[Rezension] Smith, L.J.: Vampire Diaries 1+2

Details:

Deutsche Titel: Im Zwielicht & Bei Dämmerung
Autor: L.J. Smith
Genre: Fiction
Reihe: Vampire Diaries
Band innerhalb der Reihe: 1+2
Gattung: Roman
Verlag: Hodder Children’s Books ( 2009 )
Seiten: 389

Klappentext:

The Awakening: Elena Gilbert is used to getting what she wants and she wants mysterious new boy, Stefan. But Stefan is hiding a deadly secret – a secret that will change Elena’s life for ever …

The Struggle: Elena is torn between her boyfriend, Stefan, and his brother, Damon. But these brothers hide dark secrets and a tragic past that threatens them all. Damon wants to lead Elena astray – and he’d rather kill Stefan than let him possess her …

Inhalt:

Elena ist ein Star in der Schule. Sie ist schön und beliebt. Dennoch ist in der kleinen Familie nicht alles rosig: Ihre kleine Schwester Margaret und sie haben ihre Eltern verloren und leben seither bei ihrer Tante. Am ersten Schultag nach den Sommerferien lernt sie den neuen Schüler Stefan Salvatore kennen und von Anfang an weiß Elena: Sie muss ihn haben. Doch der junge Mann trägt ein dunkles Geheimnis in sich und will erst nichts von der High-Society-Schülerin wissen.

 

Meinung:

Bis vor wenigen Monaten hatte Elena alles was sie wollte. Sie ist schön und gehört zu den beliebtesten Mädchen an ihrer High School. Doch nachdem ihre Eltern gestorben sind, bemerkt sie, dass vieles, was ihr wichtig war, nicht mehr im Mittelpunkt ihres Lebens steht. Nach den Sommerferien trifft sie auf Stefan, einen neuen Schüler, den sie vom ersten Moment an großartig findet und den die zielstrebige Elena unter allen Umständen für sich haben will.

Stefan Salvatore interessiert sich anfangs aber kein Stück für sie. Das hat einen bestimmten Grund, denn er hat ein großes Geheimnis: er ist ein Vampir. Und Elena fällt ihm schon am ersten Tag auf, denn ihr Aussehen gleicht dem von Katherine, der Frau, die ihn zu einem Wesen der Dunkelheit gemacht hat. Doch charakterlich ähneln sich die beiden in keinster Weise. Nachdem er Jahre abgegrenzt von den Menschen gelebt hat, kommt er nach Fell’s Church um ein neues, vielleicht sogar menschliches Leben führen zu können.

Dabei hat er aber nicht damit gerechnet, dass sein Bruder Damon ebenfalls in der Kleinstadt auftaucht und dieser sorgt für Unruhe. Er ist viel stärker als Stefan, denn er trinkt – im Gegensatz zu jenem – Menschenblut. Als ein Lehrer ermordet wird, fällt der Verdacht jedoch auf Stefan …

The Awakening: Im ersten Band der Reihe ist Elena daran gewöhnt alles zu bekommen, was sie will. Sie ist blond, sieht gut aus, alle Jungs begehren sie und alle Mädchen wollen so sein wie Elena. Als sie Stefan begegnet, will sie ihn unbedingt für sich haben. Dabei schmiedet das Mädchen Pläne, ist von sich selbst überzeugt und wird sogar richtig obsessiv, wenn es um den jungen Mann mit der mystischen Ausstrahlung geht. Das Mädchen ist davon überzeugt, dass sie füreinander bestimmt sind. Elena ist keine typische Protagonistin, sie ist wenig sympathisch und an manchen Stellen denkt sich wohl jeder Leser, dass sie viel zu eingebildet und egozentrisch ist, als dass sie Stefan verdient hätte. Deshalb kann man sich auch nicht wirklich mit ihr identifizieren und findet keinen richtigen Zugang zum Buch.

Stefan hingegen ist geheimnisvoll, gutaussehend, hat aber auch eine dunkle Seite. Er kommt in eine ihm unbekannte Stadt, lässt sich dort nieder und stellt sich als Schüler vor. Dabei ist er schon viel älter, denn er ist ein Vampir. Er trinkt kein Menschenblut und versucht so wenig vampirische Fähigkeiten einzusetzen wie möglich. Er will sich anpassen.

Insgesamt sind die Figuren im ersten Teil ziemlich oberflächlich, was sich an die Handlung anschließt. Der Plot plätschert so vor sich hin, ohne dass man wirklich mitfühlen kann. Die Hauptfigur ist mehr als unsympathisch, Stefan dagegen zwar schon etwas mehr, allerdings übernimmt er doch eher eine passive Rolle, d.h. Elena hält die Fäden in der Hand und das – obwohl man es ihr nicht gönnt.

