[Rezension] Ruebenstrunk, Gerd: Arthur und der Botschafter der Schatten

Details:

Originaltitel: Arthur und der Botschafter der Schatten
Autor: Gerd Ruebenstrunk
Genre: Kinder- und Jugendbücher
Reihe: Die Vergessenen Bücher
Band innerhalb der Reihe: 2
Gattung: Roman
Verlag: arsEdition ( 2010 )
Seiten: 410

 

Inhalt:

Ein geheimnisvoller Brief, Schatten, die plötzlich auftauchen und der nicht zu unterschätzende Pontus Pluribus halten Arthur und Larissa in Schach. Im zweiten Band der Vergessenen Bücher Reihe müssen sie sich diesmal auf die Suche nach dem Buch der Wege machen, denn es besteht Hoffnung, dass Larissas tot geglaubte Eltern noch am Leben sind! Doch ohne das Buch sind die Schatten nicht zur Kooperation bereit …

Meinung:

Ein Jahr ist es her, seit Arthur und Larissa auf der Suche nach einem Vergessenen Buch quer durch Europa gereist sind und es mit der Familie Slivitsky aufnehmen mussten. Seither ging alles seinen gewohnten Gang, bis eines Tages Pontus Pluribus im Antiquariat des Bücherwurms auftaucht und Arthur von den Schatten erzählt, die plötzlich wieder aufgetaucht sind. Dieses Gerede hält Arthur für Nichts als heiße Luft.

Doch auch der Bücherwurm scheint etwas von den umbra, den Schatten, gehört zu haben. Einer Legende nach sollen die Bewohner der Rub al-Kahli im Besitz der Vergessenen Bücher gewesen sein und durch diese ewiges Leben erlangt haben. Doch seit ihnen die Bücher geraubt worden sind, existieren sie nur noch als Schattenwesen, körperlose Gestalten, die dem Wahnsinn verfallen sind und mit aller Macht wieder in den Besitz der Bücher – ihrer mächtigsten Waffe – gelangen wollen.

Aber noch mehr ereignet sich, denn Larissa erhält eine ominöse Botschaft mit dem Hinweis, dass ihre Eltern noch leben könnten. Gemeinsam mit Arthur begibt sie sich deshalb auf die Suche nach dem Buch der Wege. Denn nur wenn sie dieses an den Botschafter der Schatten übergibt, wird sie ihre Eltern lebend wiedersehen.

Auf ihrer zweiten Reise führt Gerd Ruebenstrunk Arthur und Larissa über die spanische Stadt Córdoba nach Dubrovnik und auch dieses Mal sind die Kinder nicht allein auf der Jagd nach einem Vergessenen Buch: Pontus Pluribus – der Widersacher, der ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint – hat es ebenfalls auf das Buch abgesehen und schreckt vor nichts zurück.

Der Leser wird wieder in Geheimnisse und jede Menge Rätsel verstrickt, muss sich aus den Krallen der Feinde befreien und in fremden Ländern schier unlösbare Aufgaben bewältigen. Dabei führt der Autor wieder in die unbekannten Städte ein, gibt viele Informationen weiter, die diesmal – im Gegensatz zu Band 1 – an manchen Stellen etwas langatmig sind. Dennoch reißt die Spannung kaum ab, denn auch in diesem Band stehen den Kindern geheimnisvolle Gehilfen zur Seite.

Arthur und Larissas Probleme sind wohl vor allem für gleichaltrige Leser interessant und deshalb besonders für Kinder ab 12 Jahren zu empfehlen. Larissa verändert sich in Band 2 der Trilogie sehr. Sie zieht sich immer mehr von Arthur zurück, reagiert schnippisch und dieser weiß nicht, wie er sich ihr gegenüber verhalten soll oder wie er ihr helfen kann. Vielmehr tappt er im Dunkeln und entgegnet ihr – teenie-like – ebenfalls beleidigt. Dieses Hin und Her, was sich durch das gesamte Buch zieht, mag deshalb manchen erwachsenen Leser ermüden.

Etwas schade fand ich es auch, dass so wenig über die geheimnisvollen Helfer – in diesem Buch der Maure, im Vorangegangenen der junge Gerrit – verraten worden ist. Denn genau das hat mich nach Arthur und die Vergessenen Bücher am Ball bleiben lassen und mich neugierig gemacht, was wirklich hinter den geheimnisvollen Büchern stecken mag, welche Magie sie wohl verbergen. Dennoch ist auch der zweite Band von Gerd Ruebenstrunks Trilogie ein tolles Abenteuer, das schöne Lesestunden verspricht.

Fazit:

Gerd Ruebenstrunk hat mich seiner Die-Vergessenen-Bücher-Reihe eine abenteuerliche Trilogie für junge Leser geschaffen, die nicht nur Spannung vermittelt, sondern auch Wissenswertes über fremde Städte erzählt. So begeben sich Arthur und Larissa dieses Mal nach Córdoba und Dubrovnik. Neben der Suche nach dem Buch der Wege, müssen sie aber vor allem an sich selbst und ihrem Vertrauen zueinander arbeiten, was gar nicht so leicht zu sein scheint, denn die Teenager sind oftmals ziemlich engstirnig und wollen immer Recht behalten.

Daher gibt es von mir 4 von 5 möglichen Sternen.

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Danke an arsEdition für das Rezensionsexemplar!

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