Games-Review | Horizon Zero Dawn

Aloy und ein ungefährlicher Langhals
Aloy und ein ungefährlicher Langhals (© Guerrilla Games)

„Horizon Zero Dawn“ war mein erstes Spiel auf der PS 4 und 2020 habe ich mich entschlossen es noch einmal zu spielen. Dieses Mal im Spielemodus Neues Spiel+, das bedeutet ich habe meine Ausrüstung sowie meinen Levelstatus aus der ersten Spielrunde behalten, mit der kompletten Story aber noch einmal von vorne begonnen.

Die Story von „Horizon Zero Dawn“

Die Welt von „Horizon Zero Dawn“ alleine ist schon ein faszinierender Ort. Wir schlüpfen in die Haut der 19-jährigen Aloy, eine Ausgestoßene der Nora – einem Stamm, der die Urmutter anbetet. Sie lebt bei Rost, der ebenfalls ausgestoßen ist. Den Grund, warum sie bereits ihr gesamtes Leben nicht im Dorf bei den restlichen Nora leben darf, kennt sie mit Beginn des Spieles noch nicht. Mit ihrem Erwachsenwerden darf Aloy allerdings an der Erprobung teilnehmen, die aus jungen Nora bei Bestehen Krieger werden lässt und in ihrem Fall ihr auch den Zutritt zur Gemeinschaft ermöglicht. Rost will, dass sie daran teilnimmt und für sie ein neues Leben innerhalb der Nora beginnt.

Doch alles kommt anders, als Aloy es sich je hätte vorstellen können. Die Nora werden von einem unbekannten Volk angegriffen, viele getötet und Aloy schwer verwundet. Die Urmutter spricht zu ihr und Aloy wird zur Sucherin auserkoren. Damit ist es ihr als Nora erlaubt die Grenzen des Noragebietes zu verlassen, um sich auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben.

Und damit beginnt das Abenteuer von „Horizon Zero Dawn“, eine Welt, die gefährliche Wesen beherbergt, aber nicht aus Fleisch und Blut, sondern Maschinen in Tierform, die überall umherwandern. Herden, die gefährlich werden können und die zum Teil von einer Krankheit, der Verderbnis, befallen sind und damit noch aggressiver werden. Überall in der Welt von „Horizon Zero Dawn“ findet man Spuren einer alten und hochentwickelten Zivilisation.

Aloy fand als Kind ein Gerät, mit dem sie digitale Spuren verfolgen, Maschinenwesen analysieren und ihre Schwachstellen herausfinden kann: der sogenannte Fokus ist am Ohr befestigt und er hilft Spieler*in und Aloy zugleich, die Welt um sie herum zu erkunden. Nicht nur Analysen kann sie mit diesem Gerät durchführen, auch alte Aufzeichnungen, die durch die Jahrtausende beschädigt wurden, kann sie wiederherstellen und so einen Einblick in die Vergangenheit erhalten. Denn die Menschheit stand einer enormen Bedrohung – nämlich die der völligen Auslöschung – gegenüber und doch existieren die Menschen im fernen Zeitalter, in welchem Aloy lebt.

Ziel von „Horizon Zero Dawn“ ist es zum einen herauszufinden, was damals im 21. Jahrhundert mit der Menschheit passiert ist und ebenso, woher Aloy stammt. Denn niemand erzählt ihr von ihrer Mutter, die normalerweise bei den Nora einen hohen Status inne hat. Wer ist Aloys Familie? Was sind die alten technologischen Gerätschaften und Maschinen, die umherwandern und überall ihre Spuren hinterlassen haben von einer längst vergessenen Zivilisation?

Aloy in einem kleinen Dorf am Rande der Welt (© Guerrilla Games)

Die Gegner in „Horizon Zero Dawn“

Menschen

Auf ihrer Suche nach der Wahrheit begegnet Aloy vielen anderen Völkern. Von manchen erhält sie Nebenquests und Aufträge, die sie erfüllen kann. Einige von ihnen wollen aber weder für Aloy noch für den Rest der Welt etwas Gutes. Im ganzen Land verstreut gibt es Banditenlager und hin und wieder auch kleinere Banditengruppen, die umherstreifen. Aloy muss die Banditen beseitigen, die Gefangenen befreien und die Lager einnehmen für friedfertige Menschen, die sich danach dort ansiedeln. Wirklich herausfordernd sind diese Banditenlager allerdings nicht. Selbst mit dem Auslösen des Alarms, schafft man es ohne echte Probleme die Lager zu räumen.

