Games-Review | Days Gone

Days Gone
©Sony Interactive Entertainment

„Days Gone“ ist ein 3rd-Person-Shooter, der in einer endzeitlichen Welt spielt. Durch ein Virus ist der Großteil der Menschheit ausgerottet worden. Im besten Fall tot, im schlechtesten Fall verwandelten sich die Menschen in zombieartige Wesen, die Jagd auf Mensch und Tier machen. Auch vor Tieren macht das Virus keinen Halt, sodass die überlebenden Menschen nicht nur mit den unterschiedlich mutierten Zombies zu kämpfen haben, sondern auch infizierten Tieren.

Unter ihnen lebt der Biker Deacon St. John, der sich als Duo gemeinsam mit seinem besten Freund Boozer durch die Wildnis schlägt und für die unterschiedlichen Camps Aufgaben erledigt. Diken ist ein Überlebenskünstler und das obwohl er den Glauben und die Hoffnung aufgegeben hat: Seine Frau Sarah wurde zum Opfer der verheerenden Welle an Zombie-Horden, welche die Überlebenscamps der Menschen niedergerannt haben.

Deacon Kampf in dieser endzeitlichen Welt ist ein reiner Überlebenskampf. Mit seinem Bike schlägt er sich durch die gefährliche Wildnis. Er jagt Zombies und Abtrünnige, die sich gerne über Alleinreisende hermachen, sie bestehlen und töten. Sein Überleben hängt an zwei Faktoren: Ausdauer und Lebensenergie sowie an der Instandhaltung seines Bikes: Gas und Reparaturen.

Durch die unterschiedlichen Camp-Aufgaben sammelt Deacon Punkte, die er bei diversen Händlern einlösen kann: Waffen, Munition, Bike-Teile und Gas. Je mehr Aufgaben er für ein Camp erledigt, desto wohl gesonnener sind ihm die Händler dort.

Neben den Camps gibt es weitere menschliche Überbleibsel, die Nero-Kontrollpunkte. An diesen kann Deacon seine Fähigkeiten steigern und herausfinden, wie weit die sogenannte Nero-Organisation mit der Erforschung des Virus und der Freaker gekommen ist. Deacon versucht an diesen Knotenpunkten auch immer mehr über Sarahs Schicksal herauszufinden, denn unter all den menschlichen Leichen am Überlebenscamp, das überrannt wurde, konnte er ihre Leiche nicht entdecken.

Days Gone: Deacon repariert sein Bike
Ohne sein Bike ist Deacon aufgeschmissen! (© Sony Interactive Entertainment)

Die Gegner in Days Gone

Die Infizierten: die Freaker

  • Schwärmer: Die meisten Freaker sind Schwärmer, die in kleineren Gruppen unterwegs sind und auf Lärm reagieren. Deshalb lohnt es sich in „Days Gone“ immer wieder leise zu sein. Schwärmer sind die Standardgegner des Spiels. Sobald sie einen entdecken, rennen sie zielstrebig und schnell auf einen zu. Schwärmer können sich auch zu mehreren Hunderten zusammenschließen, zu sogenannten Horden, und sind dann extrem gefährlich.
  • Horden: ab 4 Schwärmern können diese richtig gefährlich werden. Eine Horde kann aber weit mehr Schwärmer umfassen. Im Spiel gibt es immerhin mehr als 40 verschiedene Horden, die alle für sich andere Schlaf-, Futter- und Wasserstellen haben. Diesen Horden darf man sich erst im fortgeschrittenen Spiel nähern und sollte sie strategisch erlegen: falsche Fährten legen, auseinander treiben, erschießen oder verbrennen.
  • Kreischer: Diese Form der Freaker sind meist alleine unterwegs und stoßen – sobald sie Sichtkontakt mit Deacon haben – einen ohrenbetäubenden Lärm aus, der nicht nur Deacons Sinne beeinträchtigt, sondern auch zahlreiche Schwärmer herbeiruft.
  • Krabbler sind besonders kleine Freaker, die sich gerne auf Hausdächern herumtreiben. Man findet sie immer in Gruppen. Richtig gefährlich sind sie eigentlich nicht, wenn sie aber alle auf einmal angreifen, besitzen sie durchaus ein gewisses Gefahrenpotenzial.
  • Brecher: Diese Freaker sind besonders stark und man sollte ihnen am besten nur aus der Ferne begegnen. Im Nahkamp sind sie übermenschlich stark und schwer zu töten. Mit einer Sniperrifle sind aber auch diese Gegner kein Problem. Achtung: genau zielen lohnt sich hier!
  • Bleacher haben eine weiße Albinohaut und erhöhte Muskelmasse im Gegensatz zu Schwärmern. Sie sind sehr schnell und schwerer zu besiegen.

