Games-Review: Spyro Reignited Trilogy

Der kleine Drache Spyro. (© Insomniac)

Seit einiger Zeit geistert die Spyro-Trilogie in meinen Sozialen Medien umher und dieser kleine Drache Sypro sieht einfach so süß aus, dass ich irgendwann auch endlich zuschlagen musste. Und das war die absolut richtige Entscheidung. Gerade stand kein großes PS4-Spiel an und Spyro war der ideale Spielspaß für Zwischendurch. Außerdem kann man durch die drei Spiele in einem Pack richtig gut sehen, wie sich diese Spiele-Serie weiterentwickelt hat.

Die Trilogie ist das nostalgisches Remake der alten PSone Spiele aus den Jahren 1998, 1999 und 2000. Mit diesem Pack erwartet einen ein unterhaltsames und buntes Jump’n’Run-Abenteuer mit schöner Grafik.

Die drei Teile sind alle ähnlich aufgebaut. Spyro kann von Welt zu Welt zu reisen, um sein Haupt-Ziel – je nach Spiel – zu erfüllen. Dabei sammelt er Edelsteine und andere Gegenstände und entdeckt in jeder Welt einzelne Level, die er erkunden kann und bis zu 100 % ausführen kann (= alle Gegner besiegen, alle Edelsteine einsammeln, alle Drachen oder Eier finden, alle Geheimräume entdecken). Bis er am Ende dem Endgegner Auge in Auge gegenübersteht und diesen besiegt.

Die Story von Spyryo Reignited Trilogy

Im ersten Teil „Spyro – The Dragon“ muss Spyro auf Drachen-Rettungsmission gehen. Denn die erwachsenen Drachen wurden allesamt in Edelstein-Statuen verwandelt. Spyro muss sie finden und wiederbeleben und am Ende Nasty Gnoc besiegen, der die Drachen verflucht hat.

Im zweiten Teil „Spyro – Ripto’s Rage!“ landet Spyro in einer anderen Welt namens Avalar, um dort den Bewohnern gegen Ripto zu helfen, der diese Welt unterdrückt. Dazu muss er Talismane in ganz Avalar sammeln.

Und im dritten Teil „Spyro – Year of the Dragon“ muss Spyro verloren gegangene Dracheneier wiederfinden und die kleinen Drachenbabys vor der bösen Zauberin retten.

Jäger und Spyro retten einen Baby-Drachen. (© Insomniac)

Die Gegner in der Spyro Reignited Trilogy

Die Gegner variieren je nach Spielteil. Die Reignited Trilogy bietet ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Gegnern: von Echsen, über Stiere, Haie und wilde Schafsböcke hin zu den Gefolgsleuten der Hauptgegner je Teil: Gnorcs, Riptocs und Rhinoxe.

Dabei können manche Gegner durchaus herausfordernd für Spyro sein. Manche Passagen muss man deshalb häufiger spielen, was aber in Ordnung ist, da das Spiel an einer relativ fairen Stelle wieder beginnt.

  • Gnasty Gnorc: Er ist der Hauptgegner in Teil 1 „Spyro – The Dragon“ und ist ein Troll-ähnliches Wesen, das sich an den Drachen rächen will.
  • Gnorcs: Sie sind die Anhänger von Gnasty Gnorc und es gibt sie in unterschiedlichsten Farben: grün, gelb, lila. Jede Gnorc-Art hat andere Waffen und müssen deshalb je nach Art anders besiegt werden.
  • Ripto: Er ist der Hauptgegner in Teil 2 und selbst ein kleiner Drache. Er hegt einen großen Hass gegen alle anderen Drachen und ist immer in Begleitung seiner zwei Handlanger Crush und Schluck. Diese werden in Teil 2 „Spyro – Ripto’s Rage!“ zu Zwischengegnern, für die man seine Spryo-Angriffsfähigkeiten gut im Griff haben sollte.
  • Riptocs: Die Riptocs sind die Gefolgsleute von Ripto und überall in der Welt von Teil 2 zu finden. Sie haben unterschiedliche Waffen und sind deshalb auf unterschiedliche Art und Weise zu besiegen. Ähnlich wie auch die Gnorcs aus Teil 1.
  • Die Zauberin: Hauptgegnerin in Teil 3 „Spyro – Year of the Dragon“ und passioniert hinter den Dracheneiern her. Sie will die kleinen Drachenbabys für ihre eigenen bösen Zwecke verwenden.
  • Rhinoxe: Die Gefolgsleute der Zauberin, ebenfalls in unterschiedlichen Attacken bewandert.

Schwierigkeitsgrad:

Die Jump’n’Run-Trilogie von Spyro hat keinen Schwierigkeitsgrad, den man einstellen kann.

Steuerung der Spyro Reignited Trilogy

Die Steuerung von Spyro ist grundsätzlich sehr übersichtlich, da Spyro wie es eben für ein Jump’n’Run-Spiel vorgesehen ist, relativ wenige Aktionsmöglichkeiten besitzt: Feuer spucken, springen, Rammattacke. Er kann sehr schnell rennen und wenn man nicht aufpasst, dann läuft Spyro irgendwo dagegen und ist kurz benebelt, bevor es weitergeht. Besonders nervig – weil es sehr oft vorgekommen ist – ist diese Situation beim Treppen hinaufspringen, oder beim Verfolgen von bestimmten Gegnern. Denn Spyro hat auch die Möglichkeit in manchen Welten einen Hyper-Run zu machen und ist damit noch viel viel schneller unterwegs.

