Games-Review: Metro Exodus

Metro Exodus: Aurora
Metro Exodus: Aurora (© 4A Games)

Die Story von Metro Exodus

„Metro: Exodus“ schließt an den Vorgänger-Titel „Metro: Last Light“ an. Der einstige Held der Moskauer Metro Artjom ist zu einer Lachfigur verkommen. Die einen glauben er sei durch die Ereignisse verrückt geworden, die anderen verachten ihn, weil er wertvolle Ressourcen verbraucht und sich unnötig in Gefahr bringt. Doch Artjom ist sich sicher: Außerhalb der Metro existiert Leben, die Stimmen, die er einst über Funk gehört hat, sind echt: es gibt andere Menschen, die den atomaren Krieg überlebt haben und an der Oberfläche leben.

Artjom kommt einem Komplott auf die Spur und muss mit einigen Gefährten fliehen. Darunter seine Frau Anna, ihr Vater Oberst Miller, der nicht ganz unwissend all die Jahre war und seine Truppe Stephan, Sam, Damir, Idiot, Zugführer Jermak, Duke, Tokarew und Aljoscha. Die Spartaner trotzen gemeinsam der endzeitlichen Welt von „Metro: Exodus“. Mit dem Zug Aurora fliehen sie vor dem sicheren Tod und entdecken eine chaotische, gefährliche und dennoch nicht so tote Welt, wie die meisten Menschen in der Metro glauben.

Auf der Suche nach einem neuen Ort, um zu leben, geht es zu verschneiten Ruinen, über eine sengende Wüste mit fanatischen Kult-Anhängern bis hin zu dichten Wäldern, zwischen verfeindeten Gruppen und verseuchten Gebieten.

Verlassene und verfallene Industriegebiete (© 4A Games)

Die Gegner in Metro Exodus

Mutanten

  • Blitzspinne: weiterentwickelte Spinnentiere, die Elektrizität bündeln können und kurzzeitig alle elektrischen Geräte ausschalten. Größer als normale Spinnen mit einem Panzer ausgestattet. Anfällig gegenüber Licht und Feuer.
  • Telepathen: Die ersten Mutanten, die uns in Metro Exodus begegnen. Meistens in Rudeln unterwegs. Gegen einzelne Telepathen kommt man gut klar, sobald es zu viele werden, kann es gefährlich werden.
  • Spinnen: hoch sensibel gegen Licht und Feuer. Sie warten in der Dunkelheit, mit einer Taschenlampe hat man eine gute Möglichkeit gegen sie anzukommen.
  • Schnapper: Aasfresser, die normalerweise Konfrontationen aus dem Weg gehen. Nur in Gruppen können sie gefährlich werden.
  • Mutierte Bären: im Wald das gefährlichste Wesen. Er kann fast allen Schusswaffen widerstehen, nur gegen Brandmunition kommt auch sein dickes Fell nicht an.
  • Tiermenschen: menschenähnliche Wesen, die bei Sichtkontakt sofort angreifen. Meist befinden sie sich an dunklen Orten oder nicht mehr genutzten Gebäuden. Am besten leise ausschalten, denn die Tiermenschen sind in Gruppen unterwegs.
  • Fliegende Dämonen: Schleichen und in Deckung gehen, ist hier die beste Methode, denn die fliegenden Dämonen kann man kaum mit den vorhandenen Waffen niedermachen.
  • Shrimps: Mutierte Krebstiere mit einem robusten Panzer, die in Wassernähe zu finden sind. Greifen mit einem ätzenden Schleimwurf aus der Ferne an.
  • Wölfe: Die Wölfe sind zwar keine Mutanten, als Rudeljäger können aber auch sie sehr gefährlich werden.
  • Nosalis: Aggressive Mutanten, die einzeln gut zu bewältigen sind, aber in Gruppen fast unbesiegbar werden. Sie können sogar an Wänden hochlaufen und auf ihre Beute springen.
  • Blinde Gorillas: Sie können nicht sehen, sind aber dennoch äußerst gefährlich weil ihre anderen Sinne ausgeprägter sind.

