[Rezension] Felten, Monika: Die Elfen des Sees

Details:
Genre: Fantasy
Reihe: Die Saga von Thale
Band innerhalb der Reihe: Zusatzgeschichte zu Saga
Gattung: Kurzgeschichte
Verlag: Piper ( 2009 )
Seiten: 96

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Seitdem ich bei der Zeitung arbeite, verbringe ich fast jede Mittagspause im Hugendubel. Diese Woche habe ich dann damit begonnen mir ein beliebiges Buch aus den Regalen zu greifen und es zu lesen. Als erstes habe ich mit etwas ganz dünnem angefangen: Die Elfen des Sees. Zumal ich noch den neuen Band der Thale-Saga von Monika Felten hier liegen habe, schien mir das ein guter Einstieg, um die Welt der Nebelelfen und Menschen wieder zu erkunden.

Inhalt: Lya-Numi ist eine Elfe aus dem Grasland. Dort lebt sie zurückgezogen vom Rest der Welt mit ihren Eltern und ihrem Volk. Sie lebt ein einfaches Leben, das sie aber voll und ganz ausfüllt. Dennoch plagen sie Albträume: Träume von ihrem Geliebten Driair, der vor Wochen aufgebrochen ist, um einen Quarlin zu jagen. Seine Freunde wurden tot aufgefunden, zerfetzt von diesem Monster, aber von ihrem Zukünftigen fehlt jede Spur. Lya-Numi ist aber davon überzeugt, dass er noch lebt.

 

Meinung: Lya-Numi ist eine einfache Elfe, die ihr Leben im Grasland genießt. Sie hat noch nie den Drang verspürt auf abenteuerliche Reisen zu gehen oder andere Völker – darunter das „neue“ Volk, den Menschen“ – zu begegnen. Eines Tages aber kommt die Hohepriesterin Gilraen zu ihr in das Dorf. Denn Lya-Numi ist keine gewöhnliche Elfe. Sie besitzt die Gabe des Sehens und soll deshalb die Nachfolgerin von Gilraen antreten. Deshalb beschließt sie für einige Zeit zu den Nebelelfen zu ziehen, um deren Leben genauer kennen zu lernen. Doch insgeheim hofft Lya-Numi darauf Nachricht vom Verbleib ihres Liebsten zu erhalten.

Dieses Büchlein ist wirklich sehr kurz. Aber dennoch war ich schon nach wenigen Seiten wieder in Thale angekommen. Monika Feltens Erzähl- und Schreibstil ist unverkennbar. Die Geschichte ist eine Vorgeschichte zur hohen Priesterin Lya-Numi, die eine bedeutendere Rolle in der Saga einnimmt. Ein Freund von Kurzgeschichten bin ich zwar nicht, dennoch hat es sich gelohnt das Buch zu lesen. Die Erzählung endet mit einer Szene aus der Saga (ich weiß leider nicht mehr in welchem Buch) und genau das hat mich von dieser Zusatzgeschichte überzeugt. Zwar kann ich mich an einzelne Details der Saga nicht mehr genau erinnern, da ich sie vor einigen Jahren gelesen habe, aber diese Endszene war mir sofort wieder bekannt und somit eröffnet sich am Ende des Büchleins dem Leser ein größerer konsensualer Zusammenhang.

Fazit: Dieses kleine aber feine Büchlein von Monika Felten führt einen wahren Thale-Fan schnell zurück in diese wundervolle und abenteuerliche Welt. Ob das Buch seinen Preis wirklich wert ist, bezweifle ich, dennoch bereitet dieses kurze Eintauchen in Thale viel Freude. Der Leser erfährt hier die Vorgeschichte einer einzelnen Figur und wird am Ende der Geschichte direkt in eine Szene aus den vorangegangen Büchern geschleudert. Für Fans von Monika Felten und ihrer Saga von Thale auf jeden Fall empfehlenswert!

Daher 4 von 5 möglichen Sternen.

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