[Rezension] Armory, Jay: Die Welt in den Wolken

Details:

Originaltitel: The Fledging of Az Gabrielson
Autor: Jay Amory
Genre: Fantasy
Reihe: The Clouded World
Band innerhalb der Reihe: 1
Gattung: Roman
Verlag: blanvalet ( 2009 )
Seiten: 447

Klappentext:

Az hat keine Flügel. Was ihn in der Welt über den Wolken, deren Bewohner auf den Winden reiten, zum Außenseiter macht. Doch als vom Erdboden Gefahr für die Himmelswelt droht, schlägt für Az die große Stunde: Er wird in die unbekannte Tiefe geschickt, wo nur ein flügelloser Junge nicht auffällt – in eine Welt, die ganz anders ist, als Az sie sich vorgestellt hat. Anders und viel gefährlicher …

Inhalt:

Das Volk der Luftlinge lebt in Städten über den Wolken, die auf riesigen Säulen erbaut wurden. Jeder Mensch dort oben besitzt Flügel, um sich fortzubewegen. Außer Az, denn hin und wieder wird ein Kind ohne Flügel geboren. Der Junge ist deshalb ein Außenseiter, doch eines Tages bietet sich ihm eine großartige Chance: er soll zum Erdboden fahren und herausfinden, warum immer mehr Rohstofflieferungen ausbleiben. Und nur ein flügelloser Junge fällt unter den Erdlingen nicht auf.

Meinung:

Vor langer Zeit bildete sich um die Erde ein gefährlicher Nebel. Deshalb beschlossen die Erdlinge Städte über den Wolken zu bauen, die auf Säulen stehen. Durch die neuen Lebensbedingungen wuchsen dem neuen Volk der Luftlinge Flügel. Allerdings passiert es hin und wieder, dass ein Luftling ohne Flügel geboren wird, so der 15-Jährige Az. Er wird von seinen Mitschülern geärgert und von den anderen Bewohnern der Wolkenstädte komisch beäugt. Dennoch ist er ein Junge mit starkem Willen und einer Familie, die ihn liebt.

Im Verlauf der Jahre sind die Luftlinge zu der Überzeugung gelangt, dass auf der Erde kein Mensch überlebt haben kann. Die Maschinen, welche die Rohstoffe vom Erdboden in die Städte befördern, arbeiten automatisch. Doch nach und nach bleiben die Rohstofflieferungen aus und die Regierung befürchtet weit Schlimmeres. Denn gegen die allgemeine Überzeugung weiß diese ganz genau, dass das Volk der Erdlinge nicht ausgestorben ist.

Um den Problemen auf den Grund zu gehen, soll der flügellose Az nach unten geschickt werden, doch ihm wird verheimlicht, dass er dort auf mögliche Bewohner stoßen könnte. Dennoch weiß er, dass die Mission überaus gefährlich ist. Der Junge braucht aber nicht lange nachzudenken, denn er wittert seine Chance endlich etwas für sein Volk tun zu können. Aber noch ein Grund lässt ihn diese Abenteuer antreten. Er hofft insgeheim dort auf Menschen zu treffen, die wie er sind: flügellos.

Jay Amorys Auftakt zur „The Clouded World“-Reihe entführt den Leser in eine andere Welt und macht neugierig auf mehr. Az ist ein sympathischer Protagonist, der sich allerhand traut. Alles, was ihm am Erdboden begegnet ist ihm unbekannt. Er wird in eine Welt geworfen, auf die er nicht vorbereitet ist, und der Leser begleitet ihn auf Schritt und Tritt. Jedes Kapitel trägt einen kleinen Titel, der dem Leser schon im vornherein verrät, was ungefähr passieren wird. Das nimmt einerseits leider etwas die Spannung und gibt andererseits den Eindruck wider, dass es ein Buch für Jugendliche im Alter der Hauptfigur geschrieben wurde, welcher durch den einfachen Schreibstil unterstützt wird.

Dennoch lässt sich das Buch zügig lesen und entführt seine Leser in zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Die Welt in den Wolken, in der es immer schön ist und in die Welt darunter, wo eine Nebeldecke beinahe jegliches Licht verhindert und in der die Menschen um ihr Überleben kämpfen müssen.

Fazit:

Jay Amorys Roman Die Welt in den Wolken ist ein jugendlicher Fantasyroman, der seine Leser in schnellem Tempo durch Az‘ Abenteuer führt. Die detaillierten Kapitelüberschriften nehmen zwar an der einen oder anderen Stelle die Spannung, dennoch will man als Leser wissen, wie es weitergeht. Vor allem am Ende des Buches häufen sich die Ereignisse, sodass der Leser wissen will, welche Abenteuer Az noch erwarten werden.

Daher gibt es von mir 4 von 5 möglichen Sternen.

Ein Kommentar

  1. Danke für die Erinnerung, dass ich das Buch ja auch noch habe. 😉 Habe es mir vor einer Weile auf Englisch ertauscht, aber irgendwie ist es etwas in Vergessenheit geraten. Dank deiner Rezi habe ich es jetzt wieder im Hinterkopf und werde beizeiten mal reinlesen.
    Liebe Grüße,
    Nina

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