[Rezension] Downham, Jenny: Before I Die

Details:
Deutscher Titel: Bevor ich sterbe
Genre: Jugendbuch; Erzählung
Reihe: –
Gattung: Roman
Verlag: Definitions Book ( 2008 )
Seiten: 327

Klappentext: Everyone has to die. We all know it. With only a few month of life left, sixteen-year-old Tessa knows it better than most. She’s made a list though – ten things she wants to do before she dies. Number one is sex. Starting tonight.

But getting what you want isn’t easy. And getting what you want doesn’t always give you what you need. And sometimes the most unexpected things become important.

Inhalt: Tessa ist unheilbar krank: Sie hat Krebs. Doch sie hat einen Plan, wie sie die restlichen, ihr verbleibenden Monate, nutzen will. Sie schreibt eine Liste mit zehn Dingen, die sie tun will, bevor sie stirbt. Ihre Freundin Zoey ist ihr eine große Stütze, sie ist eine der wenigen Menschen, die nicht vor Tessa und ihrer Krankheit zurückschrecken. Gemeinsam mit ihr will sie alle Listenpunkte abhaken können. Punkt 1 auf der Liste ist: Sex.

Die Liste, die Tessa unter allen Umständen abarbeiten will bringt sie zurück ins Leben. Sie sperrt sich nicht mehr in ihrem Zimmer ein und verkriecht sich unter ihrer Decke, sondern geht hinaus und sucht Herausforderungen. Doch ihre Krankheit bringt sie oft an ihre Grenzen. Sie wird ohnmächtig und wacht dann im Krankenhaus auf. Ihr kleiner Bruder Cal ärgert seine Schwester oft, doch ängstigt ihn ihr Zustand von Tag zu Tag. Tessa denkt oft darüber nach, was ist, wenn sie nicht mehr ist, wenn sie ihrer Familie nicht mehr aufmunternd im Krankenhausbett begegnen kann, sondern wenn diese für immer ohne sie zurechtkommen muss.

Meine Meinung:

Das erste Kapitel führt den Leser in eine wohlige, familiäre Atmosphäre, die Dialoge und auch die Gedanken Tessas sind nachvollziehbar, zumindest soweit man die Angst, die Tessa ständig begleitet, nachempfinden kann. Sie ist ein verletzliches Mädchen, das sich vor dem Tod fürchtet, vor dem Tag, an dem sie nicht mehr sein wird und der Gedanke, dass sie ihren kleinen Bruder Cal und ihre Eltern zurücklassen muss, schmerzt sie sehr. Sie hat sich lange Zeit in ihrem Zimmer verkrochen, doch nun steht es fest: Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit.

Und genau deshalb schreibt sie eine Liste mit Dingen, die sie machen will, bevor sie stirbt. Diese Liste hält Tessa am Leben und lässt sie täglich aufstehen. Dabei wird sie aber immer wieder mit dem Tod konfrontiert, denn die Krankheit schreitet immer weiter voran. Dieses Buch ist eines der Bewegensten, das ich je gelesen habe. Es zeigt die letzten Lebenswochen eines jungen Mädchens auf, das eigentlich noch so viel vor sich hat, ihren Abschluss machen, studieren, heiraten und Kinder bekommen. Doch all das bleibt ihr verwehrt.

Besonders schön fand ich die Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater, der seine Tochter unendlich liebt und mit ansehen muss, wie sie immer schwächer wird. Er ist anfangs nicht einverstanden, dass Tessa eine Liste hat, auf der auch illegale Sachen stehen, wie Drogen nehmen oder Autofahren ohne Führerschein, doch er hält sie nicht auf, denn wer weiß, wie wichtig sie seiner Tochter ist.

Ein Buch, bei dem ich wirklich viele Tränen vergossen habe, weil mich tief im Herzen berührt hat. Daher 5 von 5 möglichen Sternen.

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