Die Schatten-Carja, besonders diejenigen, die der Eklipse angehören, sind ihre eigentlichen Gegner. Sie graben uralte Maschinen aus, beleben diese wieder und bauen so eine Armee auf. Sie sind mit schuldig daran, dass die Verderbnis aufgetaucht ist und Maschinen befällt und sie besonders aggressiv gegen Menschen werden lässt.

Innerhalb von einzelnen Quests kann es auch passieren, dass Aloy Diebe oder andere Unruhestifter suchen und erledigen bzw. aufhalten muss.

Maschinenwesen

Einen ganz wichtigen und faszinierenden Teil der Welt von „Horizon Zero Dawn“ bilden die Maschinenwesen, deren Abbilder aus unserer Tierwelt stammen, die aber weit gefährlicher sind.

  • Behemoth: Nashornartige Maschine mit richtig Wumms. Sie wirft sich dir mit ihrem massigen Körper entgegen, deshalb sollte man wenn möglich keine Aufmerksamkeit erregen oder in den Fernkampf gehen.
  • Breitkopf: Ähnlichkeit mit einem Stier, der immer in Herden unterwegs ist von 3-4 Maschinen. An sich ein friedlicher Zeitgenosse, es sei denn er wird auf dich aufmerksam!
  • Donnerkiefer: eine riesige Kampfmaschine, die man nicht unterschätzen darf. Der Donnerkiefer ist nur schwer zu besiegen, greift direkt an und hat zahlreiche Waffen, die tödlich sind.
  • Eis-Brüllrücken und Feuer-Brüllrücken: Reptilienartige Maschinen die einen großen Tank mit Feuer oder Eis mit sich herumtragen und eben jenes Element ausspucken können. Den Brüllrücken sollte man nur entgegentreten, wenn man entsprechende elementschützende Outfits und Stärkungstränke dabei hat.
  • Graser: hirschähnliche Maschinen, die an sich friedfertig sind und eher die Flucht ergreifen als anzugreifen (meistens).
  • Grauhabicht: fliegende Maschinen, die Greifvögeln nachempfunden sind und Eisstrahlen abfeuern können. Für mich gehören sie zu den nervigsten Maschinen, weil man sie in der Luft so schwer abschießen kann und stattdessen mit Eis bombardiert wird.
  • Langbein: so wie man im echten Leben nicht vor die Beine eines Straußen geraten will, so will man auch nicht, dass Aloy sich mit einem Langbein anlegt. Die Maschine ist zwar nicht sonderlich groß, kann aber ordentlich an der Lebenskraft zehren, wenn sie wütend ist.
  • Lanzenhorn: diese in Herden auftretenden Maschinen graben mit ihren Hörnern in der Erde. Sie sind an sich friedlich und greifen erst nach einer erfolglosen Flucht an.
  • Läufer: Läufer sind pferdeähnliche Maschinen, auf denen man sogar reiten kann, wenn man sie überbrückt hat. Das hilft einem, wenn man an weiter entfernte Orte gelangen muss, an denen man vorher noch nicht war oder gerade kein Schnellreisepaket mehr besitzt.
  • Panzerwanderer: krabbenartige Maschine mit einem großen Container auf dem Rücken und einem Schutzschild vorne dran. Diese Maschinenwesen kann man als Anfängerjägerin noch nicht besiegen, deshalb lohnt es sich einen Bogen um sie zu machen (oder von hinten anzugreifen ^^).
  • Pirscher: eine unsichtbare Killermaschine, die gerne aus dem Hinterhalt angreift. Am Anfang haben mir diese Maschinenwesen ordentlich zu schaffen gemacht und ich hab häufig lieber das Heil in der Flucht gesucht.
  • Plünderer: Hyänen-Maschinen, die auf der Suche nach recyclebaren Maschinen sind und das Material aufsammeln. Sie wittern zerstörte Maschinen und kommen den menschlichen Maschinenjägern meist im ungünstigsten Moment in die Quere. Mehrere Plünderer auf einmal können durchaus gefährlich werden.
  • Sägezahn: Tierähnliche Maschine, möglicherweise einem Tiger nachempfunden. Sie ist besonders im Nahkampf gefährlich und am Anfang hatte ich furchtbar viel Respekt vor diesen Killermaschinen. Irgendwann hat man aber den Bogen raus (ja, den Bogen!) und dann sind sie keine große Herausforderung mehr. Verwüster sind erweiterte Sägezähne, vor denen man sich weit mehr in Acht nehmen sollte.
  • Schnappmaul: Krokodilartige Maschinen, die im Wasser leben und Eis spucken können. Die Maschinen, die ich am allerwenigsten leiden kann. Denn ihre Eisfontänen sind ziemlich hart und wenn sie nah herankommen, springen sie mit einer Wucht auf einen, dass es nicht mehr feierlich ist.
  • Steinbrecher: stellt euch einen riesigen und sehr gemeinen Maulwurf vor und ihr habt eine grobe Vorstellung vom Steinbrecher, der sich durch die Erde wühlt und von unten angreift, riesige Steinbrocken wirft und einfach wirklich wirklich schwer zu erledigen ist (und echt riesig ist!).
  • Sturmvogel: eine wirklich große Greifvogel-Maschine, die Blitze abfeuern kann und in der Luft sehr wendig ist. Bis heute habe ich großen Respekt vor diesen Maschinen, auch wenn sie sich im zweiten Durchlauf HZD doch einfacher besiegen ließen.
  • Stürmer: sind in Herden unterwegs und erinnern an Ochsen. Man kann ebenfalls auf ihnen reiten, muss sich aber anschleichen, um sie zu überbrücken und aufpassen, dass man währenddessen nicht von den Artgenossen angegriffen wird.
  • Todbringer: Die größten Kampfmaschinen überhaupt. Er bringt – ja genau – den Tod, ist riesig, hat enorme Feuerkraft und ist schwerfällig. Mit der richtigen Taktik schafft man auch diese Maschinen.
  • Trampler: erinnern an große Bisons, die ebenfalls in Herden unterwegs sind. Mit genügend Abstand sind sie keine große Herausforderung. Nur zu nahe darf man der Herde nicht kommen.
  • Verderber: veraltete Killermaschinen, vor denen man sich in Acht nehmen muss. Meistens werden sie von der Eklipse als Kampfmaschinen eingesetzt und direkt auf Aloy gehetzt.
  • Wächter: Wächter sind kleine sauerierartige Maschinen, die meist um Herden herumlungern und aufpassen. Sie sind relativ leicht auszuschalten, sofern man unbemerkt an sie herankommt. Die Rotaugenwächter sind eine widerstandsfähigere und aggressivere Variante der Wächter.

