Meine Top-Bücher 2008

Die Himmelsstürmerin von Rebiya Kadeer

Eine Biographie ohnegleichen. Rebiya Kadeer beschreibt ergreifend und mitfühlend über ihre Vergangenheit, über ihre Zwangsheirat, ihre Scheidung und die Versorgung ihrer Kinder, über ihren Kampf gegen die chinesischen Besetzer. Sie erzählt von ihrem Weg von einer einfachen Wäscherin hin zur chinesischen Staatsfeindin Nr. 1. Heute lebt Rebiya Kadeer mit ihrem Mann in den USA, doch viele ihrer Kinder sind immer noch in China und bekommen die Konsequenzen zu spüren, wenn sich Rebiya gegen das chinesische Regime wendet, um für ihr Volk Freiheit und Frieden zu erlangen.

His dark Materials von Philip Pullman

Im Kino habe ich „Der goldene Kompass“ gesehen und dadurch mich endlich auch durchgerungen die Trilogie von Philip Pullman zu lesen. Allein die Idee eines Dämons, der Seele eines Menschen, der einen sein ganzes Leben lang begleitet, mit einem spricht und für einen da ist, ist faszinierend. Lyras Oxford in einer Parallelwelt hat genauso viel Faszination, wie die Abenteuer, die sie auch in anderen Welten erlebt. Pullmans Trilogie ist kein Kinderbuch, sondern führt zeigt auch grauenhafte Seiten der menschlichen Existenz auf, ein Kampf um Macht fordert viele Opfer.

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  • Der goldene Kompass
  • Das magische Messer
  • Das Bernstein-Teleskop

Extrem laut und unglaublich nach von Jonathan Safran Foer

Ein verwirrendes Buch, das dem Leser Schritt für Schritt die Verknüpfungen der Personen und der verschiedenen Geschichten vor Augen führt. Es besitzt eine Tiefgründigkeit, die ich bei noch nicht vielen Büchern gefunden habe. Den kleinen Oskar Schell gewinnt man schnell lieb und begibt sich mit ihm auf eine geheimnisvolle Suche durch New York, bei dem noch das ein oder andere Familiengeheimnis ans Tageslicht tritt.

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Chroniken der Unterwelten von Cassandra Clare

Die ersten beiden Bände aus Cassandra Clares Chronik haben mich begeistert. Sie erschafft aus New York City nicht nur eine mystische und dunkle Metropole, sondern gestaltet ihre Charaktere so lebendig, dass man jeden einzelnen Gedanken, jede einzelne Tat nachvollziehen kann. Die Schattenjäger kämpfen gegen Dämonen, Vampire und Werwölfe, verbünden sich auch mit einigen von ihnen, um gegen einen noch viel größeren Feind standhalten zu können, der ihnen dafür umso näher steht. Ein ehemaliger Schattenjäger, der die Welt von allen Dämonen befreien will, was nur dann zu erreichen ist, wenn er den Rat der Schattenjäger vernichtet.

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  • City of Bones
  • City of Ashes
  • Hörbücher: City of Bones und City of Ashes

Nijura. Das Erbe der Elfenkrone von Jenny-Mai Nuyen

Ein Buch, das mich schon nach den ersten Sätzen gefesselt hat. Jenny-Mai Nuyen versteht es ihre Leser in den Bann zu ziehen, hinein in ihre eigene phantastische Welt. Sie hält immer wieder eine Überraschung bereit und nichts ist vorhersehbar. Jeder kann zum Verräter werden und jeder kann wieder auf die Seite der Guten wechseln. Die Charaktere entwickeln sich im Laufe des Buches. Sie stagnieren nicht, sondern verändern sich mit jeder Prüfung, die sie im Buch auferlegt bekommen.

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Die Bücherdiebin von Markus Zusak

Das Buch erzählt aus der Perspektive des Todes, eine einerseits faszinierende, andererseits erschreckende Sichtweise. Er berichtet über Liesel Meminger, deren Bruder auf der Zugfahrt zu ihren Pflegeltern stirbt. Ihre erste Begegnung mit dem Tod. Liesel wird zur Bücherdiebin, als sie auf der Beerdigung ihres Bruders ist, in einem ihr unbekannten Dorf. Bei ihren Pflegeltern verbindet sie besonders eine innige Beziehung zu ihrem Papa, der ihr das Lesen beibringt. Als ein Jude zu ihnen kommt, den sie verstecken, verändert sich Liesels Leben. Sie erkennt, dass etwas falsch läuft in Deutschland und auch der Tod empfindet die Zeit als sehr „arbeitsintensiv“. Ein packendes Buch, das mich am Ende sehr berührt hat und über das ich – auch wenn ich es gerade nicht gelesen habe – sehr viel nachgedacht habe.

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Nocturna. Die Nacht der gestohlenen Schatten von Jenny-Mai Nuyen

Diesmal ist die Welt, in die uns Jenny-Mai Nuyen entführt, nicht ganz so phantastisch wie bei Nijura, aber dennoch faszinierend. Ein Räubereck, welches aus einem ausgeklügelten Tunnelsystem besteht, Dichter, die die Erinnerungen und manchmal sogar das ganze Leben aus Kindern herausschreiben, um es zu veröffentlichen. Man nennt sie Motten, Menschen mit ganz bestimmten Fähigkeiten. Aber nicht alle Motten sind böse, doch es ist schwer zu unterscheiden, wer auf welcher Seite steht und ob wirklich die eine nur dem Guten zugeordnet werden kann? Sehr lesenswert!

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Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery

Zwei Personen die wohl nicht unterschiedlicher sein könnten: Paloma und Reneé. Unterschiedliche soziale Schichten, die eine 12, die andere 54. Eine reich, die andere arm. Aber dennoch haben die beiden so viel gemeinsam. Sie sind intelligent und legen viel wert auf Bildung. Sie sind ihrer Umwelt überlegen, aber dennoch nicht ganz glücklich mit ihrem Leben. Eine philosophische Welle und eine Hommage an die Literatur.

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