[Rezension] Chattam, Maxime: Der Krieg der Kinder

Details:

Originaltitel: Le cœur de la terre
Autor: Maxime Chattam
Genre: Dystopie, Jugendbuch
Reihe: Alterra
Band innerhalb der Reihe: 3
Gattung: Roman
Verlag: PAN Verlag ( 2011 )
Seiten: 428

Inhalt:

Nach Monaten der Suche sind Ambre und Matt endlich an ihrem Ziel angelangt: Eden, das verlorene Paradies der Kinder. Dort sammeln sich die Pans, um ein neues Leben in einer neuen Welt zu beginnen. Doch die beiden verbliebenen Mitglieder der Gemeinschaft der Drei haben schlechte Nachrichten: Königin Malronce lässt ihre Truppen von Zyniks aufmarschieren, um in den Krieg gegen die Kinder zu ziehen und nur eine Seite kann der Sieger sein. Ein blutiger Kampf scheint unabwendbar.

Meinung:

Die Gemeinschaft der Drei ist zerbrochen. Nur noch Matt und Ambre sind übrig. Tobias, Matts bester Freund, wurde vor seinen Augen vom Tovaderon verschlungen. Dieses grausame Monster hat aber die Suche nach Matt noch nicht aufgegeben, auch wenn er sich vorerst zurückgezogen zu haben scheint. Ambre glaubt, dass Tobias bereits tot ist, doch in Matt keimt die Hoffnung, dass sein Freund noch lebt und deshalb steht für ihn eine überaus wichtige Entscheidung an: Sich auf die Suche nach Tobias machen, oder die Pans bei ihrem großen Kampf gegen die Zyniks zu unterstützen. Möglicherweise einem Traumbild hinterherjagen oder die Pans davor bewahren vielleicht endgültig ausgelöscht zu werden.

Von allen Seiten ziehen sich die Stricke um Matt immer enger. Der Tovaderon hat seine Jagd noch lange nicht aufgegeben und trachtet ihm nach dem Leben. Königin Malronce ist ebenfalls hinter ihm und Ambre her, denn sie besitzt die Karte, welche die Königin so dringend benötigt. Einige Pans wollen sie als Pfand gegen einen erhofften Frieden eintauschen. Ein Opfer gegen das Leben aller Kinder.

Bei der Rettung der Pans und dem kaum mehr aufzuhaltenden Krieg treffen Matt und Ambre auf alte Bekannte. Manche davon sind ihnen wohlgesonnen, andere trachten ihnen nach dem Leben. Der Abschluss der Trilogie verschafft dem Leser Antworten auf die Fragen, die sich innerhalb der Reihe angestaut haben. Was wollen der Tovaderon und Königin Malronce von Matt? Weshalb sind sie gerade hinter diesem Jungen her? Und woher kommen diese Gestalten, die das Unwetter hervorgebracht hat mit zerstörerischer Wut?

Obwohl der dritte Band diese und weitere Fragen beantwortet und das Geschehen zu einem Ende lenkt, so hat man doch das Gefühl, dass dem Autor die Ideen ausgegangen sind. Für mich als Leser waren die Ereignisse viel zu einfach gelöst und kam in einem Kapitel einmal Spannung auf, weil eine Gefahr drohte, so wurde diese durch eine Lösung des Problems im nachfolgenden Kapitel sofort wieder genommen. Dieser Spannungsaufbau und –abbau wiederholt sich mehrmals und verliert somit aber an Reiz.

Der Ursprung des Tovaderon und der Königin waren für meinen Geschmack auch viel zu banal und teilweise – nachdem man immer mehr Details erfahren hat – auch vorhersehbar. Dieser Meinung gibt das Ende des Buches dann noch einmal eine Wendung, die meines Erachtens vom Autor sehr geschickt gewählt wurde [da ich aber niemandem das Ende verraten will, hierzu nicht mehr]. Dieses wertet das Buch insgesamt auf jeden Fall auf. Allerdings ändert das wenig am Leseverlauf, der in Anbetracht der Vorgängerbände enttäuscht. Daher bleibt Der Krieg der Kinder ein durchschnittliches Buch, das mit Band 1 und 2 nicht wirklich mithalten kann.

Fazit:

Maxime Chattams Der Krieg der Kinder ist der Abschluss der Alterra-Trilogie, welcher insgesamt betrachtet leider etwas enttäuscht, da er mit den Erwartungen, die ein Leser von Band 1 und 2 hat, nicht mithalten kann. Die Spannung wird durch zu schnell gelöste Probleme in kleine Stücke gehackt, die sich häppchenweise durch das Buch ziehen. Lediglich der Schluss hält eine Pointe bereit, die den Gesamteindruck des Bandes steigern, aber dem vorherigen Lesegefühl nur wenig entgegenzusetzen hat.

Bewertung: [3 ½/5]

Ein Kommentar

  1. Ich muss es auc noch lesen, aber ich glaube, dass mache ich nächstes Jahr :schreck: Im Moment steht mir nicht der Sinn danach 🙂 Muss es mir auch erst besorgen…

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