Rezension | Holland, Jack: Misogyny – The World’s Oldest Prejudice

Details:

Deutscher Titel: Misogynie: Die Geschichte des Frauenhasses
Genre: Fachbuch; Geschichte
Reihe: –
Gattung: Sachbuch
Verlag: Running Press ( 2007 )
Seiten: 286

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Die Vorlesung, die ich dieses Semester an der Uni besuche handelt von Frauen und deren Geschichte, speziell natürlich in der Literatur. Dort hat eine Kommilitonin von diesem Buch gesprochen, was mich sehr neugierig gemacht hat.

Klappentext: In this powerful book, the highly respected writer and commentator Jack Holland sets out to answer a daunting question: how do you explain the oppression and brutalization of half the world’s population by the other half, throughout history?

The result takes the reader on an eye-opening journey through centuries, continents and civilizations as it looks at both historical and contemporary attitudes to women. Holland’s spotlight falls impartially on the Church, witch-hunts, sexual theory, Nazism and pro-life campaigners and on today’s developing world, where women are increasingly and disproportionately at risk because of radicalized religious belief, famine, war and disease. Well-informed and researched, highly readable and often entertaining, this is no outmoded feminist polemic, but a refreshingly straightforward investigation into an ancient, pervasive and enduring injustice. It deals with the fundamentals of human existence – sex, love, violence – that have always shaped our lives.

Holland reaches the conclusion that it is more than time to recognize that the treatment of women amounts to an abuse of human rights on an unthinkable scale. This important and timely book will make a long-lasting contribution to the effects to improve those rights for future generations.

Inhalt und Aufbau: Jack Holland beschreibt in seinem Buch „Misogyny“, die Geschichte des Frauenhasses, genauer, den Hass auf Frauen. Wann verzeichnen sich die ersten Hinweise auf den Hass gegen die Frauen? Ist die Erbsünde an allem Schuld?

Der Autor erläutert, dass die Anfänge wohl in der griechischen Mythologie zu suchen sind. Weit vor Christi Geburt, als Pandora dem Menschen alles Üble brachte:

»From her comes all the race of womankind
The deadly female race and tribe of wives
Who live the mortal men and bring them harm.«

Einen Querschnitt durch die Geschichte bedeutet für Jack Holland nicht nur eine Zeitliche Ausbreitung des Frauenhasses, sondern ebenso eine religiöse Untersuchung. Er beginnt bei den Griechen und deren Götterwelt, hin zu den Juden und dem christlichen System, welches mit der Scham vor Sexualität einhergeht und einen neue destruktive Dimension der Misogynie.

Meine Meinung:

Misogyny ist mein erstes Sachbuch, das ich auf Englisch gelesen habe und ich muss sagen es hat mich erstaunt wie viel ich auch ohne Wörterbuch verstanden habe. Ganz klar, einige Begriffe musste ich nachschlagen, da es allein aus dem Kontext nicht ganz so schlüssig bzw. die genaue Intension des Textes nur mit dem passenden Wort verständlich war.

Darüber hinaus ist dieses Buch ein kleiner Wissensschatz und ich bin froh es gekauft zu haben. Jack Holland erklärt wunderbar, wie und warum es dazu kam, dass es auch in der heutigen Zeit noch einen so großen Hass auf Frauen gibt. Er beschreibt bekannte Mythen und Legenden, die schon 800 Jahre vor Christus, die die Frau zu etwas Schwachem und „Bösem“ erklärten. Holland verknüpft den Hass gegen Frauen auch mit dem Aufkommen der Demokratie – was ich besonders interessant fand – die Gleichberechtigung, wie es sie in der heutigen Form gibt, wurde damals nicht praktiziert, vielmehr wurde die Frau teilweise sogar gefürchtet (Amazonen) und deshalb durch das Familienoberhaupt – den Vater – bevormundet.

Das Buch ist zwar schön gegliedert, dennoch empfand ich die Länge der Kapitel sehr anstrengend und in einer fremden Sprache auch etwas unübersichtlich. Wer außerdem nicht viel für Geschichte übrig hat, der wird sich mit diesem Buch sicher nicht leicht tun, da gut 2/3 des Buches historisch aufgebaut ist. Daher 4 von 5 möglichen Sternen.

2 Kommentare

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