Rezension | Ó Guilín, Peadar: Die Kuppel

Details:

Originaltitel: The inferior
Genre: Fantasy
Reihe: The Bone Trilogy
Band innerhalb der Reihe: 1
Gattung: Roman
Verlag: Penhaligon ( 2008 )
Seiten: 443

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Rezensionsbuch ^^

Klappentext: An diesem Ort gitb es kein Sonnenlicht, keine Sicherheit und keine Moral. Eine winzige Unachtsamkeit kann hier bereits den Tod bedeuten. Für Stolperunge, einen jungen Mann, der in dieser Welt aufwächst, stellt sich nur eine Frage:

Jäger oder Gejagter, was willst du sein?

Inhalt und Aufbau: Die Brüder Wandbrecher und Stolperzunge leben in einer steinzeitartigen Welt, in der nur der Stärkere überlebt. Ihr Stamm besteht aus Menschen, die ständig auf Jagd sind und sich gegen die anderen Stämme – welche aus fremden und bösartigen Wesen bestehen – verteidigen müssen. Jedes Stammesmitglied muss für die Gemeinschaft von Nutzen sein, denn nur derjenige, welcher dem Stamm nützt, darf auch am Leben bleiben. Zum einen leben sie dort in einer Art Waffenstillstand mit den Haarigen, große Wesen, die gerne Menschenfleisch essen. Im Tauschhandel gegen andere Nahrung erbieten sich daher oft „Freiwillige“, d.h. Menschen die entweder nutzlosgeworden sind, oder die sich für einen anderen Menschen opfern.

Aber die Welt der Brüder hat noch weit mehr zu bieten. Den Himmel nennen sie „Dach“, von wo aus fast täglich helle Lichter und ominöse Kugeln herunterfallen oder herum schweben. Was die Menschen in dieser Gewalt verseuchten Welt nicht wissen ist, dass ihre Welt einem Gefängnis gleicht. Hoch technisierte Menschen haben es errichten und verbannen dorthin Menschen und Wesen, die sich gegen sie gestellt haben oder in Kriegen verloren haben.

Eines Tages fällt eine Kugel auf das Gebiet des Stammes, in der sich eine Frau befindetI Indrani. Mit der Zeit lernt sie die Sprache, die die Menschen innerhalb der Kuppel sprechen und kann sich – insbesondere mit Stolperzunge – gut verständigen. Doch sein Bruder Wandbrecher hat sie, gegen ihren Willen, zu seiner Zweitfrau gemacht. Außerdem strebt er das Amt des Häuptlings an, um seinen Stamm vor der Vernichtung zu retten, denn die anderen Wesen haben sich zusammengeschlossen und bereits einige Stämme vollständig ausgelöscht. Wandbrecher will verhindern, dass dieses Schicksal auch die Menschen ereilt. Indrani verrät ihnen, dass die Wesen ein Gerät besitzen, mit dem sie sich untereinander verständigen können – denn keiner spricht die Sprache der anderen. Wandbrecher macht seinem Bruder ein Angebot: Das Gerät gegen Indrani. Doch sein Bruder hat sich verändert und somit müssen Indrani und Stolperzunge fliehen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zur Kuppel. Die Frage bleibt nur, ob sie es auch wirklich schaffen aus dieser Welt zu fliehen und wie sie mit den „Stolpersteinen“, die ihnen in den Weg gelegt werden, umgehen.

Meine Meinung:

„Die Kuppel“ konnte mich lange Zeit nicht überzeugen. Ich hatte mich auf etwas anderes – eher in Sci-Fi-Richtung – gefasst gemacht und konnte mich daher schwer mit den „Steinzeitbeschreibungen“ anfreunden. Die anfänglichen einfachen Dialoge geben sich im Laufe des Buches – oder zumindest kam es mir so vor. Mit dem Protagonisten Stolperzunge fühlt man schnell mit – auch wenn sein Name und die Namen seiner Stammesmitglieder noch so ungewöhnlich sind. Er ist kein typischer Held, der stark und schlau ist und alles zur richtigen Zeit richtig macht, sondern er begeht Fehler und hat in dieser gefährlichen Welt, die von unmenschlichen Wesen besiedelt ist, auch oft Angst. Nach und nach taucht man auch in die Gedankenwelt von ihm ein und versteht, warum er wie handelt, bzw. was in dieser Welt wichtig ist, um zu überleben. Dennoch sind manche Handlungsweisen für den Leser unverständlich oder sogar paradox. Irgendwann wirkt die Handlung dennoch abstrus. Stolperzunge und seine Leute treffen auf eine Gruppe von Menschen, welche religiösen Fanatikern ähneln und von Indranis ehemaligen Anhängern verbannt wurden. Das mag daran liegen, dass dem Leser zu viele Hintergrundinformationen, vor allem was die „Außenwelt“ betriff, fehlen. Dadurch bleibt der Leser genauso unwissend wie Stolperzunge. Der Schluss kann den einen oder anderen Leser unter Umständen etwas enttäuschen, da man sich mehr Aufklärung erhofft hat. Dieses eher offene Ende lässt aber auf spannende Folgebände hoffen, denn Suchtgefahr besteht, meiner Meinung nach, bei diesem Buch durchaus, denn Vermutungen, wie die ganze Geschichte weitergeht, kann der Leser nicht aus dem Ärmel schütteln. Daher 3 ½ von 5 möglichen Sternen.

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