Schwierigkeitsgrad:

  • Leser: Story & Atmosphäre, ohne echte Herausforderungen
  • Einfach: für Ego-Shooter-Einsteiger
  • Normal: für regelmäßige Ego-Shooter-Player
  • Hardcore: für erfahrene Ego-Shooter-Spieler. Jede feindliche Begegnung wird zur ernsthaften Herausforderung
  • Ranger Hardcore: Wer schafft es hier zu überleben?
Radioaktive Wälder, in denen sich verfeindete Gruppen bekämpfen (© 4A Games)

Steuerung von Metro Exodus

Die Ausrüstung: Waffen

Während seiner Reise muss Artjom immer wieder auf die Suche nach Waffen und Waffenteilen gehen, die er in der Aurora oder auf Werkbänken zusammenschreiben kann. Auch andere Munition wie Wurfgeschosse kann er so zusammensetzen und ausrüsten. Es gibt insgesamt 5 Waffentypen in Metro Exodus: Pistolen, Maschinengewehre, Schrotflinten, Gewehre und alternative Waffen.

Pistolen

  • Revolver: besitzt eine hohe Zielgenauigkeit, in Kombination mit einem Schalldämpfer ist diese Waffe nicht zu unterschätzen, auch auf höhere Distanz.
  • Stallion: halbautomatische Pistole, die besonders für ungepanzerte Ziele geeignet ist.

Maschinengewehre

  • Bastard: Hohe Schusszahl, blockiert allerdings auch gerne mal – hoffentlich erst dann, wenn die Feinde bereits erledigt sind.

Schrotflinten

  • Ashot: Eine Schrotflinte, die auf bis zu vier Läufe optimiert werden kann. Perfekt für mittlere und kurze Distanzen.
  • Taumler: Der Albtraum jeden Gegners auf kürzere Distanz. Die Taumler ist eine verbesserte Schrotflinte.

Gewehre

  • Kalasch: Solides Sturmgewehr, das mit ein paar Optimierungen durch Tokarew verlässlich Feinde erledigt. Besonders auf mittlere Distanz ein brauchbares Gewehr. Hier gibt es wohl am meisten Munition in der Metro-Welt, denn viele Gegner verwenden sie ebenfalls.
  • Bulldog: Eine verbesserte Kalasch. Erfordert allerdings auch mehr Reinigungsaufwand.
  • Valve: Scharfschützengewehr mit guter Genauigkeit, für Sniper-Fans natürlich die erste Wahl.
  • Sammy: Basiert auf dem Basismodell der Kalasch. Mit ihr kann man auch Brandgeschosse abfeuern.

Alternative Waffen

  • Tihar: Luftdruckgewehr, das aus der Not heraus zusammengebastelt wurde. Wenn man nicht vergisst den Luftdruck regelmäßig aufzupumpen, taugt die Waffe gut, andernfalls: Pech gehabt! Für ein leises Vorgehen unter den Feinden perfekt geeignet.
  • Helsing: Armbrust, die erst recht spät im Spiel auftaucht. Ebenfalls für leises Ausschalten oder die Jagd geeignet. Auch Sprenggeschosse kann man mit ihr abfeuern, dann war’s das aber mit dem leisen Schleichen.
  • Flammenwerfer. Wer es gerne heiß mag, der hat hier die Waffe seiner Wahl!

Unterwegs kann man immer nur 2 Waffen und eine Alternativwaffe (wie Armbrust oder Luftgewehr) mit sich führen.

  • Wurfmesser: perfekt, um Gegner lautlos auszuschalten. In Kombination mit Schleichen kann man so sogar ganze Gebiete erledigen, ohne die Feinde zu alarmieren.

Die Munition sollte man bei der Wahl seiner Waffen immer im Blick behalten, denn Munition gibt es nicht so viel wie man gerne hätte (Schwierigkeitgrad: Normal). Auch müssen die Waffen regelmäßig gereinigt werden, sonst kann es passieren, dass sie im entscheidenden Moment nicht mehr funktionieren.

Das gleiche gilt auch für Gasmaske und Luftfilter, die man pfleglich behandeln muss, sonst bekommt Artjom Probleme beim Atmen und das kann schnell ganz schlecht enden.

Der Kampf

Neben der normalen Hauptstory gibt es zahlreiche Schleich- und Erkundungsmissionen, die sich allesamt lohnen, denn Munition und andere hilfreiche Werkzeuge – wie etwa das Nachtsichtgerät – kann man dort erhalten. Ein wichtiger Tipp für das Überleben ist es auch, die Lichter in der Umgebung auszuschalten, egal ob elektronisch oder Kerzenlicht. In der Dunkelheit lässt es sich besser Verstecken spielen als bei Licht.

