[Kurzrezension] Mantel, Hilary: Die Ermordung Margaret Thatchers

Details:
Autorin: Hilary Mantel | Originaltitel: The Assassination of Margaret Thatcher | Genre: Gegenwartsliteratur | Reihe: – | Gattung: Erzählungen | Verlag: DuMont Buchverlag ( 2014 ) | Seiten: 158

Hilary Mantel: Die Ermordung Margaret ThatchersEigentlich lese ich selten Erzählungen oder Kurzgeschichten. Das liegt daran, dass ich bei solchen „Ausschnitten“ häufig das Gefühl habe, eine Geschichte anzureißen und dann unbefriedigt am Ende ankomme. Doch Hilary Mantels Erzählungen sind wahre Kunstwerke, die man sich als Leser nicht entgehen lassen sollte. Jede ihrer 10 Erzählungen hat mich gepackt, in ihren Bann gezogen und gar nicht mehr losgelassen.

Mantel beschreibt bewegende Situationen im Leben, erzählt von einschneidenden Ereignissen in der Kindheit oder im erwachsenen Alter. Sie zeichnet so faszinierende und lebendig wirkende Figuren, dass man sie vor sich erblickt, mit ihnen fiebert, sie verstehen kann und berührt wird, von ihren Geschichten.

Diese Geschichten sind von kurioser Natur und mit Aussagen von Menschen bestückt, über die man lachen möchte. Aber genauso können ihre Geschichten unfassbar sein. Eine dunkle Ahnung mischt sich in die Geschichte, verfolgt die Figuren darin und der Leser weiß: nicht umsonst. Menschliche Grausamkeit zeigt sie ebenso wie kindliche Hilflosigkeit. Hilary Mantel schreckt auch nicht vor ernsten Themen zurück. Sie schreibt aus dem Leben und über das Leben und zwar auf so eindrückliche Weise, dass ich nur bewundernd aufschauen kann. So wenig Text, so aussagekräftige Worte und so ausgewählte Geschichten findet man in „Die Ermordung Margaret Thatchers“.

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