Infizierte Tiere

Neben normalen Tiergefahren, wie frei herumlaufende Wolfsrudel oder Bären gibt es auch die infizierte Version dieser Tiere: Bären, Wölfe oder auch Krähen wurden vom Virus ergriffen und sind nur schwer zu besiegen. Sie sind tödliche Wesen mit viel Kraft.

Die Gegner: Menschen

  • Herumtreiber und Plünderer: In der gesamten Spielewelt kann es Deacon immer wieder passieren, dass er von seinem Bike geschossen oder durch ein Drahtseil gezogen wird. Aus dem Hinterhalt greifen ihn dann plündernde Menschen an, die sich keinem der Camps anschließen wollen, sondern Jagd auf alles machen, was sich bewegt und möglicherweise Beute bei sich hat. Zum Teil gibt es auch Abtrünnige, die aus dem Camp geflohen oder herausgeworfen wurden. Diese sucht und beseitig Deacon in Nebenmissionen. Die einzelnen Camps sind für ihn dann Anlaufstelle für Gas sowie Schlafplätze.
  • Die Miliz: Die Miliz findet sich überall in der Spielewelt. Sie sind gut ausgestattet und schießen auf jeden, der sich ihnen nähert.
  • Ripper: Was wäre ein Endzeit-Spiel ohne einen wahnsinnigen Endzeit-Kult? Die Ripper gehören diesem Kult an. Sie ritzen sich Narben in die Haut, feiern seltsame Rituale, quälen und ermorden Menschen, die sich ihnen nicht anschließen wollen und haben es aus unbekannten Gründen auf Deacon und Boozer abgesehen. Die Ripper beten die Freaker an, sie verspüren keine Angst und keinen Schmerz.
Days Gone
Deacon rettet ein Mädchen aus den Fängen der Ripper. (© Sony Interactive Entertainment)

Schwierigkeitsgrad von Days Gone

  • Leicht
  • Normal
  • Schwer
  • Überleben

Das Modus „Überleben“ ist erst nachträglich hinzugefügt worden, weshalb ich mich wieder für die goldene Mitte entschieden habe: Normal.
Darüber hinaus gibt es mit dem DLC-Patch auch wöchentliche Herausforderungen, die man bestehen kann und die unabhängig von der eigentlichen Story laufen. Zum Beispiel wie lange man gegen eine Horde standhalten kann oder ein Hinterhaltcamp unter bestimmten Voraussetzungen ausschalten.

Steuerung

Die Steuerung ist recht intuitiv und man benötigt nicht allzu viel Zeit, um sich hineinzufinden. (aber Achtung FunFact: wenn man das Spiel direkt nach “Days Gone” spielt, könnte es zu Tasten-Kombinations-Schwierigkeiten kommen. ^^)

Die Ausrüstung: Waffen

Grundsätzlich kann man in „Days Gone“ mehrere Waffentypen parallel mit sich tragen:

  • Langwaffen
  • Handfeuerwaffen
  • Spezialwaffen, z.B. Sniper-Rifles
  • Explosionswaffen: Rohrbombe, Molotow, Napalm-Molotow
  • Nahkampfwaffen: Macheten, Zaunpfähle mit Nägeln oder Sägeblättern, Messer
  • Ablenkungsgegenstände: Blendgranate, Rauchbombe, Stein, Attraktor, Attraktorbombe
  • Fallen: Annäherungsbombe, Annäherungsminie, Fernlenkbombe

Während man seine Fähigkeiten mit der Hauptstory sowie den Nebenmissionen weiterentwickelt, erhält man auch immer bessere Waffentypen, die Deacon auf seinen Überlebenstouren sehr gut benötigen kann. Das Gute an „Days Gone“ ist, dass man sich je nach Spielertyp die am besten geeigneten Waffen im Aktionsmodus halten kann. Ich z. B. bin kein Fan von Shotguns, sondern benötige Gewehre, die auf Distanz schnell und zielsicher sind. Hat man seine Favoriten erstmal gefunden, so kann man sie während des gesamten Spiels hindurch behalten.

Ausrüstung: Heilmittel & Co

Das Spiel ist darauf angelegt, dass man als Survival-Kennzahlen Gesundheit und Ausdauer beachten muss. Essen sammeln und jagen kann Deacon zwar auch, diese Errungenschaften dienen aber nur zum Tausch gegen Punkte in den entsprechenden Camps.