Nutzt die Safe-Rooms. In der gesamten Metro-Welt gibt es Gebäude mit grünen Türen, einer Werkbank und einem Bett. Hier kann man sich ungestört ausruhen, die Waffen polieren und neue Munition herstellen. Nutzt das aus und baut euch immer wieder Waffen/Munitions-Nachschub.

Und ganz besonders wichtig: der eigene Kampfstil und die Entscheidungen, die man fällt, haben auch Auswirkungen darauf, welche Kammeraden die Reise mit der Aurora bis zum Ende erleben werden. Das finde ich ein ganz fantastischen Twist am Spiel, der dazu animiert, es noch einmal zu spielen, nur um zu sehen, ob man seinen Kameraden vielleicht doch retten kann, den man beim letzten Mal verloren hat.

Die Grafiken von Metro Exodus

Die Grafik von „Metro Exodus“ ist richtig gut. Häufig muss Artjom eine Gasmaske tragen, um schnell durch die giftige Umgebung zu fliehen. Dabei beschlägt diese durch Atem, Regen oder Schnee und Nebel. Auch die Scheibe kann kaputt gehen und muss unterwegs schnell geklebt werden, damit die Maske zumindest noch ein bisschen Schutz bietet.

Unterwegs mit Gasmaske (© 4A Games)

Das Spiel ist insgesamt in vier große Orte aufgeteilt, die den Jahreszeiten nachempfunden sind. Das bietet ein rundum Spielerlebnis, denn jede Gegend hat nicht nur andere Gegner, sondern auch andere natürliche Gegebenheiten, auf die man sich einstellen muss. Ein Sandsturm kann schnell die komplette Sicht auf die Umgebung einschränken und zugleich für Atemnot sorgen. Vom Wassermangel ganz zu schweigen.

Das Endzeit-Szenario, das bei diesem Metro-Teil entworfen wird, geht weiter über die Metro hinaus und besitzt deshalb so viel abwechslungsreiche Gebiete und beinahe in jedem Gebäude, jedem Landabschnitt gibt es viel zu entdecken. Ich finde die Entwickler haben hier eine detailreiche Welt geschaffen, in der man sich gern mal länger aufhält als nur zur Erfüllung der nächsten Mission.

Mein Fazit zu Metro Exodus

Metro Exodus konnte mich als Singleplayer-Shooter absolut überzeugen. Erst war ich etwas skeptisch, weil es aus der Metro rausgeht und damit ist dieser Teil eigentlich kein echter Metro-Shooter mehr. Aber die Macher schaffen es storymäßig die gesamte Geschichte so grandios weiterzuerzählen, dass ich dies verzeihe. Während die vorherigen Teile doch sehr niederschlagend und düster sind, ist Metro Exodus etwas „freundlicher“, denn man ist viel bei Tageslicht unterwegs und erlebt dort zwar sehr viele Gefahren, wenig freundlich gesinnte Menschen und Schicksale, aber bei Tag ist es doch anders als in der beengten Dunkelheit der Moskauer Tunnel.

Ein bisschen blass dagegen ist Artjom belieben. Besonders im Vergleich zu den anderen Charakteren, mit denen er viel interagiert und die viel zum Storytelling beitragen, etwa Anna oder Oberst Miller, bleibt Artjom lediglich die Spielhülle, mit der man durch die Welt schreitet. Hier hätte ich ein bisschen mehr Tiefgang für den Hauptcharakter des Spiels gewünscht – zumal er in den Büchern durchaus charakterlich ausgebildet ist und auch in den vorherigen Teilen lebendiger war. Die Crew der Aurora dagegen wächst einem mit jeder Mission ein Stückchen mehr ans Herz und man trauert mit den Kamerad*innen, wenn sie einen Verlust zu beklagen haben. (Was hätte ich anders machen können, um das zu vermeiden!?)

Story und Grafik konnten mich bei Metro Exodus absolut überzeugen. Es wird nie langweilig und man hat auch ordentlich zu tun, Artjom und den Rest der Crew am Leben zu erhalten!

  • Singleplayer-Shooter, Horror-Adventure
  • Entwickler: 4A Games
  • erstmals erschienen: 2019
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https://youtu.be/3mqc8KFBeYc

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