Games-Review: Jurassic World Evolution

T-Rex - Jurassic World Evolution
Publikumsmagnet: Der T-Rex (© Frontier Developments)

Ich bin ein ganz großer Dinosaurierfan, seit mein Papa mich als Kind hat „Jurassic Park“ schauen lassen. Und ja: Sie flößen mir gleichzeitig auch richtig viel Angst ein! xD

Als ich mir „Jurassic World Evolution“ geholt habe, hatte, ich mal wieder richtig Lust auf ein Strategiespiel und das war absolut die richtige Entscheidung: Eine Mischung aus Roller Coster Tycoon, nur mit Dinosauriern und dabei genau die richtige Mischung aus Parkversorgung und Dinosaurier-Zucht.

Die Story von Jurassic World Evolution

In „Jurassic World Evolution“ gibt es mehrere Inseln die man freischalten kann und auf denen sich mehr oder minder erfolgreiche Dinosaurierparks befinden. Die meisten in schlechtem Zustand, manche schon mit ein paar Dinosauriern befüllt, andere startet man komplett von Neuem.

Ziel ist es einen erfolgreichen Dinosaurierpark zu schaffen, der sicher ist und jede Menge Besucher anlockt. Dabei gibt es aber das eine oder andere Hindernis, welches es zu überwinden gilt. Um dieses Ziel zu erreichen, muss man Geld ranschaffen, was über Aufträge aus den Kategorien Wissenschaft, Unterhaltung und Sicherheit funktioniert. Hier kann man max 3 parallele Aufträge bearbeiten. Und auch abbrechen, wenn man mit dem geforderten Auftragsziel nicht klar kommt. Außerdem hat jede Insel noch bestimmte Missionsziele, die man alle abschließen muss, um auch die Missionen auf den anderen Inseln freizuschalten. Wie erfolgreich eine Insel ist, sieht man nicht nur am Geldfluss, sondern auch an der Sternebewertung. 5 sind das Maximum, ab 3 Sternen schaltet man die nächste Insel frei.

Jede Insel hat andere Herausforderungen, eine Insel z. B. ist sehr klein, d. h. mit dem geringen Platz müssen die Dinosauriergehege und Restaurants gut geplant werden, um sowohl Besucher als auch Dinos glücklich zu machen. Eine andere Insel ist stark von Wetterumschwüngen betroffen, das bringt die Dinosaurier schnell aus dem Konzept und sie brechen aus ihren Gehegen aus. Und dann geht die Post ab! Denn meistens bleibt es nicht bei einem Dinosaurier. Bis man den Park dann wieder unter Kontrolle hat, kann es heftig zugehen! (Ja, der eine oder andere Parkbesucher wurde bei mir auch gefressen …)

Dinosaurier ausbrüten: Artenvielfalt

Für einen erfolgreichen Park benötigt man natürlich entsprechende Publikumsmagente, die Dinosaurier. In „Jurassic World Evolution“ kann man Expeditionen losschicken, welche auf der gesamten Welt Dinosaurier-DNA einsammeln. In der Fossilienstation wird dann die DNA extrahiert. Am Anfang kann man gerade mal einen Dinosaurier ausbrüten, nach erfolgreichen Expeditionen steigt diese Anzahl und mit einem bestimmten Prozentsatz kann man neue Dinosaurier züchten.

Damit diese spannender für die Besucher sind, lassen sich auch Genmutationen vornehmen, stärkere Zähne, anderes Verhalten, Veränderung der Hautstruktur etc. Hier kann man ein bisschen Dinosaurier-Gott spielen. Ich habe mich meist darauf konzentriert, dass die Überlebensfähigkeit der Dinos möglichst hoch ist (denn das Ausbrüten kann auch misslingen und das investierte Geld ist verloren) und bin ansonsten nur je nach Aufträgen in die Dinosaurier-DNA eingetaucht. Und da ist der ein oder andere doch ethisch schwierige Auftrag dabei, den ich manchmal auch verworfen habe.

Über DLCs lassen sich auch weitere Dinosaurier-Arten hinzukaufen, leider gibt es keine Flug- oder Wasserdinosaurier. Zu jeder Art gibt es ausführliche Statistiken und Informationen, die meiner inneren Dino-Seite richtig gut gefallen haben.

Ein Mamenchisaurus - Jurassic World Evolution
Ein Mamenchisaurus (© Frontier Developments)

Besucher anlocken: den Park sinnvoll gestalten

Mit den ersten Dinosauriern kommen auch die ersten Besucher in den Park. Am Anfang sind diese noch leicht zufrieden zustellen, doch je mehr Dinos desto mehr Besucher und die sollen möglichst viel Geld im Park lassen. Das schafft man, indem man in der Forschungstation weitere Gebäude freischaltet und diese errichtet: Restaurants, Souvenirläden & Co. sind für Besucher sehr anziehend. Aber nicht überall im Park! Diese Gebäude müssen strategisch platziert werden. Dort, wo es den Zugang zu Dinosaurierplattformen gibt, sind die Besucher besonders spendabel.

Ich habe es früher geliebt am PC in Roller Coster Tycoon Freizeitparks zu erstellen und sie möglichst schön einzurichten. Deshalb wollte ich auch Jurassic World Evolution spielen. Mein Freizeitpark-Herz hat auch hier höher geschlagen. Allerdings kann man Gebäude nicht gut parallel zum Weg platzieren, was meinen inneren Monk echt gestört hat. Auf Schönheit und Schnickschnack ist das Spiel nicht ausgerichtet. Es gibt nützliche Gebäude aber wenig Varianz oder Möglichkeiten den Park wirklich darüber hinaus zu gestalten oder zu verschönern. Ein paar Bäume hier und da, ein paar Steinformationen und teurere Wege. Mehr geht nicht.

