Rezension | Handeland, Lori: Wolfsgesang

Details:

Originaltitel: Hunter’s Moon
Genre: Fantasy
Reihe: Night Creature
Band innerhalb der Reihe: 2
Gattung: Roman
Verlag: LYX ( 2008 )
Seiten: 382

Klappentext: Leigh Tyler hegte große Zukunftspläne – bis ein Werwolf alle Menschen umbrachte, die sie liebte. Seitdem kennt sie nur noch ein Ziel: Rache. Eines Tages wird Leigh als Mitglied einer Organisation von Werwolfjägern nach Wisconsin gerufen. Ein Werwolf tötet dort gegen jede Regel seine Artgenossen. Während ihrer Mission begegnet Leigh dem verführerischen Damien Fitzgerald – doch sie hat sich geschworen, nie wieder einen Mann in ihr Leben zu lassen.

Inhalt und Aufbau: Der zweite Band spielt ein paar Monate nach dem ersten Band. Jessie McQuade und William Cadotte verfolgen ihren ersten Fall in Crow Valley, einem verschlafenen Städtchen mit geschätzten 400 Einwohnern. Zu ihrer Unterstützung eilt Leigh Tyler, Protagonistin des Buches und erfahrene Werwolfjägerin.

Leigh Tyler arbeitet seit ca. zwei Jahren für Mandenauers Spezialeinheit und ihr einziges Ziel ist Rache, denn ein Werwolft tötete ihre gesamte Familie. In Crow Valley soll sie nun Jessie zu einer ebenso guten „Jägersucherin“ ausbilden, doch die Frauen sind sich anfangs überhaupt nicht sympathisch. Dort tötet ein unbekannter Werwolf seine Artgenossen und nicht nur das, er frisst sie sogar. Damit hebt er sich von den arttypischen Gewohnheiten der Werwölfe ab. Wie es scheint, handelt es sich bei diesem Werwolf um genau denselben, der damals Leighs Familie getötet hat.

Neben den mysteriösen Werwolffällen begegnet Leigh aber noch einem fremden Mann, der sieh anzieht: Damien Fitzgerald. Er scheint nicht nur geheimnisvoll, sondern auch über seine Vergangenheit lässt sich nichts feststellen. Das einzige, was Leigh weiß, ist, dass sie sich – das erste mal seit zwei Jahren, als ihre Familie getötet wurde – zu einem Mann hingezogen fühlt und nicht dagegen ankommen kann. Den Gedanken daran, dass Damien vielleicht auch ein Werwolf sein könnte, versucht sie mit aller Kraft zu verdrängen.

Meine Meinung:

Nachdem der erste Band, sowohl sprachlich als auch inhaltlich, sehr enttäuschend war, hat mich der zweite Band aus der Night-Creature-Reihe doch sehr überrascht. Ganz abgesehen von der eher schlechteren Übersetzung (siehe das Zitat, vor diesem Eintrag in meinem Blog),die auch in diesem Band keine Höchstleistungen bringt.

„Wolfsgesang“ bietet schon allein bei der neuen Besetzung seiner Protagonistin weit mehr an. Leigh Tyler ist von Anfang an sympathischer, auch wenn sie eine Mir-ist-alles-egal-Einstellung hat, die sie anfangs auch noch ziemlich gut durchzieht. Aber auch Jessie McQuade, Protagonistin aus dem ersten Band, wirkt viel sympathischer und ist kaum noch mit der Person aus dem ersten Buch zu vergleichen. Besonders unterhaltsam sind die Sticheleien zwischen beiden Frauen, die sich immer näher kommen und Gemeinsamkeiten entdecken, die sie zusammenschweißen.

Die sprachlichen Mittel, welche Lori Handeland benutzt, sind nicht mehr so Haare raufend wie in Band 1, sondern schmiegen sich – für das Niveau des Buches – passend ein. Die Romanze zwischen Leigh und Damien ist etwas in den Hintergrund geschoben, dafür steht mehr Spannung und inhaltliche Verbindungen im Vordergrund. Daher 3 ½ von 5 möglichen Sternen.

Ein Kommentar

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