[Literaturverfilmung] The Fault in our stars (Das Schicksal ist ein mieser Verräter)

Buchvorlage: The Fault in our Stars von John Green
Regisseur: Josh Boone
Darsteller: Shailene Woodley | Ansel Egort | Nat Wolff | Laura Dern | Sam Trammell | Willem Dafoe

Ich muss es gleich zu Anfang sagen, ohne viel Brimborium: Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist eine der besten Buchverfilmungen, die ich je gesehen habe.

The Fault in our stars erzählt vom Leben und den Momenten, der Zeit, die einem jeden einzelnen von uns gegeben ist. Es ist keine bloße Krebsgeschichte Jugendlicher, die ein gemeinsames Leid teilen, sondern eine Momentaufnahme im Leben von Menschen, die vom Leben gezeichnet sind. Der Film hat – genau wie das Buch – nicht nur zu Tränen gerührt, weil es eine traurige Geschichte ist, sondern ebenso, weil es eine lustige Geschichte ist. Voller Momente, die Witz und Charme versprühen, kleine Augenblicke im Leben der beiden Protagonisten, die aus der Zeit herausgerissen die Sekunde des Geschehens feiern.

Aber nicht nur die Story wurde toll umgesetzt, sondern auch das schauspielerische Talent der Darsteller ist hervorzuheben. So konnte mich Shailene Woodley voll überzeugen. Ihre Mimik und Ausdruckskraft haben so viele Emotionen transportiert. Die Angst, die Trauer, die Hoffnungslosigkeit, aber gleichzeitig auch die Stärke und der Mut von Hazel Grace Lancaster sind bis zum Zuschauer durchgedrungen. Sie hat ausdrucksstarke Augen, die einen anblicken und dabei eine Geschichte mitteilen – ein Blick sagt mehr als tausend Worte – das gilt für diese talentierte Schauspielerin. Sie bewegt sich zwischen einem zerbrechlichen Mädchen, einer starken Kämpferin und dem Wissen, dass sie den Kampf eigentlich nur verlieren kann. Zahlreiche Facetten zeigt sie uns dadurch in ihrer Rolle als Hazel.

Ansel Egort war ebenso grandios. Er verkörpert Augustus Waters mit einer Energie. Einen jungen Mann, der zwischen Metapher – der Zigarette, die den Tod bedeutet, dem er keine Macht schenken will – und einer Unbesonnenheit, die ihn zu einem ganz normalen jungen Mann werden lässt. Das Zusammenspiel zwischen Lebendigkeit, dem Wunsch nicht vergessen zu werden und der Krebserkrankung, die ihm ein Bein gekostet hat, meistert er ohne Weiteres. Und nicht zuletzt stimmt die Chemie zwischen den beiden Darstellern auf jeden Fall.

Und Kritik? Keine echte kann ich hier anführen. Lediglich eine Beobachtung, denn der Film zeigt – im Gegensatz zum Buch – die Veränderung von Gus (wer das Buch kennt, weiß sicherlich wovon ich rede) wird nicht bis ins letzte Detail dargestellt, sondern nur andeutungsweise auf die Leinwand projiziert. Für mich haben die Filmemacher hier aber genau das richtige Maß gefunden, denn manches muss in einem Film, das hauptsächlich Jugendliche anspricht, nicht gezeigt werden. Manch einer sieht hierin vielleicht eine Kritik, ich kann nur das wiederholen: diese Buchverfilmung war großartig und gerade suche ich noch nach einem passenden Äquivalent.

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