In den Folgeteilen ist es auch möglich Unterwasserwelten zu erforschen. Das Schwimmen von Spyro ist allerdings eine Herausforderung, da die Steuerung hier so sensibel ist, dass man ihn nicht gut lenken kann. Deshalb fand ich die Unterwasserwelten – obwohl sie eine Abwechslung bieten, doch eher störend, weil man hier nicht so gut agieren kann, wie man es sich wünschen würde.

Außerdem gibt es Sonderlevel, in denen Spyro seine Fähigkeiten im Flug oder mit dem Skateboard beweisen kann. Diese sind zum Teil sehr herausfordernd, machen aber auch Spaß (ich hatte zumindest nicht den Ansporn sie 100%ig zu absolvieren, sondern habe sie zwischendurch einfach so gerne gespielt).

Die Ausrüstung: Waffen

Mit jedem Teil der Reihe lernt Spyro weitere Fähigkeiten kennen. Am Anfang kann er lediglich Feuer spuken, mit seinen Hörnern eine Rammattacke ausführen und gleiten. Die nachfolgenden Teile erweitern dann Spyros Können: So lernt er richtig fliegen und kann mit einem Sprung auch Kisten und andere Dinge öffnen oder lernt Schwimmen und Tauchen, um so neue Gebiete zu entdecken. Er kann Feuer spucken und diese feurigen Flammen auch später in Eisflammen verwandeln.

Darüber hinaus wechselt man in Teil 3 auch mal die Perspektive, denn es gibt Gebiete, die Spyro nicht erkunden kann. Stattdessen schlüpft man dann in die Rolle von Känguru Sheila, Pinguin Sgt. Byrd, Yeti Bently oder vom Affen Agent 9. Diese neuen Charaktere haben auch alle spezielle Fähigkeiten, die in das Spiel nochmal ganz neuen Schwung bringen und mir hat es viel Spaß gemacht, sie zur Abwechslung zu spielen.

Känguru Sheila auf Rettungsmission. (© Insomniac)

Der Kampf

Spyro ist nie alleine unterwegs. Ihm zur Seite steht die Libelle Sparx begleitet, die man immer mit Schmetterlingen füttern muss, damit sie gestärkt ist und Spyros Lebensenergie steigert. Es gibt eine Vielzahl an Gegnern, die alle unterschiedlich an Waffen ausgestattet sind. Deshalb muss Spyro für jeden Gegnertyp erst herausfinden, ob Rammattacke oder Feuer am besten sind. Manche dieser Gegner sind tatsächlich richtig herausfordernd, besonders wenn sie in Gruppen auftauchen.

Hier ist dann ein bisschen Taktik erforderlich, um die Gegner besiegen zu können. Aber an sich sind diese Kämpfe alle machbar. Vielmehr liegt die Herausforderung in der Spyro-Trilogy bei den gewitzten Mannövern aus schnell rennen, fliegen, gleiten und das innerhalb einer bestimmten Zeit, um so ein geheimes Gebiet erkunden zu können. Ich gebe zu, das eine oder andere Gebiet, habe ich einfach so belassen und bin zum nächsten Level gehüpft. Will man hier überall 100 % erlangen, hat man doch ein bisschen was zu tun!

Die Grafik von Spyro Reignited Trilogy

Die Grafik der „Reignited Trilogy“ von Spyro kann sich sehen lassen. Sowohl die Welten als auch die einzelnen Charaktere. Die wichtigen Charaktere der drei Teile sind relativ übersichtlich aber auch die ganzen Nebencharaktere fand ich toll aufgestellt und haben mir viel Freude bereitet. Richtig tiefgründig von ihnen ist keiner, aber sie sind einfach richtig süß.

Bei den Drachen, die gerettet werden, kamen dann zwar doch durchaus irgendwann Wiederholungen, aber das ist nicht weiter ins Gewicht gefallen. Jedes Level ist anders und es gibt viel zu entdecken: von grünen Wiesen, über Unterwasserwelten, bis hin zu Sumpfgebieten und Wüstenlandschaften oder Eisgebieten. Jede Welt und jedes Level bietet etwas Neues zu sehen.

Ein geretteter Drache aus Teil 1 „Spyro – The Dragon“. (© Insomniac)

Mein Fazit zur Spyro Reignited Trilogy

Das Remake von Spyro ist ein gelungener Spielspaß. Mir hat es viel Freude bereitet die einzelnen Level zu absolvieren und zum Teil auch bis zu den 100 % abzuschließen. Damit ist man doch eine Weile beschäftigt, vor allem, wenn bestimmte Level auch Geheimorte haben, die man nicht ohne Weiteres besuchen kann. Manche dieser Level muss man mehrmals besuchen, weil man manche Fähigkeiten erst im Verlauf des Spiels lernt, was dann doch verwirrend sein kann, weil man keinen absoluten Überblick über die einzelnen Level und ihre Punktestände hat. D.h. man muss jedes Level betreten, um zu sehen, ob noch Bereiche offen sind. Den Überblick kann man hier leicht verlieren, aber wer systematisch an die Sache rangeht, kann sicherlich jedes Level vervollständigen.

Spyro The Reignited Trilogy ist ein echter Spielspaß zum Zeitvertreib und für Zwischendurch. Es gibt viel zu sehen und die Level unterscheiden sich vom Schwierigkeitsgrad her, sodass auch immer wieder echte Herausforderungen auf den/die Spieler*in warten.

  • Action-Adventure, Jump’n’Run
  • Entwickler: Insomniac
  • erschienen: 2018
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https://youtu.be/XLjeOBDYgeA

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