[Rezension] Milford, Kate: Broken Lands

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Originaltitel: The Broken Lands | Autorin: Kate Milford| übersetzt von: Alexandra Ernst | illustriert von: Andrea Offermann | Genre: Jugendbuch | Reihe: – | Gattung: Roman | Verlag: Verlag Freies Geistleben ( 2014 ) | Seiten: 486 |  Blogg dein Buch

Broken LandsDer junge Sam lebt in einer Zeit als New York und Brooklyn noch zwei unterschiedliche Städte waren, getrennt durch einen Fluss, der nur mit einem Boot oder Schiff passierbar war. Es sind unruhige Zeiten nach dem Krieg und Gewalt allerorts. Überall herrscht Misstrauen und die Bewohner der beiden Städte belauern und warten nur darauf, dass das Pulverfass Mensch explodiert und Chaos ausbricht.

In dieses Pulverfass möchte Jack Höllenkohle einstechen und so schickt er seine Handlanger nach New York, um die Stadt vor seiner Ankunft zu übernehmen. Diese wollen die fünf Säulen, Beschützer einer jeden Stadt, finden und so die Macht an sich reißen. Mitten drin steckt plötzlich Sam, der Kartenspieler, der gemeinsam mit seinen Freunden, die aus der wandernden Welt stammen, die Machtübernahme verhindern wollen. Mit von der Partie ist die ebenfalls noch junge Jin, eine Chinesin aus San Franzisco, die eine Meisterin in der Kunst des Feuerwerks ist. Aber reicht ihr Ideenreichtum dazu aus, um den Aufmarsch von Jack Höllenkohle, der einst den Teufel besiegt hat, zu verhindern?

Eine Reise durch die alten Straßen von Brooklyn und New York

Schlägt man das auf, so findet man eine kleine Augenweide vor sich. Das Innere des Buchdeckels ist mit einer Karte gestaltet, die die Schauplätze der Geschichte wiedergibt und auch im Innern des Buches finden sich schön gestaltete Zeichnungen von Andrea Offermann, die den Zauber der Geschichte unterstreichen. Einer Geschichte, die auf den ersten hundert Seiten leider sehr trübe in die Gänge kommt. Die Autorin verliert sich in geheimnisvolle Andeutungen und auch wenn man Brooklyn und New York, die Stadtviertel, ihre Bewohner und die dunklen, zu meidenden Ecken kennenlernt, so schwimmt man dennoch zwischen den sagenumwobenen Legenden von Jack Höllenkohle, ohne eine rasante Reise zu durchleben.

Die Nebenfiguren als Sprungbrett in die Geschichte

Diese Reise gewinnt ab der Mitte des Buches aber an Fahrt. Und so wachsen dem Leser die Figuren ans Herz und wenn auch nicht unbedingt die Hauptfiguren – die zwar auch interessant gestaltet sind – dann doch auf jeden Fall die Nebenfiguren, die Gestalten aus der wandernden Welt, jener Welt, die für Augen normaler Menschen verborgen bleibt. Sie sind fehlerhaft und meist wenig sympathisch, sie sind eigen und leben schon unendlich lange auf Erden. So tummeln sich in diesem Buch jede Menge Charaktere, die – so muss ich gestehen – insgesamt mit der Erwartung einer Steam Punk Welt brechen, aber nichtsdestotrotz ein Ganzes mit ihrer Umgebung bilden.

Kate Milford hat eine in sich geschlossene Geschichte geschrieben, deren Figuren und Schauplatz sich gegenseitig ergänzen und eine Geschichte ans Licht zaubern, die vielleicht von Anfang an mehr Schwung gebraucht hätte, sich aber lohnt zu Ende gelesen zu werden.

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