Rezension | Nuyen, Jenny-Mai: Rabenmond – Der magische Bund

Details:

Originaltitel: Rabenmond – Der magische Bund
Genre: Fantasy
Reihe: –
Gattung: Roman
Verlag: cbt ( 2008 )
Seiten:512

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Nachdem ich schon von mehreren Seiten gehört habe, dass die Bücher von Jenny-Mai Nuyen einfach nur toll sein sollen und ich mich davon schon bei zwei Büchern, nämlich Nocturna und Nijura, überzeugen konnte, wollte ich natürlich auch noch alle anderen von dieser Autorin haben.

Klappentext: Saffa schob die Büsche zur Seite. Über Mion senkte sich ein Schleier pulsierenden Grauens. Unter den Büschen lag kein Fuchs. Es war kein Tier. Starr vor Entsetzen blickten sie auf einen Jungen hinab.

Seit sich die Tyrannen von Wynter der dunklen Magie des Rabenmondes bedienen, können sie die Gestalt von Tieren annehmen und sind unsterblich. Ihre grausame Herrschaft scheint für die Ewigkeit – bis Lyrian, der Thronfolger, sein Herz an das Ruinenmädchen Mion verliert. Denn Mion ist gekommen, das Schicksal der Welt zu verändern…

Inhalt und Aufbau: Mion und ihre Freunde Saffa und Kajan leben in den Ruinen in der Nähe von Wynter. Die Menschen dort werden vom Hohen Volk – den Drachen, die in Wynter leben – beherrscht und unterdrückt. Die drei Freunde trauen sich eines Abends in den Wald und töten dabei, verbotenerweise, einen Fuchs. Allerdings stellt sich dieser nicht als Tier heraus, sondern als Drache – den Regenten des Landes – welche die Fähigkeit besitzen sich in verschiedene Tiere zu verwandeln. Aber es kommt noch schlimmer. Dieser Drache war der Prinz und zukünftige Thronfolger Lyrian, dem Mion eines seiner Korpusse genommen hat.

Auf dem darauffolgenden Tag wird Mion von den Sphinxen – den Wächtern der Drachen – gefangen genommen und soll in dieser Nacht noch hingerichtet werden. Doch bevor das geschehen kann, kommt Jagu in ihre Zelle und stellt sie vor die Wahl: Entweder sie bleibt dort und stirbt oder Mion wird Schülerin des Malers, der in Wynter lebt.

Lyrian hingegen kann den Tag der Wintersonnwende, an dem er seine Korpusse bekommen hat, nicht vergessen. Etwas Schreckliches ist dort vorgefallen, doch keiner der anderen Drachen scheint ihn zu verstehen. Doch außer diesem erschreckenden Ereignis kann er auch das Mädchen, das ihn erschossen hat, nicht vergessen. Allerdings glaubt er, dass sie bereits hingerichtet wurde und so begibt er sich, gemeinsam mit dem der Dienerin Baltibb auf eine Reise ohne Wiederkehr, um die Freiheit zu finden. Doch alles kommt ganz anders als erwartet.

Auch Mions Leben in der Stadt Wynter nimmt andere Bahnen an, als sie gedacht hatte, denn sie soll keineswegs eines Tages eine Malerin aus Wynter sein, sondern weit mehr…

Meine Meinung:

Jenny-Mai Nuyen begeistert mich immer wieder aufs Neue. Ihr Erzählstil ist einfach atemberaubend. Schon das erste Kapitel entführt den Leser wieder in eine ganz andere Welt, die so faszinierend ist, dass man ganz in sie eintaucht und die reale Welt um sich herum vergisst. Ihre Charaktere wirken lebendig, sind facettenreich und geheimnisvoll. Jede einzelne Figur besitzt eine eigene Vergangenheit – egal ob gut oder schlecht. Diese Geschichte um die Drachen in Wynter und das arme Mädchen Mion ist wieder einmal eine komplexe, gut durchdachte Geschichte, die so einige Überraschungen bereit hielt. Selbst wenn man glaubt hinter das ein oder andere Geheimnis gekommen zu sein, wird man schnell eines Besseren belehrt. Jenny-Mai Nuyen schreibt undurchsichtig, weshalb es noch viel aufregender ist ihre Bücher zu lesen. Auch das Ende war wieder einmal mitreißen und nicht außergewöhnlich. Daher 5 von 5 möglichen Sternen.

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