[Rezension] Abedi, Isabel: Whisper

Details:

Originaltitel: Whisper
Autor: Isabel Abedi
Genre:  Fiction, Kinder- und Jugendbücher
Reihe: –
Gattung: Roman
Verlag: Arena ( 2009 )
Seiten: 274

Klappentext:

Eine unwirkliche Stille liegt über Whisper, dem alten Haus, in dem Noa ihre Ferien verbringen soll. Das alte Gebäude birgt ein Geheimnis, über das niemand im Dorf spricht. Furcht und neugierige Erwartung führen Noa immer tiefer auf die Spur eines rätselhaften Verbrechens. Gemeinsam mit David nähert sich Noa der Wahrheit eines nie geklärten Mordes …

Inhalt:

Ein gemietetes Ferienhaus in einem kleinen Dorf. Dorthin verschlägt es Noa, ihre Mutter Kat und Gilbert, ein Freund der Familie. Mit dem Haus scheint allerdings etwas nicht zu stimmen und das, obwohl das Haus schon seit 30 Jahren unbewohnt ist. Der Geist eines jungen Mädchens spukt herum und Noa will herausfinden, was der Grund dafür ist.

Meinung:

Noa, die eigentlich Nora heißt, ihren Namen aber nicht mag, ihre Mutter Kat und deren bester schwuler Freund Gilbert haben ein Ferienhaus in einem kleinen Dorf gemietet. Kat ist Schauspielerin, sieht gut aus und hat Erfolg. Leider stellt sie damit ihre Tochter in den Schatten und manchmal schämt jene sich für das extrovertierte Auftreten ihrer Mutter. In der Dorfkneipe lernt sie den netten David kennen, welcher der Familie beim Renovieren hilft.

Doch mit dem Haus scheint etwas nicht zu stimmen. Ein seltsamer Duft verbreitet sich im einen Moment, nur um im Nächsten wieder verschwunden zu sein und auf Noas staubbedecktem Spiegel steht das Wort „Schneewittchen“ geschrieben. Nur wer ist damit gemeint?

Eines Abends spielt die Familie Gläserrücken und versucht einen Geist herbeizurufen. Mysteriöserweise scheint es zu funktionieren und als die beiden Jugendlichen allein sind, stellt sich Eliza vor. Ein Mädchen, das angeblich mit 18 Jahren in diesem Haus umgebracht worden ist. im Dorf will niemand so recht mit der Sprache herausrücken, obwohl beinahe jeder etwas zu ahnen scheint. Selbst Davids Mutter verheimlicht etwas.

Nach und nach versuchen David und Noa herauszufinden, was sich damals vor dreißig Jahren abgespielt hat. Kann es wirklich sein, dass der Wirt, bei dem der Junge und seine Familie wohnen etwas damit zu tun hat. Oder war es doch Robert, der Maler, der in einer abgelegenen Mühle wohnt?

Isabel Abedi legt viel Wert auf die Zeichnung ihrer Figuren und das wird auch in diesem Buch wieder deutlich. Noa ist ein Mädchen, das vor kurzem eine unschöne Erfahrung gemacht hat, um diese zu verarbeiten reist sie mit ihrer Mutter in das kleine Dorf anstatt mit Freunden einen Partyurlaub zu machen. Gilbert – der 20 Jahre ältere schwule Freund ihrer Mutter – ist liebenswert und hat einen Hang zu Mystik, Parapsychologie und Übernatürlichem. Ab und an rutschen die Charaktere zwar in ein stereotypes Verhalten ab, was aber nicht wirklich störend ist, denn die Spannung hält die Autorin immer aufrecht. An jedem Kapitelanfang erhält der Leser einen Abschnitt aus Elizas Tagebuch, der stückweise Details aus der Vergangenheit verrät. Somit kann man beim Lesen Vermutungen anstellen, wer für Elizas Mord verantwortlich ist und mit den beiden Jugendlichen mitfiebern.

Manche Beschreibungen, wie die Hausrenovierung, sind recht langatmig, halten sich aber dennoch in Grenzen. Außerdem sorgen gerade solche Passagen dafür, dass das Buch lebendig bzw. realistisch wirkt und das trotz der geisterhaften Elemente. Insgesamt ist Whisper ein interessantes und spannendes Jugendbuch mit übernatürlichem Touch.

Fazit:

Isabel Abedis Jugendromanoman Whisper erzählt die Geschichte eines ermordeten Mädchens, das als Geist in dem Haus, in welchem es starb, herumspukt. Die junge Noa und ihr neuer Freund David kommen auf die Spur von Eliza und versuchen herauszufinden, was damals passiert ist. Auf spannende Art und Weise wird die Vergangenheit wieder aufgerollt. Jeder im Dorf könnte der Mörder sein. Die Figuren sind ausgereift und auch wenn sie hin und wieder in stereotypische Rollen verfallen, sind sie dennoch liebevoll.

Daher gibt es von mir 4 von 5 möglichen Sternen.

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