The Struggle: Im zweiten Band verändert sich Elenas Charakter zum Positiven. Sie sorgt sich wirklich um Stefan und ihre beiden besten Freundinnen Bonnie und Meredith. Sie muss damit zurechtkommen, dass sie keinem der dreien die volle Wahrheit über Damon sagen kann, denn Stefan ist einerseits viel zu schwach, um gegen seinen Bruder gewinnen zu können und die beiden Mädchen andererseits würden es ihr nie glauben, wenn sie von den Vampiren erzählen sollte.

Dennoch bleibt auch in diesem Band die Handlung relativ oberflächlich. Manche Ereignisse lösen deshalb beim Leser auch ein ungläubiges Kopfschütteln aus. Das Ende allerdings wird dann richtig spannend und L.J. Smith benutzt einen fast schon fiesen Cliffhanger, um ihre Leser zu fesseln.

Fazit:

Die ersten beiden Bände aus der Vampire Diaries Reihe von L.J. Smith haben meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Charaktere sind vor allem im ersten Band ziemlich oberflächlich, was sich leider auch auf die Handlungen auswirkt. Oft fragt man sich als Leser, wie die Figuren gerade auf diese oder jene Idee kommen und ich habe mehr als einmal beinahe jede von ihnen als „irre“ bezeichnet. Dennoch steigert sich das Niveau im zweiten Band etwas. Besonders das Ende entschädigt für den vorherigen Teil und spannt den Leser mit einem gelungenen Cliffhanger auf die Folter.

Daher gibt es von mir 3 ½ von 5 möglichen Sternen.

7 Kommentare

  1. Ich bin zwar im Buch noch nicht so weit, aber bisher kann ich nur zustimmen. Elena finde ich bisher dezent anstrengend und furchtbar. Es ist auch sicher nicht leicht, auf nicht mal 200 Seiten wirkliche Tiefe zu erreichen.
    Allerdings glaube ich, dass ihre Eltern schon länger tot sind als ein paar Monate. Als sie (Kapitel 3 meine ich)  zum Friedhof geht, steht da, dass sie das in den vergangenen 3 Jahren oft getan hat und auch dass ihre kleine Schwester sich nicht wirklich an ihre Eltern erinnert. :nachdenk:

  2. Oo das kann sein, da ich parallel die Serie auch anschaue, hab ich wohl angenommen, dass wenigstens dieses eine Detail – da in der Serie ja ansonsten ALLES anders ist – mal stimmt! -.- Werde ich gleich umschreiben, schließlich geht es hier um die Bücher *g* Aber danke für den Hinweis! Den Anfang von Band 1 habe ich nämlich vor Wochen gelesen…

  3. Zu „Stefano“ muss ich ja mal echt nix sagen, wenn die das übernommen hätten, wäre ich Amok gelaufen. Im Buch sind die Eltern wirklich schon länger weg, Elenas Neuanfang entsteht hier, weil sie die Ferien über nach Europa abgehauen ist…

  4. Hallo 🙂
    Bin hier gerade über deinen Blog gestolpert. Also die Serie zu Vampire Diaries habe ich nun auch schon angefangen zu schauen und hatte aufgrund dessen überlegt mir auch die Bücher zu holen. Aber jetzt habe ich schon so viel Schlechtes gehört, dass ich mir echt nicht mehr sicher bin :/
    Du meinst also auch, dass man sich das theoretisch sparen kann?

  5. Also sagen wir es so. Wenn man die Serie toll findet und auch die Bücher dazu lesen will, dann ist man wohl ziemlich enttäuscht, da – wie schon erwähnt – die Serie sehr von der Vorlage abweicht. Ich werde die Reihe wohl auf jeden Fall weiterlesen, nur um zu erfahren wie es weitergeht (da man sich hierbei ja nicht auf die TV-Serie verlassen kann). Aber man sollte seine Erwartungen auf keinen Fall zu hoch schrauben!

  6. Ah, das hab ich auch gelesen – und der zweite Sammelband steht auch schon im Regal. Mir hat’s ganz gut gefallen.
    Was die Serie anbelangt: Teilweise mag ich die sogar lieber, muss ich gestehen. Ich schau sie mir auf englisch an, da bin ich also schon weiter als bei der deutschen Ausstrahlung, und bisher hatte ich noch nichts zu beanstanden. Dass die Serie nicht genauso ist wie die Buchvorlage kann man, glaube ich, auch gar nicht erwarten 🙂

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