[Lese-Eindruck] Wahre Geschichten von Margaret Atwood

Klappentext:

Postkartentexte, Hotelnachtgedanken, Gedichte zum Winteranfang und zum Sonnenuntergang: Margaret Atwoods Gedichte sind – wie ihre Romane – stark auf den weiblichen Alltag und das weibliche Erleben bezogen. In ihnen zeigt sie auf eindrückliche Weise, daß man den bitteren Wahrheiten dieser Welt durchaus ins Auge schauen kann, wenn auch manchmal nur unter Tränen, da es immer noch die rettende Möglichkeit der Liebe gibt –, einer Liebe, die, ohne zu fordern, über den anderen wacht. So macht sich die Autorin mit tiefem Ernst, eindringlich und doch zart, mit dem Gefühl der Fremdheit im Herzen auf die Suche nach Vertrautem und gestaltet in ihrer Lyrik das Erleben dieses einen Gefühls aus, welches ihr und uns allen lebenswichtig ist: die Liebe.

Selten befasse ich mich mit Gedichten, denn schon in der Schule fand ich es schrecklich solche zu interpretieren und das hat sich auch in meinem Studium gezeigt: Ein Lyrikseminar und das war’s. Wenn ich mich mit Gedichten beschäftige, dann lasse ich mich lieber von der Metrik dahintragen und möchte nicht jedes Wort und seine Ambiguitäten untersuchen, ja, hinterfragen.

Margaret Atwoods Gedichte aber sind anders. Sie sind vielmehr kleine Geschichten – wie der Titel schon vermuten lässt – Auszüge aus den Leben von Menschen, oftmals von Frauen. Gedanken für einen Moment, der nie wieder kommt. Manche sind grausam, lassen einem einen Schauer über den Rücken laufen. Sprechen vom Krieg, von Gewalt, von Opfern. Sie betrüben den Leser, weil der Inhalt ihrer ohne viel Aufhebens direkt beim Rezipienten ankommen. Aussagekräftige Gedichte über Alltag, über Nicht-Alltägliches, über Liebe, Schmerz und Leid, über das Leben.

Margaret Atwood | Wahre Geschichten | Gedichte | Claassen | 105 Seiten

Ein Kommentar

  1. Ich habe es ja absolut nicht mit Lyrik. Ich glaube man hat mir das in der Schule damals verleidet. Ich habe diese Interpretationen gehasst. Vor allem die Metrik.
    Seit diesen Zeiten halte ich mich von Gedichten fern und ich glaube auch, dass mein Hirn nicht darauf ausgelegt ist die Sprache der Lyrik zu verstehen.

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