[Rezension] Jinks, Catherine: Teuflisches Team

Details:

Autorin: Catherine Jinks
Originaltitel: Genius Squad
Gelesen von: Stefan Kaminski
Genre: Romane und Erzählungen
Reihe: Cadel-Reihe (?)
Band innerhalb der Reihe: 2
Gattung: Hörbuch
Verlag: Audible GmbH ( 2010 )
Dauer: 7 h 30 Min. | gekürzt

Inhalt:

Das Genie Cadel hat schon eine beachtliche Karriere hinter sich. Als Sohn eines berüchtigten Schwerverbrechers und ehemaliger Student des AXIS-Instituts scheint diese aber nun zu Ende zu sein, nachdem er sich gegen seinen Vater und Prospero English, seiner durchtriebenen rechten Hand, gestellt hat. Als illegaler Einwanderer in Australien nimmt ihn – auch in Anbetracht seiner Vergangenheit – keine Universität den hochbegabten Jungen an. Stattdessen gerät Cadel in eine Identitätskrise: Wer ist sein wirklicher Vater? Und in welchem Land liegen seine Wurzeln?

Meinung:

Cadel Picketts Leben besteht aktuell aus Nichts anderem als Langeweile. Er geht schon lange nicht mehr zur Schule, denn als Hochbegabter hat er bereits mit 14 Jahren an einer Universität, dem berüchtigten AXIS-Institut, zu studieren begonnen. Diese geheime Einrichtung zur Ausbildung von Schurken und Verbrechern wurde – dank Cadels Zutun – dem Erdboden gleich gemacht. Eine andere Universität will den immer noch Minderjährigen im Anbetracht seiner Vergangenheit und der Vermutung, dass er der Sohn des brillanten Verbrechers Dr. Darko ist, und seines momentanen Status als illegaler Einwanderer ohne Herkunft in Australien nicht aufnehmen.

Einzige Stütze ist seine Freundin Sonja, die ihn nie belogen hat. Doch Sonja ist krank und kann nur durch die Hilfe eines Computers mit ihm sprechen und bedarf deshalb auch besonderer Pflege. Als sich die Gelegenheit bietet mit Sonja unter einem Dach zu wohnen und damit verbunden einem Geheimkommando aus jugendlichen Hackern beizutreten, nutzt er die Chance und wird Teil des Genius Teams.

Dieses versucht hinter die Machenschaften von Genom zu kommen, einem Überbleibsel von Darkos Netzwerk. Dabei trifft Cadel auf alte Freunde, wie seinen Freund Gaso, und Feinde, denen er lieber nicht wieder begegnet wäre. Schnell stellt sich die Frage, ob die Entscheidung von seinen Pflegeeltern Hazel und Lesley wegzuziehen wirklich richtig gewesen ist.

Für mich war Teuflisches Genie eine Neuheit auf dem Buchmarkt, mal „etwas Anderes“. Nicht nur die Idee der Autorin, sondern auch ihre Umsetzung, die Verstrickungen im Buch, die immer wieder neuen Ereignisse um Cadel Pickett, haben mich am Ball gehalten und die tolle Stimme Stefan Kaminskis, der auch den zweiten Band liest, haben mir unterhaltsame Stunden geliefert.

Teuflisches Team hingegen war schon von Anfang an ziemlich unspektakulär. Die Inhaltsangabe hat meiner Ansicht nach schon zu viel verraten, da schon vor der ersten Minute klar war, dass irgendetwas mit dem Team, dem Cadel beitritt, nicht stimmt. Hinzukam aber außerdem, dass meine Lieblingsfigur, sein Freund Gaso, in diesem Teil kaum eine Rolle spielt und so habe ich mich nach jeder Minute mit diesem liebenswerten Kerl gesehnt (und beinahe nicht bekommen).

Der zweite Band von Catherine Jinks Reihe beschäftigt sich viel mit Cadels Identität. Diese hat er verloren, nachdem er vermutlich nicht der Sohn des berüchtigten Dr. Darko ist. Aber wer ist sein Vater, woher kommt er, welche Wurzeln hat er? Fragen, über die viel gesprochen, aber erst ganz zum Schluss auch endlich Antwort gegeben wird. Insgesamt wurde mir in diesem Buch viel zu viel über Dinge nur geredet oder Vermutungen angestellt. Die Spannung blieb ziemlich auf der Strecke und damit leider auch der Unterhaltungswert.

Fazit:

Teuflisches Team kann mit dem Vorgängerband Teuflisches Genie nicht mithalten. Das liegt nicht nur daran, dass die Ideen von Catherine Jinks ausgelutscht erschienen und daher die Spannung auf der Strecke blieb, sondern für mich vor allem daran, dass meine liebste Figur, der herzensgute Gaso, nur eine kleine Nebenrolle in diesem Band ergattern konnte. Stefan Kaminskis Stimme verleiht diesem liebenswerten Trottel eine Facette, die ihn noch sympathischer werden lässt. Zwar bleibt die Handlung insgesamt betrachtet genauso undurchsichtig wie im ersten Teil, doch fand ich während des gesamten Hörbuchs, dass die Luft des Plots aufgebraucht war und für meinen Geschmack viel zu viel geredet und vermutet wurde, obwohl man schon von Anfang an – durch die Inhaltsangabe weiß, dass mit dem Genius Team irgendetwas nicht stimmen kann.

Bewertung: [3/5]

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