[Rezension] Clare, Cassandra: City of Fallen Angels

City of Fallen Angels von Cassandra Clare

Details:

Deutscher Titel: City of Fallen Angels
Autorin: Cassandra Clare
Genre: Young Adult, Urban Fantasy
Reihe: The Mortal Instruments
Band innerhalb der Reihe: 4
Gattung: Roman
Verlag: Walker Books ( 2011 )
Seiten: 424

Inhalt:

Vampire, Werwölfe, Feen und Schattenjäger tummeln sich in New Yorks Straßen. Für Clary Fray ist das inzwischen Alltag geworden, nachdem sie mit ihren Freunden in Idris, der Heimat der Schattenjäger, dem grausamen Valentine das Handwerk legen konnte. Aber die Warnung, dass das Leben eines Schattenjägers tödliche Gefahren birgt, ist nicht leichtfertig daher gesagt, was Clary bald wieder am eigenen Leib erfahren muss, als es eine uralte Macht nicht nur auf ihr Leben abgesehen hat.

Meinung:

Clarys Leben hat endlich wieder zur Ruhe gefunden. Sie ist glücklich mit Jace und ihrer Mutter geht es wieder gut. Auch die Tatsache, dass ihre Mutter ihr jahrelang verheimlicht hat, woher sie stammt, hat sie ihr so ziemlich vergeben. Mit ihrem eigenen Leben, ihrer Herkunft als Schattenjäger und der Tatsache, dass Valentine ihr Vater ist, hat sich Clary deshalb abgefunden. Sie will nun endlich ihr „Erbe“ antreten und auch eine vollwertige Schattenjägerin werden. Jace unterstützt sie dabei, nachdem sie sich nicht davon abbringen lassen wollte und zeigt ihr wichtige Verteidigungs- und Angriffsstrategien.

Aber immer häufiger kommt es vor, dass Jace sich von Clary abwendet, sie regelrecht von sich wegstößt und von einer Sekunde auf die andere verschwindet. Er hat jede Nacht grausame Träume, in denen er Clary tötet. Schlaflos und ohne fremde Hilfe versucht er über diese Herr zu werden. Obwohl Jace beteuert, dass er sie liebt, kann Clary das nicht glauben und ist verzweifelt, da er sich ihr nicht öffnen will. Von den wahren Gründen ahnt sie nichts.

Über ihre eigenen Sorgen vergisst sie beinahe, wie es ihrem besten Freund Simon ergeht. Er steckt mitten in einer Identitätskrise: Erst seit kurzem ist er ein Vampir und darüber hinaus auch noch mit dem Kains-Mal gekennzeichnet, das Clary ihm mitten auf die Stirn gezeichnet hatte, um sein Leben zu retten. Von nun an, können ihm kein Mensch und auch kein Dämon etwas antun, denn der Fluch tötet sofort jedes Wesen, das versucht ihn umzubringen.

Nichtsdestotrotz scheint es irgendjemand auf Simon abgesehen zu haben. Immer wieder wird er von Unbekannten angegriffen und selbst als Jace ihm zur Seite steht läuft eine Sache nach der anderen schief. Zu allem Überfluss kommt noch hinzu, dass Simon auch noch in einer Dreiecksbeziehung steckt. Er kann sich nicht zwischen Isabelle und Maia entscheiden, die beide allerdings nichts voneinander wissen und auch auf Clarys Rat hin kann er sich nicht durchringen reinen Wein einzuschenken. Aber Lügen haben kurze Beine und als er eine Nachricht erhält, dass seine Freundin stirbt, wenn er sich nicht selbst freiwillig ausliefert, stellt sich die Frage, welche Freundin gemeint ist.

City of Fallen Angels ist der vierte Band aus Cassandra Clares Reihe The Mortal Instruments. Auch in diesem Buch schafft sie es wieder mit ihrem wunderbaren Erzählstil aufzuwarten, der den Leser an die Seiten klammert und nicht mehr loslässt. Obwohl ich das Buch in mehreren Abschnitten (aus Zeitmangel) gelesen habe, war ich schon nach zwei Seiten lesen wieder voll gefangen, was beweist, dass sie seit dem ersten Band Nichts an ihren Schreibfähigkeiten eingebüßt hat.

Sie setzt an den richtigen Stellen Cliffhanger, wechselt häufig die Schauplätze und damit auch die Perspektiven. Da die meisten Figuren allerdings schon von den vorherigen Bänden bekannt sind, stört das nicht weiter, denn sie sind wie „alte Freunde“.

Obwohl Cassandra Clare ihre Handlung in viele verschiedene Erzählstränge aufteilt, diese miteinander kreuzt und wieder unterschiedliche Wege einschlagen lässt, hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass nicht sonderlich viel passiert. Es war nicht unbedingt so, dass ich Langeweile hatte, denn die Figuren sind tolle Charaktere und ihr Erzählstil ist famos und spannend. Dennoch empfand ich das Verhalten der Personen stellenweise viel zu vorhersehbar, vielleicht gerade weil man ihre Charaktere schon so gut kennt. Ganz extrem kam dieses Gefühl in der Beziehung zwischen Clary und Jace auf. Schon in den letzten Bänden gab es immer ein hin und her und als Leser hat man es dann doch irgendwann einfach mal satt.

Deshalb bleibt nur noch zu hoffen, dass Frau Clare im fünften Band ordentlich neue Ideen niederschreibt, denn der Cliffhanger am Ende von City of Fallen Angels war einerseits vorhersehbar, andererseits doch anderes als gedacht und lässt viele Fragen offen. (Allerdings impliziert er auch eine weitere Runde Clary-Jace-Kuddelmuddel.)

Fazit:

Mit ihrem vierten Band der Mortal-Instruments-Reihe konnte Cassandra Clare mich diesmal nicht vollständig überzeugen. Zwar saß ich wieder ganz gebannt vor meinem Buch, klammerte mich regelrecht an den Einband und las – wenn ich erst einmal Zeit dazu hatte – ohne Unterbrechung, denn ihr Schreibstil war wie gewohnt super, allerdings empfand ich den Inhalt insgesamt etwas dürftig und vor allem das ewige Hin und Her zwischen Clary und Jace ist meines Erachtens einfach schon überholt.

Bewertung: [3½/5]

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