[Rezension] Collins, Suzanne: The Hunger Games

Details:
Deutscher Titel: Die Tribute von Panem
Autor: Suzanne Collins
Genre: Roman
Reihe: The Hunger Games Trilogy
Band innerhalb der Reihe: 1
Gattung: Roman
Verlag: Scholastic ( 2008 )
Seiten: 454

Klappentext:

In a dark vision of the near future, a terrifying reality TV show is taking place. Twelve boys and twelve girls are forced to appear in a live event called the Hunger Games. There is only one rule: kill or be killed. When sixteen-year-old Katniss Everdeen steps forward to take her sister’s place in the games, she sees it as a death sentence. But Katniss has been close to death before. For her, survival is second nature.

Inhalt:

In Panem, einer Nation im zukünftigen Nordamerika, nimmt das 16-jährige Mädchen Katniss Everdeen den Platz ihrer jüngeren Schwester in den tödlichen Hunger Games ein. Dabei muss sie gegen all ihre moralischen und emotionalen Vorstellungen verstoßen und nach den Regeln der Spielmacher kämpfen, um zu überleben. 24 Jungen und Mädchen aus zwölf Distrikten werden gezwungen jedes Jahr an den Spielen teilzunehmen, bei dem es nur einen Sieger geben kann: nämlich denjenigen, der als einziger überlebt.

Meinung:

An jenem Ort, wo einst die Vereinigten Staaten von Amerika residierten, liegt in naher Zukunft Panem, eine Nation, die aus einem Kapitol und zwölf angrenzenden Distrikten besteht. Der Wohlstand und die wirtschaftliche Lage der einzelnen Distrikte sind vom Kapitol abhängig, welche die einzelnen Regionen unterdrückt und beherrscht. Die 16-jährige Katniss Everdeen lebt in Distrikt 12, einem der ärmsten Gebiete in Panem. Um ihre Mutter und ihre kleine Schwester vor dem Hungertod zu bewahren jagt sie illegal im nahe gelegenen Wald.

Doch das Kapitol herrscht nicht nur mit eiserner Hand und versucht mit allen Mitteln die Distrikte unter Kontrolle zu halten. So wurde die dreizehnte Region Panems, welche gegen das Kapitol rebelliert hatte, mit all seinen Bewohnern dem Erdboden gleich gemacht. Jedes Jahr finden die Hunger Games statt. Eine TV Reality Show, in der aus jedem Distrikt ein Junge und ein Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren ausgelost werden, um dort – vor allen Augen Panems – um das nackte Überleben zu kämpfen. Sieger ist derjenige, welcher am Ende als einziger Tribute übrig bleibt, sei es, weil er ein Überlebenskünstler oder ein geschickter Mörder ist.

Katniss hat Glück. Auf sie fällt das Los nicht. Dennoch kann sie sich nicht freuen, denn das Schicksal hat ihre 12-jährige Schwester Prim auserwählt. Und ehe Kat sich versieht, tritt sie freiwillig an die Stelle ihrer kleinen Schwester und sorgt damit für großes Aufsehen: Denn die Hunger Games bedeuten den sicheren Tod. Katniss weiß, dass sie keine Chance gegen die Tributes aus einigen anderen Distrikten hat, denn diese bereiten sich jahrelang auf die Hunger Games vor, um beim tödlichen Treiben mitzuspielen.

Suzanne Collins Dystopie ist beeindruckend und erschreckend zugleich. Gekonnt führt die Autorin den Leser direkt in Katniss‘ Welt ein, die täglich um das Überleben ihrer Familie kämpfen muss. Sie ist kein einfaches 16-jähriges Mädchen, sondern eine Jägerin, deren Instinkte scharf sind und die mit Pfeil und Bogen umgehen kann. Der wunderbare Sprachstil wirkt lebendig und lässt den Leser regelrecht in die Welt von Panem eintauchen.

Die Protagonistin wächst einem von Anfang an ans Herz, denn der Leser bekommt ein Bild von ihrem entbehrungsreichen und harten Leben vermittelt, welche Gefahren sie bisher durchleben musste und wie es in ihrem Inneren aussieht. Dadurch begleitet man Katniss auf Schritt und Tritt. Man bangt und leidet mit ihr, spürt ihre Ängste und ihren inneren Zwiespalt zwischen dem Versprechen gegenüber ihrer Schwester alles zu versuchen, um zu gewinnen und dem schrecklichen Gedanken einen Menschen zu töten.

The Hunger Games ist nicht nur ein spannender Trilogieauftakt, sondern ein Buch mit vielen Facetten. Es zeichnet eine grausame Zukunftsvision mit vielen Details. Katniss ist eine Persönlichkeit mit einer berührenden Vergangenheit, die Tiefgang und Vielfältigkeit vorzuweisen hat. Der Leser erfährt von ihr nicht nur Oberflächlichkeiten, sondern ebenso intime Details. Aber auch andere Figuren, wie Peeta – der zweite Tribute aus Distrikt 12 – oder Rue, ein 12-jähriges Mädchen, das ebenfalls ums Überleben kämpfen muss, bereichern das Buch auf ihre Weise.

Fazit:

Suzanne Collins erster Teil der Hunger Games Trilogie ist eine spannende Dystopie mit einem bemerkenswerten Sprachstil. Die Welt, welche sie erschafft, erscheint für den Leser greifbar und er taucht regelrecht in Katniss Leben ein. Die Figuren sind authentisch gezeichnet und man begibt sich gemeinsam mit der Protagonistin auf ein tödliches Abenteuer. Kaum ein Ereignis lässt sich vorhersehen und die Autorin schafft einen wunderbaren Ausgleich zwischen emotionalen Zwiespalt und physischen Problemen.

Daher gibt es von mir 5 von 5 möglichen Sternen.

3 Kommentare

  1. Seeeehr gut 🙂 Das Buch ist toll toll toll toll toll. Und Teil 2 erst….und ich warte so dringend auf Teil 3….Ach das ist alles so spannend!!!! :blume:

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