[Rezension] Bottlinger/Humberg: Sorge dich nicht, beame!

Sorge dich nicht beame!Details:

Originaltitel: Sorge dich nicht, beame! Besser leben mit Star Wars und Star Trek
Autoren: Andrea Bottlinger und Christian Humberg
Genre: Humor, Ratgeber
Reihe: –
Gattung: Sachbuch
Verlag: Cross Cult ( 2012 )
Seiten: 239

 

Inhalt:

Das Leben ist gerade so absolut beschissen. Im Job läuft es nicht, der Chef ist nervtötend und die Karriereleiter scheint abgesägt zu sein. Der Freundeskreis war auch schon mal harmoniebedürftiger und in Sachen Liebe scheint sich Traumfrau/mann absichtlich hinter meterhohen Gebäuden zu verstecken, um bloß nicht ins Netz zu gehen. Wenn die Motivation am Boden liegt, der Schweinehund dafür jubilierend durch’s Zimmer tanzt, sollte für jeden Geek der SciFi-Szene, die Bibel des Alltagslebens Sorge dich nicht, beame! im Regal nicht fehlen!

Meinung:

Ratgeberbücher gibt es wie Sand am Meer, die mit lauwarmen Empfehlungen dem Leser erklären wollen, wie er sein halbkaputtes Leben am besten zu führen hat, wie er erfolgreich im Job wird, an massenweise Geld bekommt, die Liebe für’s Leben findet, haufenweise beste Freunde gewinnt und ansonsten das Rundum-erfolgreich-Paket erhält. Viel Glauben sollte man diesen Pseudo-Weisheiten nicht schenken und stattdessen seinen eigenen gesunden Menschenverstand einschalten.

Aber wie sieht es eigentlich mit den Helden unserer beliebten Sci-Fi-Serie Star Trek und der Space-Opera von George Lucas‘Star Wars aus? Was würden Obi Wan, Darth Vader, Prinzessin Amidala, Han Solo oder Captain James T. Kirk , William T. Riker, Spook, Scotty und der Rest der Sternenflottenmeute machen? Wem sollte man in welcher Situation an die Stelle seines Vorbildes setzen und nacheifern? Wessen Mut, Gewitzheit oder Intriganz können einem im irdischen Leben von Nutzen sein?

Andrea Bottlinger und Christian Humberg haben es für uns herausgefunden. In einem Ratgeber für Geeks und Sci-Fi-Fans nehmen sie die Figuren von Star Trek und Star Wars unter die Lupe und analysieren jede ihrer Handlungen auf ihre Tauglichkeit für unser alltägliches Erdendasein. Schnell zeigt sich dem Leser, dass sie dabei eine gehörige Portion Humor hineingelegt haben, jeder stirnrunzelnde Griesgram sollte dieses Buch also keinesfalls zur Hand nehmen, er würde es eh früher oder später aus dem Fenster werfen. Die Autoren nutzen das gesamte Potential des Sternenuniversums und dabei gelingt ihnen der eine oder andere gewiefte Witz, auch wenn sie hin und wieder mit allgemeinen Floskeln um sich werfen, bei denen der Leser sich denkt: Ja und? Das ist so offensichtlich, dazu braucht es kein Buch.

Aber über diese Momente kommt man hinweg und dann kann man sowohl als Einsteiger als auch als eingefleischter Geek herausfinden, ob die Lieblingscharaktere aus Star Trek und Star Wars auch Gleichgesinnte im Geiste sind, oder man sich vielleicht sogar manchmal auf die Seite des Bösen schlagen sollte/könnte, um im Leben voranzukommen. Hier ein Beispiel: wer in argen finanziellen Schwierigkeiten steckt, sollte definitiv nicht nach der Lebensdevise von Han Solo arbeiten, sonst landet er bald als quadratische Eisskulptur an der Wand. Gibt es aber gerade sehr viel Stress, vielleicht vor allem im Job, dann lohnt es sich einen genaueren Blick auf den allzeit gelassenen R2-D2 zu werfen, der sogar beim Angriff eines feindlichen Raumschiffes sein Ziel nicht aus den Augen verliert.

Fazit:

Mit einer gehörigen Portion Humor, einer großen Star-Trek- oder Star-Wars-Fanvergangenheit und dem unweigerlichen Drang sein Leben auf die Reihe zu bekommen kann Sorge dich nicht, beame! zur literarischen Quelle für jede Lebenslage werden. Das Autorenduo präsentiert auf witzige Weise vielleicht nicht gerade neue Lebenstipps im Umgang mit Freunden, Stress auf der Arbeit, in Sachen Liebe, dafür aber mit einem besonderen Clue, nämlich der boden(/irdisch)ständigen Analyse unserer Weltraum-Helden, Alienfreunde und –feinde sowie dem Nutzen, den wir daraus ziehen können, wenn das Leben mal besonders hart zu uns ist.

Bewertung: [4/5]

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