlte“. Er ging nach Cambridge und erlebte dort Dinge (ja „widerliche Sachen“), über die er im Nachhinein schreiben wollte. Es sollte aber kein Bericht oder eine Reportage werden, sondern – so schlich sich die Idee bei ihm ein – ein Roman.

Das Studium brach er übrigens nach einem Jahr ab. Das Leben an der Uni war nicht seine Welt, er wollte viel lieber wieder für den Spiegel schreiben. Was von dieser Zeit zurückblieb, war aber die Idee für einen Roman. In Wien fasste er den Plan jeden Tag um 9 Uhr zu schreiben, um zu testen, ob seine Idee tatsächlich Romanform annehmen könnte und dort, so erzählte er, erlebte er, wie seine Figuren plötzlich lebendig wurden. Er war auf dem richtigen Weg.

Mit der Agentur Graf & Graf fand er dann auch eine Vertretung in der literarischen Welt. Während ein kleiner (namenlos gebliebener) Verlag sein Manuskript sofort verlegen wollte, entschied Takis sich dafür die Agentur zu besuchen und erhielt von Karin Graf einen stundenlangen Vortrag, was alles schlecht an seinem Buch sei. (Sie vertrat ihn als Agentin trotzdem. ^^)

Ein toller Vortrag zu „Der Club“

Der Vortrag von Takis Würger war inspirierend. Nicht nur deshalb, weil der Autor (der sich selbst erst daran gewöhnen muss, dass er Autor ist) ganz authentisch gewirkt hat, sogar fast ein bisschen schüchtern über den Erfolg, den sein Buch bisher erreicht hat. Takis dankte am Ende denjenigen, nämlich seinen Lesern, die sein Buch nicht in der Luft zerrissen haben, sondern es lobten und stattdessen seine Befürchtungen verpuffen ließen. Denn seine größte Angst vor der Veröffentlichung war, dass der Roman, in welchen er viel Arbeit, Zeit und Herzblut gesteckt hat, als peinlich deklariert wird. Das war nicht der Fall und doch freut sich Takis auch heute noch, wenn ihm jemand sagt, dass ihm/ihr sein Buch gefallen hat.

Ich habe es leider noch nicht gelesen, auch wenn ich „Der Club“ schon mehrmals in der Hand hatte. Das lag bisher aber schlicht und ergreifend daran, dass ich mir nicht sicher bin, ob es mich als Leserin inhaltlich anspricht. Beim nächsten Besuch in der Buchhandlung schaue ich es mir aber auf jeden Fall noch einmal an – und lese ein paar Seiten hinein!

Bloggernight: Takis Würger erzählt von "Der Club"

Bloggernight: Die Nachtwächter-Lesung

Zum Abschluss der Bloggernight gab es noch eine kleine Lesung aus einem Lieblingsbuch von Herrn Stampfl, der erst noch versucht hat, zu erklären, warum sein ausgewähltes Buch nicht als Fantasy verpönt sein soll: „Die Stadt der träumenden Bücher„. Mich hatte er damit ja sofort im Boot, denn Walter Moers Roman gehört ebenfalls zu meinen Lieblingsbüchern und es war toll mal schnell einen Abstecher nach Zamonien zu unternehmen. Ein verrückter Abend!

Bloggernight: Nachtwächter-Lesung


Meine Eindrücke zur neuen Hugendubel-Filiale in Bildern:

Bloggernight: Hugendubel am Marienplatz in Bildern

Bloggernight: Hugendubel am Marienplatz in Bildern

Bloggernight: Hugendubel am Marienplatz in Bildern

Bloggernight: Hugendubel am Marienplatz in BildernBloggernight: Hugendubel am Marienplatz in Bildern
Bloggernight: Hugendubel am Marienplatz in Bildern

Bloggernight: Brösel und ich machen QuatschUnd wer nun auch Lust bekommen hat die neue Hugendubel-Filiale am Marienplatz in München zu sehen, für den habe ich gute Nachrichten: seit heute, 1. August 2017, ist sie für alle BuchliebhaberInnen geöffnet!

8 Kommentare

  1. Ein toller Bericht. Ich bin nur verwundert das nur zwei Buchblogger anwesend waren und der Rest, aus der Restaurant und Koch Sparte kam. Soll das das neue Konzept werden? Mehr Cafe als Buchhandlung?
    Sollte ich mal nach München kommen, schaue ich mir die Buchhandlung auf jeden Fall mal an, deine Bilder sind wirklich toll, mal sehen ob er in Echt auch so schön ist oder du nur super fotografieren kannst.

    1. Hallo Manuela,

      vielen Dank für das Kompliment! Dabei sind meine Fotos etwas dunkel geworden und ich habs erst am Ende gerafft, wie ich sie aufhelle. Egal. ^^ Wenn sie so trotzdem wirken, freu ich mich. Es waren schon auch mehr Buchblogger eingeladen, aber da kam wohl die Urlaubswelle in die Quere. Ich glaub es wäre nochmal bunter geworden, bei einer größeren Buchblogger-Besetzung.
      Und ne, es gibt schon mehr Bücher als Kaffee & Kuchen. xD

      Viele Grüße, Ramona

    1. Hallo Franziska, die liebe Brösel wurde eingeladen, weil sie schon häufiger mit Hugendubel zusammengearbeitet hat. Mich hat sie dann mitgenommen. (-:

      Einen schönen Abend! Ramona

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