[Rezension] Ruebenstrunk, Gerd: Arthur und die vergessenen Bücher

Details:
Originaltitel: Arthur und die Vergessenen Bücher
Autor: Gerd Ruebenstrunk
Genre: Kinder- und Jugendbücher
Reihe: Die Vergessenen Bücher
Band innerhalb der Reihe: 1
Gattung: Roman
Verlag: arsEdition ( 2009 )
Seiten: 381

Klappentext:

Manche Bücher sind anders als andere Bücher. Manche Bücher haben magische Kräfte. Und manche Bücher können den Lauf des Schicksals beeinflussen …

… von all diesen Geheimnissen ahnt Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch als plötzlich ein merkwürdiger Fremder auftaucht und den alten Buchhändler bedroht, beginnt für Arthur eine gefährliche Jagd. Gemeinsam mit Larissa, der Enkelin des Buchhändlers, muss er das geheimnisvolle »Buch der Antworten« finden, bevor es in falsche Hände gerät. Ihre suche führt die beiden über Amsterdam bis nach Bologna – immer tiefer hinein in die rätselhafte Welt der Vergessenen Bücher …

Inhalt:

Das Antiquariat Lackmann ist für den 14-jährigen Arthur zum zweiten Zuhause geworden. In den Ferien arbeitet er regelmäßig dort und wohnt sogar bei Herrn Lackmann, den alle nur »den Bücherwurm« nennen. Als er eines Tages von den mysteriösen Vergessenen Büchern erfährt, beginnt für Arthur ein unglaubliches Abenteuer, das ihm die Macht des geschriebenen Wortes verdeutlicht. Er reist gemeinsam mit der Enkelin des Bücherwurms nach Amsterdam, um dort eines der geheimen Bücher zu finden und muss dabei herausfinden, wem er wirklich vertrauen kann.

Meinung:

Der 14-jährige Arthur besucht seit seinem fünften Lebensjahr regelmäßig das Antiquariat Lackmann. Nach seinem ersten Besuch dort, hat er die Liebe zu Büchern entdeckt und verschlingt ein Buch nach dem anderen. Angefangen bei Bilderbüchern für kleine Kinder, bis hin zu Sachbüchern zu den unterschiedlichsten Themen. Sein Wachstum wurde an keiner Latte gemessen, sondern an der Höhe der Bücherregale, die er sich heraufgearbeitet hat.

Der Buchhändler Johann Lackmann wird von allen nur »der Bücherwurm« genannt. Mit diesem freundet sich Arthur schnell an und ab seinem zwölften Lebensjahr darf er sogar in dessen Antiquariat aushelfen. Allerdings unter der Bedingung, dass er in dieser Zeit beim alten Bücherwurm und dessen Enkelin Larissa wohnt. Mit dem Mädchen versteht Arthur sich nicht besonders gut. Sie ist – ganz im Gegensatz zu ihm selbst – keine Leseratte, ziemlich chaotisch, allerdings auch künstlerisch begabt und bastelt gern an den verschiedensten Dingen herum.

Eines Tages taucht ein Fremder im Antiquariat auf und überfällt den Bücherwurm. Arthur erfährt von den Vergessenen Büchern und „den Suchern“, einer machtgierigen Gruppierung, die mit Hilfe dieser wertvollen, aber auch gefährlichen Bücher die Weltherrschaft erlangen will. Gemeinsam mit Larissa und spärlichen Informationen macht er sich auf den Weg nach Amsterdam, denn dort soll das »Buch der Antworten« angeblich versteckt sein. Arthur ahnt nicht, auf was für ein gefährliches Spiel er sich dabei einlässt und obwohl er anfangs nicht glücklich ist, dass ihn Larissa Lackmann begleitet, wird er ihr auf diesem Abenteuer noch sehr dankbar sein …

Arthur und die Vergessenen Bücher ist ein tolles und abenteuerliches Buch, das nicht nur für Kinder geeignet ist, denn die Protagonisten sind zwar recht jung, aber dennoch verhalten sie sich nicht wie pubertäre Jugendliche, sondern auch erwachsene Leser begleiten die beiden gerne auf ihrer Riese quer durch Europa.

Gerd Ruebenstrunk schafft es mit seinem Schreibstil den Leser neugierig auf die Geschichte zu machen. Er bindet viele Details und Beschreibungen, beispielsweise über die Namensherkunft von Amsterdam, Arthurs Abenteuer ein, ohne dass sich der Leser gelangweilt fühlt oder meint, die Geschichte komme nicht voran. Die Spannung wird oft dadurch gehalten, dass die beiden Kinder vor vielen Geheimnissen und Rätseln stehen, die sie entschlüsseln müssen.

Arthur weiß nicht, wem er vertrauen kann, selbst der Bücherwurm scheint seine eigenen Ziele zu verfolgen und auf seiner Reise nach Amsterdam und Bologna trifft er auf Menschen, die ihn scheinbar unterstützen wollen. Doch niemand scheint sein gesamtes Wissen preiszugeben und selbst gegenüber Larissa hegt er Zweifel. Doch die beiden mausern sich zu einem eingespielten Team. Arthur ist ein belesener Junge, der Fremde skeptisch beäugt, Larissa hingegen ist doch ziemlich leichtgläubig. Sie kann aber auch mit manch praktischer Erfindung oder Fähigkeit aufwarten, welche sie aus manchem Schlamassel befreit.

Durch das gesamte Buch ziehen sich schwarz-weiß Zeichnungen, die Erzähltes darstellen und der Geschichte noch einen besonderen Touch verleihen. Sie überladen das Buch nicht, sondern stellen eine schöne Ergänzung zu Larissas und Arthurs Abenteuer dar. Besonders für Bücherwürmer sollte Arthur und die Vergessenen Bücher ein spannendes Buch sein, denn es vermittelt die Liebe zum geschriebenen Wort, die in dieser Geschichte auch ganz schön gefährlich werden kann.

Fazit:

Der erste Band der Vergessenen-Bücher-Reihe von Gerd Ruebenstrunk ist ein abenteuerliches Buch für Jung und Alt. Es entführt seine Leser auf die Suche nach dem »Buch der Antworten«, die mit vielen Geheimnissen und Rätseln verbunden ist. Die Spannung wird begleitet von tollen schwarz-weiß Zeichnungen und detailreichen und wissenswerten Beschreibungen, die niemals zu Langeweile führen.

Daher gibt es von mir 5 von 5 möglichen Sternen.

4 Kommentare

  1. Jetzt hab ich so viel drüber gelesen … deine Rezi hat jetzt quasi das Fass zum Überlaufen gebracht. xD
    Ich muss es mir wohl wirklich zulegen, gut klingt es auf jeden Fall! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.