Die meisten Wesen tauchen auch als verdorbene Maschinen auf und sind an dem roten Verderbnis-Virus zu erkennen, der sie umgibt und der auch Menschen angreift.

Die Welt von Horizon Zero Dawn: Spuren einer längst vergangenen Zivilisation (© Guerrilla Games)

Schwierigkeitsgrad:

  • Story
  • Einfach
  • Normal
  • Schwer
  • Sehr schwer
  • Ultraschwer

Zusätzlich gibt es noch die Brotkrümelnavigation, welche einem dabei hilft, den Zielort des nächsten Quests zu finden, während man sich durch die Welt bewegt. Dies kann ich nur empfehlen, da die Welt doch sehr groß ist! Die Wegpunkt-Brotkrümelnavigation dagegen hatte ich ausgeschaltet gelassen, ein bisschen Abenteuerlust darf auch sein. (-;

Horizon Zero Dawn kann man auch gerne im Modus „Schwer“ ausprobieren. Das ist gut machbar!

Steuerung von Horizon Zero Dawn

Die Steuerung ist sehr intuitiv und hat man erst einmal raus, wie man sich bewegt, springt, die Kamera dreht, klettert etc. Dann ist der Rest ein Kinderspiel. Das Steuerrad für die Waffen ist die entscheidende Kombination + Maschinenwesen ausweichen und sich anschleichen. Mit diesen drei Tastenkombinationen schafft man das Spiel im Handumdrehen (nun gut, einige Stunden Spielzeit erfordert HZD dennoch und richtig Zielen mit ruhiger Hand schadet tatsächlich auch nicht. ^^).

Ansonsten ist mir die Steuerung nicht negativ aufgefallen. Aloy tut das, was man ihr sagt, es sei denn man drückt den falschen Knopf. Ich hatte nie das Gefühl, dass, wenn etwas nicht geklappt hat, es an der Steuerung lag, sondern eher an der Bedienerin des Controllers (sad, but true). An manchen Stellen ist sie vielleicht sogar etwas zu einfach. Kletterpartien stellen keine Herausforderung dar, denn Aloy läuft nie Gefahr abzustürzen.

Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass man sich innerhalb der Welt von „Horizon Zero Dawn“ wirklich frei bewegen kann. Ich habe Berge erklommen und bin durch Seen geschwommen, wo man eigentlich gar nicht hin sollte, aber nur sehr sehr selten bin ich dabei vom Spiel aufgefordert worden wieder in den Spielbereich zurückzukehren. (Wer läuft schon gerne die vorgesehenen Pfade, wenn man auch Abkürzungen quer durch nehmen kann?) Meist ist das passiert als ich auf der Suche nach außergewöhnlichen Artefakten war, die am Rand der Welt lagen. Aber auch hier gilt: Man kann auch dort hinaufklettern, wo kein „Kletterpfad“ ausgezeichnet ist.

Die Ausrüstung: Waffen

„Horizon Zero Dawn“ bietet eine unglaubliche Vielfalt an Waffen, die man je nach Situation auch schnell austauschen kann. Besonders gut haben mir die vielen Bogenvarianten gefallen, da ich so gerne aus der Ferne kämpfe und weniger eine Freundin des Nahkampfes bin – obwohl auch dieser in HZD seinen Reiz hat.

Aloy mit Pfeil und Bogen
Aloy mit Pfeil und Bogen in einem feindlichen Camp. (© Guerrilla Games)
  • Speer: die Nahkampfwaffe schlechthin in HZD. Darüber hinaus dient der Speer aber auch zum Überbrücken von Maschinen, d.h man kann die feindlichen Maschinen neu zu kalibrieren und sie auf unsere Seite zu ziehen. Im Verlauf des Spiels lernt Aloy immer mehr Maschinen genauer kennen und kann diese mit dem Speer überbrücken. Besonders hilfreich ist dieser Speer, wenn es viele sehr starke gegnerische Maschinen gibt.
  • Bogen: meine liebste Waffe überhaupt. Denn Aloy kann mittels unterschiedlicher Pfeile ihre Munition genau auf den Gegnertyp abstimmen. Im Spiel gibt es mehrere Bogenvariationen, die sich Aloy zulegen kann. Es gibt Feuer- und Eispfeile, andere sind besonders widerstandsfähig, gehärtet oder mit Gift versehen. Einer meiner liebsten Pfeile sprengt sich sobald er sein Ziel gefunden hat.
  • Seilwerfer: Den Seilwerfer habe ich tatsächlich nur in meiner ersten Runde HZD verwendet und im zweiten Durchlauf nur für eine einzige Quest. Mit ihm kann man gegnerische Maschinen vom Himmel holen oder am Boden festhalten. Praktisch war das bei niedrigerem Level, um sich so den ein oder anderen großen Feind vom Hals zu halten.
  • Stoplerfallen: „Horizon Zero Dawn“ ermöglicht es auch strategisch bei den anstehenden Kämpfen vorzugehen, was bei manchen Gegnertypen oder Quest auch dringend erforderlich ist. Die Stolperfallen fand ich dabei durchaus hilfreich, da sie wie ein Stolperdraht an zwei Gegenständen (z.B. Felsen) befestigt werden und bei Berührung hochgehen. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen: Feuer, Sprengen oder Schock.
  • Schleuder: Elementbomben können der letzte Ausweg sein, wenn die Pfeilmunition ausgeht. ^^
  • Sprengschleuder: Eine Variation der normalen Schleuder mit Spreng-, Näherungs- und Klebebomben, die ich allerdings nur sehr selten benutzt habe.
  • Rassler: eine weitere Nahkampfwaffe, die mehrere Bolzen hintereinander abfeuert. Eine Waffe, die ich tatsächlich nur selten genutzt habe.
  • Schwere Waffen: Manche Maschinen oder menschliche Gegner lassen im Kampf Waffen fallen, die man für kurze Zeit nutzen kann. Sie sind schlagkräftig aber man kann sich mit ihnen nur sehr langsam bewegen.

Außerdem kann man jeden Waffentyp noch einmal modifizieren, um bestimmte Eigenheiten mit einem Bonus zu steigern. Modifikationen sammelt man hauptsächlich durch Maschinenkämpfe.

Der Kampf

In „Horizon Zero Dawn“ sind sowohl Nahkampf als auch Fernkampf möglich. Ich liebe Fernkämpfe, da ich meistens der Strategie folge: Mitten rein und wenn’s nicht klappt, dann eine Strategie ausarbeiten. Da hat man im Fernkampf natürlich weit bessere Chancen, denn die Nahkampfwaffen haben gegen Maschinen nur einen geringen Kampfkraft.

Bei den leichteren Gegnern kann man gut auch im Nahkampf brillieren, sobald die Gegner aber gefährlicher werden lohnt sich ein Schuss aus dem Hinterhalt. Besonders wichtig ist es, auf die Schwachpunkte der Gegner einzugehen und demnach auch seine Waffentypen zu wählen. Das wird während des gesamten Spiels auch niemals langweilig, weil es einfach so viele unterschiedliche Gegnertypen gibt.

