[Literaturverfilmung] Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1

Autor: J.K. Rowling

Buchvorlage: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7)

Regisseur: David Yates

Darsteller: Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Tom Felton, Ralph Fiennes u.v.m.

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Am Mittwoch hatte ich das Vergnügen als eine der ersten Menschen (höhö) endlich den Auftakt zum großen Harry Potter Finale zu sehen. Wer jetzt glaubt es folgt eine detaillierte und argumentativ großartige Filmkritik, der täuscht sich, denn ich bin so hin und weg, dass ich selbst nach 2x schlafen nur sagen kann, dass der Film einfach G_E_N_I_A_L ist!

Schon die ersten zwei Minuten waren unglaublich. Das Kino wird dunkel und das riesige Warner Browers Symbol erscheint – angerostet, bedrohlich, auf das Schlimmste vorbereitend. Dann ganz leise die bekannte Harry Potter Melodie und sofort wird man in die düstere Stimmung des Filmes hineingezogen.

Story

Das siebte Schuljahr bricht für Harry Potter an, doch er und seine Freunde Ron und Hermine werden nicht nach Hogwarts zurückkehren, denn Lord Voldemort, der Dunkle Lord, wie er von seinen Anhängern – den Todessern – genannt wird, macht Jagd auf ihn. Albus Dumbledore, einer der größten Magier aller Zeiten und ehemaliger Schulleiter von Hogwarts ist tot und nun ist es an Harry die restlichen Horkruxe zu finden und zu vernichten. Doch Voldemort ist nicht tatenlos. Er schart seine Handlanger um sich, übernimmt das Zaubereinministerium und säubert die Zaubererwelt von allen Schlammblütern – den Magiern und Hexen, die nicht aus Zaubererfamilien stammen.

Er versetzt alle in Angst und Schrecken, bedroht, mordet und versucht seine Macht von einst zurückzuerlangen. Er entführt Freunde und Verwandte, um so eine Kooperation seiner Feinde zu erzwingen, um das zu vollenden, was ihm damals nicht gelungen ist: Harry Potter zu töten …

Meinung

Der erste Teil des Finales war wirklich atemberaubend, denn der Film konnte die Verzweiflung und Ratlosigkeit, denen die drei Protagonisten ausgesetzt sind einfangen. Wo sollen sie nur die Suche nach den Horkruxen beginnen, wenn diese doch in jedem beliebigen Gegenstand versteckt sein können? Während die drei sich in entlegenen Winkeln, in Wäldern, auf Bergen verstecken, könnte jederzeit einer ihrer Freunde von Voldemort und seinen Leuten gefoltert oder gar getötet werden. Ron hört ständig Radio und hofft – ja betet innerlich dafür – dass kein Name seiner Familie bei den vermissten Hexen und Zauberern genannt wird. Er ist hin- und hergerissen zwischen der Loyalität zu Harry und der Sorge um seine Familie.

Es ist eine traurige Stimmung, die der Film vermittelt, denn die Freunde befinden sich im Ausnahmezustand. Ein Horkrux ist bereits in ihrem Besitz, doch dessen bösartige Kraft macht sich bemerkbar und obwohl die drei sich das Tragen des Medaillons teilen, hat er auf jeden von ihnen negative Auswirkungen. Sie wissen nicht, wie sie diesen Gegenstand, in dem ein Teil von Voldemorts Seele verborgen ist, zerstören können. Die Monate vergehen und nur kleine Fortschritte zeichnen sich ab, die nicht wirklich Zufriedenheit unter den dreien schaffen.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 1) ist ein ruhiger Film. Zwar beginnt er ziemlich actionreich, als Harry aus dem Haus der Dursleys in Sicherheit gebracht werden soll. Denn ein Verräter ist unter ihnen und somit war Voldemort über die Rettungsaktion informiert. Ein Kampf entflammt, den nicht jeder überlebt. Diese Action lässt allerdings im Verlauf des Filmes nach, denn im Vordergrund stehen Harry, Ron und Hermine. Ihre Ratlosigkeit. Ihre Einsamkeit. Ihre Verzweiflung. Unterstrichen wird dies durch die wunderschönen Landschaftsaufnahmen, den ruhigen Dialogen, den Auseinandersetzungen oder den kleinen – ja kindischen –Dingen, denen sie sich hingeben, um etwas Freude zu genießen in einer trostlosen Welt.

Mehr als einmal möchte man weinen, wenn Freunde sterben, die seit Beginn der Reihe dabei waren und einem an’s Herz gewachsen sind. Freund, die Harry begleitet, ihn unterstützt und ihm sogar das Leben gerettet haben. Auch wenn ich anfangs skeptisch war, dass der siebte Band in zwei Filmen gezeigt werden sollte, bin ich jetzt umso erfreuter darüber, denn es hat sich wirklich gelohnt. Die Filmemacher haben so viel umgesetzt und sich auch bei Kleinigkeiten große Mühe gegeben, wie Hermines Erzählung über die drei Brüder, die den Tod überlisten.

10 Kommentare

  1. Hach. Wenns klappt seh ich den Film noch nächste Woche. Ich bin so gespannt, auch wenn ich weiß, dass ich so viel weinen werde. Wenn ich schon beim Buch anfange zu flennen dann will das was heißen (demnach dürfte Lucian nie verfilmt werden, denn danach wäre ich ein Wrack).
    Ich bin so neiiiiiidiiiiisch und ich will auch mitreden können ^^

  2. Ich hab ihn mittlerweile schon 2x gesehen… 😳
    Und ich bin sooo überglücklich, dass der erste Teil meines Lieblings-Potters so toll verfilmt wurde. War die ganze Zeit nur am heulen, lachen und schreien. Toll! :herzliebe:

  3. Ich bin mit gemischten Gefühlen aus dem Kinosaal gegangen gestern, aber deine Worte haben mich jetzt überzeugt, dass der Film doch besser ist, als ich ihm zugestehen wollte.
    Danke dir.
    Ich glaube, ich gehe ihn mir unter diesen Vorzeichen nochmals ansehen.

    Gruss Vega

  4. Also ich muss sagen, dass es dem Film irgendwie an Spannung gefehlt hat. So einen richtigen Höhepunkt gab es nicht. Zu wenig Action irgendwie… aber na ja, der wirkliche Showdown ist ja dann im zweiten Teil. Darauf bin ich sehr gespannt.

  5. @ Pero: Das stimmt, der Showdown hat gefehlt, was aber auch logisch ist, da das Buch ja geteilt wurde und der eben erst in Teil 2 kommt!

    @ Miss Bookiverse: Na die Hermine ist das. ^^

  6. Ja, ich hab das Bild verkleinert, wenn du im Internet nach Harry Potter Postern suchst, dann findest du es auch in Groß und da erkennt man Hermine ganz deutlich. 🙂

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