Jurassic World Evolution - Park
Einer meiner Dinosaurier-Parks (© Frontier Developments)

Die Gegner in Jurassic World Evolution

Klassische Gegner gibt es im Strategiespiel natürlich nicht, aber die Dinosaurier (ob fleischfressend oder ab einer bestimmten Größe, können für die Besucher gefährlich werden. Deshalb ist es wichtig, dass jeder Dinosaurer im entsprechend für ihn optimierten Gehege untergebracht ist: Graslandschaft, Sumpfgebiet und Wald- sowie Populationsdichte sind entscheidende Elemente, damit sich die Dinosaurier wohlfühlen. Sinkt ihr Wohlfühlempfinden unter eine gewisse Schwelle (bei jeder Dinoart anders), dann werden sie wütend und versuchen aus dem Gehege auszubrechen. Ebenso können schlechtes Wetter und Sturm die Dinos aufbringen oder Besucher verletzen.

Außerdem gibt es hin und wieder Sabotageversuche anderer Parkbesitzer oder anderer Abteilungen, die es meist auf die Stromversorgung abgesehen haben. Dann können deine Rangerteams nicht mehr selbst agieren, sondern man muss selbst hinters Steuer eines Fahrzeugs und zu den sabotierten Gebäuden fahren. Dies gibt nochmal eine vollkommen andere Perspektive auf den Parks und das Treiben darin.

Steuerung von Jurassic World Evolution

Was ein Dinosaurierpark auf jeden Fall immer zuerst benötigt ist eine Rangerstation und an ACU-Zentrum. Die Ranger reparieren Gehege und heilen Dinosaurier, die ACU-Helikopter dagegen können Dinos betäuben (wenn sie ausbrechen), man kann sie in andere Gehege transportieren oder auch verkaufen. Die Schnelltasten für diese beiden wichtige Teams sollte man immer parat haben und hatte ich bei den ersten beiden Inseln gar nicht auf dem Schirm (Playstation: R1 und L1)

Ansonsten ist das Gameplay relativ einfach gehalten. Es gibt eine Seitenleiste mit den möglichen Gebäuden, die man bauen kann. Und das das Beobachten des Parks funktioniert fließend. Die Steuerung (PS4) ist sehr angenehm.

Die Grafik von Jurassic World Evolution

Grafisch sticht das Spiel nicht hervor. Die Dinosaurier werden aber doch in einem sehr guten Licht positioniert, man kann nämlich jeden Dino aus nächster Nähe betrachten und das macht einfach Spaß. Denn die Dinosaurier sind toll gestaltet und animiert! Auch wie die Dinos in ihrer Herde gemeinsam durch die Gehege streifen, oder sich sozialisieren, ist spannend anzusehen. Spektakulär sind dann natürlich auch Dino-Kämpfe, die es ab und an mal gibt, wenn sich die Fleischfesser nicht gar so gut verstehen.

Ebenso ist es möglich von der Vogelperspektive in eine 3D-Perspektive zu wechseln und den Besucherströmen (oder Dinos) hautnah folgen. Dies ist via Kameraperspektive oder durch die Übernahme eines Ranger-Fahrzeugs oder eines ACU-Helikopters möglich. Auch hat mir der Wechsel von Tag und Nacht sehr gut gefallen, beleuchtet sieht der Park gleich viel glamouröser aus.

Ein Stygimoloch - Jurassic World Evolution
Ein Stygimoloch – mein Lieblingsdinosaurier im Spiel (© Frontier Developments)

Mein Fazit zu Jurassic World Evolution

„Jurassic World Evolution“ ist ein schönes Strategiespiel, das besonders natürlich für Dinosaurier-Fans geeignet ist. Es gibt in manchen Phasen der Inselparks richtig viel zu tun und man kann kaum durchatmen, weil ständig etwas passiert. Hat man aber sowohl Besucher als auch Dinosaurier erstmal unter Kontrolle, kann es auch lange Ruhephasen geben, die etwas langweilig sind – aber an diese Stelle des Spiels muss man erstmal gelangen, indem man die einzelnen Kniffe raushat!

Ich hätte mir gerne mehr Möglichkeiten gewünscht, die Parks zu pimpen und zu gestalten. Für echte Baufreunde ist das Spiel eher weniger geeignet, denn sowohl Bau, Gestaltung als auch Management der Dinosaurierparks erfordern nicht allzu viel Geschick. Hat man den Bogen erstmal raus, läuft das meiste von alleine. Hier und da gibt es die eine oder andere Stelleschraube, die man erst noch entdecken muss, aber tiefe Management-Strategie ist für die Parkführung nicht notwendig.

Ein schöner Nebeneffekt sind außerdem die deutschen Synchronsprecher der Filme, die einen Auftritt im Spiel haben und Warnungen aussprechen oder Infos geben für den weitern Verlauf der Parkplanung. Außerdem kommen passionierte Sammler voll auf ihre Kosten: nicht nur Dinosaurier-DNA, das Spiel bietet auch eine Datenbank mit einem Überblick der Dinosaurierarten, Orte und andere Forschungselemente, die man im Verlauf des Spiels freischaltet oder entdeckt.

  • Strategie-Spiel
  • Entwickler: Frontier Developments
  • erschienen: 2018
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https://youtu.be/Y2KBFGmJwCw
Trailer zu Jurassic World Evolution

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