[Rezension] Stroud, Jonathan: Bartimäus – Die Pforte des Magiers

Details:
Originaltitel: Bartimaeus – Ptolemy’s Gate
Genre: Fantasy
Reihe: Bartimäus
Band innerhalb der Reihe: 3
Gattung: Roman
Verlag: cbj ( 2006 )
Seiten: 600

Dieses Buch gehört zu meinen Buchreichen für Hollys Bücherserien-Challenge. Es ist das letzte Buch und damit habe ich die Challenge erfolgreich abgeschlossen! :huepf:

Klappentext: 2000 Jahre sind vergangen, seit Bartimäus auf der Höhe seiner Macht war. Heute, gefangen in der Welt der Magier, spürt er seine Kräfte schwinden. Doch noch will sein Meister Nathanael ihn nicht aus seinen Diensten entlassen. Muss er doch als Informationsminister gegen die Aufständischen und seine Widersacherin Kitty kämpfen? Diese hat sich verborgenes Wissen über Magie und Dämonen angeeignet und ist dabei auf ein längst vergessenes Geheimnis gestoßen …

Da wird London von einer bislang unbekannten Macht angegriffen und Nathanael, Kitty und Bartimäus stehen vor einer der größten Herausforderungen in der Geschichte der Zauberei. Und das Schlimmste: Sie müssen zusammenarbeiten …

Inhalt:

Nathanael wurde zum Informationsminister benannt und muss dafür sorgen, dass so viele Gewöhnliche – also Nicht-Magier – wie möglich dem Krieg, der in Amerika tobt, beitreten. Vom Premierminister Devereaux in den höchsten Tönen gelobt, muss Nathanael, der als Zauberer offiziell John Mandrake genannt wird, mit vielen Neidern kämpfen. Im zur Seite steht seit Beginn seiner Karriere, der Dschinn Bartimäus. Doch das nicht ganz freiwillig. Bartimäus ist am Ende seiner Kräfte, schon viel zu lange hat Nathanael die Wesenheit unter seiner Kontrolle gehalten.

 

Meinung:

Bartimäus, ein Dschinn, ist schon viel zu lange auf Erden. In der Knechtschaft, den die Menschen den Dämonen aufbürden, muss er für Nathanael, seinen Herrn, alle Aufgaben erfüllen, die er ihm stellt. Doch seine Substanz ist durch die menschliche Welt so angegriffen, dass er selbst einfache Aufgaben nur mit größter Mühe erledigen kann. Doch Nathanael, der als Zauberer John Mandrake genannt wird, denkt nicht daran den Dschinn zu entlassen.

Als Informationsminister muss Nathanael dafür sorgen, dass die Gewöhnlichen dem in Amerika herrschenden Krieg nicht überdrüssig werden, sondern sich zum Armeedienst melden. Aber nicht nur das belastet den gerademal 17-jährigen Zauberer. In den eigenen Reihen gibt es Neider und nur der Premierminister ist von ihm angetan. Aber nicht nur das, auch der Tod der Aufständischen Kitty, für den er sich verantwortlich sieht, macht ihm zu schaffen und das obwohl diese noch lebt.

Kitty ist in den Untergrund verschwunden und lebt mit zwei neuen Identitäten weiter. Seit der Golemaffäre glaubt die Regierung sie sei tot. Doch Kitty hat immer noch Pläne. Die Widerstandsbewegung, der das Mädchen angehört hat, ist zwar zerstört worden, doch der Wille von Kitty ist ungebrochen. Ihr ist es als eine Gewöhnliche gelungen das Vertrauen eines Magiers zu gewinnen, der sie in die Zauber- und Beschwörungskunst von Dämonen einweiht.

Aber es gibt noch eine andere Macht in London, die das Kabinett und seine Zaubererminister stürzen will. Um zu verhindern, dass ganz England oder sogar ganz Europa im Chaos versinken, müssen sich Nathanael, Kitty und Bartimäus zusammentun, an einem Strang ziehen. Doch können die drei unterschiedlichen Charaktere, deren Wertvorstellungen und Ideale sehr auseinandergehen wirklich gemeinsam auf einer Seite kämpfen?

Der dritte Band der Bartimäusreihe ist – ohne Frage – ein würdiger Abschluss. Jonathan Stroud hat sich einiges einfallen lassen, das den Leser überrascht, das Spannung erzeugt und noch mehr über Dschinn und die Andere Welt verrät. Dennoch war der Einstieg in das Buch sehr schleppend. Die ewigen politischen Verstrickungen waren langatmig und kamen mir teilweise auch wie Wiederholungen aus dem vorangehenden Band vor: Magier beherrschen das Land, kontrollieren sowohl Wesenheiten als auch normale Menschen und die Nicht-Magier wollen dagegen rebellieren, haben aber keine Möglichkeit.

Lichtblick am Anfang des Buches sind aber zwei Charaktere: Zum einen Bartimäus, der den Leser von der ersten Seite mit seinem Sarkasmus immer wieder zum Schmunzeln bringt. Zum anderen Kitty, die ein mutiges und kämpferisches Mädchen ist. Sie ist sympathisch und einen Großteil des Buches sehr geheimnisvoll, denn ihre neuen Pläne werden dem Leser erst im Laufe der Geschichte bekannt.

Neben ausladenden Beschreibungen, die den Handlungsverlauf manchmal etwas hemmen und in gekürzter Form wohl besser zum Lesefluss gepasst hätte, ist es für Leser, bei denen Band 1 und 2 schon eine Weile her ist, schwierig die ganzen Namen und Verbindungen der Figuren zu rekonstruieren. Dieser Wirrwarr an Informationen wird aber im Verlauf des Buches gelöst.

Das Ende von Bartimäus – Die Pforte des Magiers und damit der Abschluss der Trilogie überzeugt dann aber auf jeden Fall. Nur so viel dazu: Die Figuren haben teilweise eine große Wandlung durchgemacht und zu ihren Ursprüngen oder alten Wertevorstellungen zurückgefunden.

Fazit:

Der dritte Band aus der Bartimäus-Reihe beginnt eher schleppend und langatmig, dank der ausladenden Beschreibungen und der politischen Verstrickungen. Diese Lösen sich ab der Hälfte des Buches aber auf. Die Charaktere, allen voran Kitty und Bartimäus erzeugen Interesse und Neugierde beim Leser. Besonders das Ende des Buches ist ein würdiger Abschluss für die Trilogie, der einige seiner Leser sicher sprachlos zurücklässt.

Daher gibt es von mir 3 ½ von 5 möglichen Sternen.

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