Rezension | Hohlbein, Wolfgang: Am Abgrund (Die Chronik der Unsterblichen – 1)

Details:

Originaltitel: Am Abgrund
Genre: Fantasy
Reihe: Die Chronik der Unsterblichen
Band innerhalb der Reihe: 1
Gattung: Roman
Verlag: Ullstein ( 2008 )
Seiten: 359

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Nachdem ich doch so gerne Vampirromane lese und in letzter Zeit so viel – ja man kann’s nicht anders sagen – Schrott auf dem Buchmarkt zu finden ist, musste ich eben doch auf Hohlbein zurückgreifen, auch wenn er mich bisher überhaupt nicht interessiert hat.

Klappentext: Transsilvanien im 15. Jahrhundert: Der junge Frederic überlebt als einziger das grauenhafte Massaker, das die Inquisition in seinem Heimatdorf anrichtet. Der Schwertkämpfer Andrej, dem die heimtückische Tat einzig und allein galt, sucht den Jungen auf und nimmt ihn mit auf die Jagd nach den Mördern. Doch schon bald hegt Frederic einen furchtbaren Verdacht: Ist dieser Mann, der fast unbeschadet durchs Feuer gehen kann und schwerste Verletzungen mühelos übersteht, etwa mit dem Teufel im Bunde?

Inhalt und Aufbau: Der Einstiegsband in „Die Chronik der Unsterblichen“ beginnt mit Andrej, einer Art Ritter der in seine Heimat – dem Borsã-Tal – zurückkehrt, aus der er vertrieben wurde. Allerdings findet er dort nur noch Frederic, einen Jungen, einen alten Bekannten, gefoltert und ans Bett genagelt, und einen Berg von Leichen. Gemeinsam machen sich Andrej und Frederic auf die Suche nach den Missetätern, die außerdem noch einen Teil der Menschen aus dem Dorf gefangen genommen haben.

Die Reise hält weit mehr Gefahren für sie bereit, als sie gedacht haben, denn die goldenen Ritter sind starke Gegner und selbst der Inquisitor und der Herzog sind nicht zu unterschätzen.

Meine Meinung:

Der Einstieg in das Buch war für mich nicht ganz einfach, da es mich nicht richtig fesseln konnte. Die Handlung spielt ja im 15. Jahrhundert und die Einführung des Protagonisten fand ich nicht sehr gelungen. Ich konnte keine Beziehung zu ihm aufbauen und auch im weiteren Verlauf des Buches fand ich die Charakterzüge der einzelnen Personen mehr als oberflächlich. Die Handlung ist, meiner Meinung nach, teilweise eine bloße Aneinanderreihung von Ereignissen. Warum genau die einzige Frau im Buch, Maria, sich grundlos an Andrej ranmacht, obwohl sie ihn erst an jenem Tag zum ersten Mal begegnet ist? Fraglich! Das Innenleben des Protagonisten wird dem Leser zwar hier und da eröffnet, aber auch nur unzureichend. Ich konnte mich keineswegs mit ihm identifizieren oder seine Gedankengänge nachvollziehen. Es wird zwar einiges aus seiner Vergangenheit aufgeklärt, aber leider nicht ausreichend genug, um ein strukturiertes, zusammenhängendes Bild zu ergeben.

Noch zu erwähnen bleibt, dass sich meine Erwartungen leider nicht erfüllt haben. Gekauft habe ich das Buch, weil ich einen VAMPIR-Roman lesen wollte, stattdessen lese ich eine Geschichte über einen dummen Helden, der von nichts und niemandem eine Ahnung hat und dem erst am Schluss klar wird, was eigentlich mit ihm los ist. Immerhin ist er dann endlich ein Vampir. Daher 2 von 5 möglichen Sternen.

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