Nero-Kontrollpunkte und -Stationen dienen Deacon nicht nur zur Schnellreise sondern an den meisten dieser Punkte gibt es ein spezielles Serum, was entweder Konzentration, Gesundheit oder Ausdauer für Deacon dauerhaft steigert. Entscheidet daher gut, welche der drei Fähigkeiten ihr für die nächsten Schritte gesteigert benötigt!
(Bei mir hat sich gezeigt, dass sich die folgende Reihenfolge in der Priorisierung gelohnt hat: am Anfang auf Ausdauer setzen, um Freakern entkommen zu können, wenn die plötzlich zu viele werden, dann Gesundheit und zuletzt verstärkt auf die Konzentration gehen.

Days Gone: Nero-Forschungsstation
Nero-Forschungsstation: An diesen kann man Ausdauer, Gesundheit oder Konzentration erhöhen.
(© Sony Interactive Entertainment)

Kampfsituationen

Die Kampfsituationen sind abwechslungsreich, da man es immer mit einer unterschiedlichen Anzahl an Gegnern zu tun hat und die Freaker unterschiedliche Stärkegrade ausweisen. Hat man den strategischen Bogen aber erstmal raus und weiß, wie man Gegener (ob Freaker oder Menschen) erstmal erfolgreich ablenken kann, ist der Rest ein Kinderspiel. Meistens zumindest. Es gibt durchaus Kampfsituationen bis zum Ende, die man mehrmals spielen muss, bis man den Dreh heraus hat. Was sich deshalb durchaus lohnt: Speichern, bevor man sein Bike verlässt und sich in die Wildnis aufmacht auf der Suche nach Hinterhaltcamps oder Freaker-Horden.

Die Grafiken von Days Gone

Die offene Welt von „Days Gone“ ist etwas ganz besonderes. Es gibt viel zu sehen allein wenn man die Landschaft betrachtet, die von frühlingshaft erblühten Gegenden bis hin zu schneebedeckten Berggipfeln reicht. Fast an jedem Ort kann Deacon wertvolle Gegenstände finden, aus denen er Nahkampfwaffen, Explosionsgegenstände oder Ablenkungen bauen kann. Es lohnt sich also immer wieder, an verlassenen Orten Halt zu machen und sich umzuschauen.

Mit der Weiterentwicklung von Deacons Fähigkeiten ist es auch kein Problem mehr nachts durch die endzeitliche Gegend zu fahren.

Days Gone: Deacon und Sarah
Deacon erinnert sich an seine erste Begegnung mit Sarah. (© Sony Interactive Entertainment)

Mein Fazit zu Days Gone

Intuitives Gameplay, die unterschiedlichen Funktionen für Waffen und Medizin sowie Rennen, Zielen & Co. hat man schnell gelernt und nutzt sie intuitiv. Die offene Welt von „Days Gone“ macht viel Spaß, auch wenn man als einsamer Biker durch die Lande zieht und sich ein bedrückendes Gefühl auf die Brust legt: eine zerstörte Welt, überall Gefahren von Mensch, Tier und Freakern. Düstere Umgebungen und schlechtes Wetter – mental sollte man immer eine Tasse Kakao neben sich stehen haben, um die Laune zu haben.

Die Hauptstory ist großartig und man möchte kaum mehr aufhören zu spielen, je mehr man über die Machenschaften von Nero herausfindet und je mehr Teile der Karte man freischaltet. Schwache Nerven sollte man bei „Days Gone“ nicht haben, allerdings fand ich es wesentlich entspannter als z.B. Resident Evil (was ich bis zum heutigen Tag noch nicht zu Ende gespielt, ach was schreibe ich, noch nicht mal richtig angefangen habe zu spielen).

Manche Nebenmissionen wiederholen sich auf Dauer, wie etwa Hinterhaltcamps ausschalten oder die Ripper-Anhänger erledigen. Dennoch packt einen auch bei diesen der eiserne Gamer-Wille: die Karte muss aufgeräumt werden, jede Gefahr beseitigt werden und auch wenn es sich wiederholende Elemente gibt: Es macht Spaß!

Days Gone“ ist ein wirklich tolles Survival-Horror-Spiel, das viele viele Stunden Spielspaß bietet. Die Charaktere sind gelungen, die Hauptstory hat es in sich, die Nebenmissionen ergänzen das Spielerlebnis und die Grafik ist gigantisch. Es gibt kein Ruckeln oder Zerren während des Spielens und am Ende ist es möglich die 100 % bei den Aufgaben zu erlangen.

Eckdaten zu Days Gone:

  • Survival-Horror, Action-Adventure
  • Entwickler: Sony Interactive Entertainment
  • erstmals erschienen: 2019
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https://www.youtube.com/watch?v=6uED22JERB8
Trailer von „Days Gone“

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