[Rezension] Collins, Suzanne: Mockingjay

Details:

Deutscher Titel: Flammender Zorn
Autor: Suzanne Collins
Sprache: Englisch
Genre: Dystopie
Reihe: The Hunger Games
Band innerhalb der Reihe: 3
Gattung: Roman
Verlag: Scholastic ( 2010 )
Seiten: 455

Inhalt:

Krieg ist entbrannt in Panem. Die Rebellen aus Distrikt 13 kämpfen gegen das Kapitol, um endlich Freiheit zu erlangen und die lang verhassten Hunger Games abzuschaffen. Kat ist mitten unter ihnen, denn sie wurde aus der Arena befreit, aber Peeta hat es nicht geschafft, er ist immer noch ein Gefangener des Kapitols und muss für Kat’s Taten büßen.

Meinung:

Katniss Everdeen hat die 75. Hunger Games überlebt. Auch diesmal nicht als Einzige, denn die Rebellen aus dem vernichtet geglaubten Distrikt 13 haben mit einem bis ins Detail ausgeheckten Plan ihren Mockingjay – Kat – das Symbol der Rebellion, befreit. Doch dabei wurde Peeta zurückgelassen. Er befindet sich in den Klauen von Präsident Snow, der alles daran setzt Kat und den Aufstand niederzuschlagen.

Aber es kommt noch schlimmer. Kurz nachdem die Hunger Games abgebrochen wurden, weil Kat mithilfe eines Pfeil das Magnetfeld der Arena gesprengt hat und somit die Rettungsaktion – ohne ihr Wissen – erst ermöglicht hat, wurde Distrikt 12 dem Erdboden gleich gemacht. Nur wenige hundert Menschen haben überlebt und wurden von Distrikt 13 aufgenommen. Darunter Katniss‘ Mutter, Prim, ihre kleine Schwester, und Gale.

Nun soll Kat als Galleonsfigur des Aufstandes den Menschen in den Distrikten Mut machen. Sie soll der Mockingjay sein, der das Kaptiol zu Fall bringt. Doch sie ist verstört. Sie vermisst Peeta, vermutet sogar, dass er vielleicht tot ist und kann es nicht fassen, dass Haymitch ihr nichts von dem Plan verraten hat. Der Gedanke daran, dass Peeta gefoltert wird, bringt sie beinahe um den Verstand. Sie weiß nicht, was sie tun soll und wie sie sich entscheiden soll.

Die Anführerin von Distrikt 13, Coin, scheint was Bestrafungen und Grausamkeiten angeht, dem Kapitol in nichts nachzustehen. Dort herrschen strikte Regeln, an die sich jeder halten muss. Und dennoch, für Kat steht fest, dass die Hunger Games nie wieder stattfinden dürfen, deshalb erklärt sie sich bereit als Frontfigur des Aufstandes zu dienen. Als sie allerdings erkennt, dass Präsident Snow Peeta dazu benutzt Kat zu vernichten, steht alles auf dem Spiel.

Nannte ich Catching Fire eine Berg- und Talfahrt, so muss ich Mockingjay einen Wirbelsturm der Gefühle nennen. In diesem Buch habe ich gelitten, geweint und es kaum ausgehalten vor Spannung. Beginnt der Anfang noch recht gemächlich, in welchem dem Leser und Kat vermittelt wird, was sich im Untergrund von Distrikt 13 seit 75 Jahren zugetragen hat, so steigt die Spannung stetig. (Und es war gut, denn nachdem unglaublichen Cliffhanger von Catching Fire habe ich eine kleine Erholungsphase nötig gehabt.)

Mockingjay handelt vor allem von Katniss‘ Zerrissenheit. Der Angst davor noch mehr Menschen das Leben zu kosten. Jedes Mal, wenn sie etwas tut, sterben Menschen, Kinder, Frauen und Männer, die sie ihrer imaginären Liste hinzufügt. Einer Liste, mit Namen von Toten, die auf ihr Konto gehen.

Dieses Buch übersteigt die vorangehenden Bände an Grausamkeiten um Längen. War ich schon perplex von den Hunger Games in Band 1 und den erschreckenden Entwicklungen in Band 2, so kommt es in Mockingjay noch schlimmer. Zwar finden diesmal keine Hunger Games statt, aber der Krieg zwischen den Rebellen und dem Kapitol hat es gewaltig in sich. Folter, Gewalt und viel Blut.

Zudem war ich von der Abwesenheit Peetas völlig ergriffen. Der Gedanke daran, dass er gefoltert wird, während Kat für die Freiheit der Menschen kämpft und daran, dass sie vielleicht nie wieder vereint sein werden, hat mich völlig geschafft. Auch die Tatsache, dass man nicht weiß, ob die Rebellen – allen voran Coin – wirklich die Ziele verfolgt, die sie vorgibt, ließen Fragen aufkommen, die mich beschäftigt haben.

Suzanne Collins Mockingjay ist ein großartiger Abschluss für diese Trilogie. Sie schafft es noch einmal Panems Strukturen aufzuzeigen. Die eiserne Hand der Regierung und die Ungerechtigkeiten, welche die Menschen in den einzelnen Distrikten erfahren müssen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber trotzdem, denn das Ende kam doch recht schnell und die Peeta-Momente in Mockingjay sind doch recht gering gehalten, weshalb ich gerne ein ausgeschmückteres Ende gehabt hätte, zu dem ich aber nicht mehr verraten will, denn letztendlich zittern mir jetzt noch die Hände, wenn ich an das Buch denke.

Fazit:

Mockingjay ist ein wahrlich würdiger Abschluss für eine grandiose Trilogie. Suzanne Collins hat mit ihrem dritten Band noch einmal eins draufgesetzt. Ich habe gelitten, wie selten bei einem Buch. Die Trennung von Kat und Peeta war so schrecklich für mich und die Grausamkeiten, die ihm wiederfahren, waren einfach zu viel für mich. Ich habe Tränen vergossen und habe immer noch zittrige Hände, wenn ich an die Erlebnisse denke, die Kat in der Rebellion gegen das Kapitol erlebt hat. The Hunger Games ist eine absolute Leseempfehlung meinerseits!

Daher gibt es von mir 5 von 5 möglichen Sternen.

4 Kommentare

  1. Die Hunger Games-Trilogie wird bei mir wohl immer was richtig Besonderes bleiben. +seufz+
    Die Trennung von Katniss und Peeta fand ich auch sehr schlimm! Und dann diese Interviews, nur Fetzen von Informationen. Trotzdem fand ich Mockingjay dann doch nicht so gut wie die beiden anderen – die stehen irgendwie noch eine Stufe höher auf meinem persönlichen Anbetungs-Treppchen 😉

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