Ich hatte nie das Gefühl, dass Kämpfe unfair wurden oder überhaupt nicht gut machbar sind. In meiner ersten HZD-Runde habe ich die eine oder andere Szene zwar häufiger spielen müssen, jedes Quest ist aber mit einer Levelstufe versehen, sodass man immer gut einschätzen konnte, ob Aloy vielleicht einfach noch nicht bereit für diese Herausforderung ist. Damit spart man sich sehr viele Frustrationsmomente und das ist für mich ein großer Pluspunkt. Zugeben muss ich allerdings: der eine oder andere Kampf hätte doch herausfordernder sein können.

Die Grafiken von Horizon Zero Dawn

Aloy vor einer Ruine
Aloy vor einer Gebäuderuine (© Guerrilla Games)

Spiele ein zweites Mal spielen, mache ich eigentlich nur, wenn mich Story und Grafik sehr begeistern konnten. Die Story von „Horizon Zero Dawn“ liebe ich, die Grafik ebenso. Ich war beim ersten Spielen absolut überwältigt vom Aussehen dieser Welt. Wir befinden uns in einer um Jahrtausende zurückgeworfenen Zivilisation. Die Menschheit lebt in eher kriegerisch gesinnten Stämmen zusammen und der Stärkere wird zum Anführer erkoren oder von Göttern benannt. Aber gleichzeitig gibt es überall Überbleibsel vergangener Tage: überwucherte und zerfallene Gebäude, ausgeschlachtete Autoskelette und wunderschöne Landschaften, die dem Wetter unterlegen sind. Mal stürmt es, mal befinden wir uns in einer wüstenartigen Gegend und dann wird es bitterkalt in der eisigen Schneelandschaft.

Grafisch brilliert dieses Spiel definitiv und es macht so viel Spaß mit Aloy gemeinsam einfach nur die Gegend zu erkunden und verloren gegangene Dokumente und Audioaufnahmen zu suchen. Die musikalische Untermalung möchte ich an dieser Stelle nicht verheimlichen, denn auch die ist besonders. Je nach Landschaft und auch drohender Gefahr durch Maschinen, wechselt diese und lässt den Spieler damit ein weiteres Stück tiefer in die Welt von HZD eintauchen.

Für mich macht den Reiz von „Horizon Zero Dawn“ die gesamte Welt aus. Ich bin technologiebegeistert, finde dystopische Geschichten faszinierend und diese Mischung aus traditionellen Stämmen, die mit Pfeil und Bogen jagen, die den Göttern huldigen und einer technischen Vergangenheit, die so weit entwickelt war, dass sie phantastische Maschinenwesen hervorgebracht hat, das erweckt in mir pure Faszination, die ich während des gesamten Spiels nicht verloren habe.

Mein Fazit zu „Horizon Zero Dawn“

Seit ich „Horizon Zero Dawn“ zum ersten Mal gespielt habe, messe ich alle anderen Spiele daran und bisher hat es nur „Days Gone“ geschafft mich ebenso absolut umzuhauen, wenn auch auf andere Art und Weise. „Horizon Zero Dawn“ ist mein absolutes Lieblingsspiel und ich sehne mich nach einer Fortsetzung, die man sich durchaus nach Spieleende vorstellen könnte. Viel mehr bleibt eigentlich nicht zu sagen, als dass HZD für mich das perfekte Spiel ist. Ich liebe die Charaktere (Aloy rockt!), es gibt eine rundum ausgeprägte Story, eine großartige Welt, viele Dinge zu entdecken, tolle und sehenswerte Kämpfe und megagute Grafik. Das Spiel bugged selten und auch beim zweiten Durchlauf war ich sehr sehr gerührt von der Geschichte, beeindruckt von der Welt und angespornt alle Quests auf der Karte vollständig zu lösen (Wo ist die letzte Metallblume??).

Und ja, manchmal hätten die Kämpfe herausfordernder sein können, aber dieses kleine Manko lasse ich durchgehen, da ich persönlich bei schweren Kämpfen schnell an meine Frustrationsgrenze stoße. „Horizon Zero Dawn“ bietet zahlreiche wunderbare Spielstunden mit einer starken Heldin und eine dystopischen Setting, das vor allem durch seine Grafik und Story punkten kann.

  • Action-Adventure
  • Entwickler: Guerrilla Games
  • erschienen: 2017
Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=a8tiKM_DPec

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.