[Rezension] Thorwartl, Walter: Kampf um die Löwenburg

Kampf um die LöwenburgDetails:

Autor: Walter Thorwartl
Genre: Kinderbuch
Reihe: –
Gattung: Roman
Verlag: Obelisk Verlag ( 2013 )
Seiten: 154

 

Inhalt:

Für Florian gibt es nichts Schöneres als sich in seine Tagträume zu flüchten und von der Löwenburg und dem wunderschönen Land Elvenden zu träumen, von dem er zum ersten Mal aus den Büchern seines Vaters gehört hat. Eine Welt, in der es noch Elfen und Trolle gibt. Als er an einem Tag nach der Schule noch eine Strafarbeit absolvieren muss, landet er unvermittelt tatsächlich in Elvenden, wo mittelalterliche Verhältnisse herrschen.

Meinung:

Es geschieht an einem ganz normalen Schultag, als Florian Nachsitzen muss. Doch ehe er sich an die Arbeiten machen kann, die ihm aufgetragen wurden, befindet er sich mit Leib und Seele am schönsten Ort, den er sich vorstellen kann: in Elvenden, dem Land, in welchem die Löwenburg steht. Doch Elvenden ist alles andere als ein friedliches Land. Die Knochentrolle hausen in den Wäldern und statt eines gütigen Herrschers, hat sich Nominus heimlich die Herrschaft über das Land angeeignet und plant üble Machenschaften, um diese Herrschaft für immer zu sichern.

Mitten in seine Intrigen platzt ein fremdartiger Junge, der die unbeliebten Elfen sehen will, Florian aus Mennendräumen („aus meinen Träumen“). Er kümmert sich um den Jungen, lässt ihn auf der Löwenburg wohnen und die Gegend erkunden. Sogar mit seinem Ziehkind Lea, dem Burgfräulein, darf er auf abenteuerliche Jagd nach Lampenkobolden gehen, doch Nominus hat ein wachsame Auge auf ihn geworfen und als Florian ihm zu neugierig wird, lässt er ihn bei einem geplanten Jagdunfall verschwinden.

Eine wundervolle Welt a la Mittelerde entwirft Autor Walter Thorwartl im Kleinformat mit seinem Kinderbuch Kampf um die Löwenburg. Sympathische Charaktere warten auf die jungen Leser ab 9 Jahren und sprechen dabei nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen in Gestalt der neugierigen Lea. Florian stürzt sich nicht nur in das Abenteuer seines Lebens, sondern ihn belastet gleichzeitig auch die Tatsache, dass er nicht weiß, wie er je wieder nach Hause gelangen soll. Letztendlich gewinnt aber seine Neugierde und die Tatsache, dass seine Träume Wirklichkeit werden und er zeigt, wie man damit umgehen kann, wenn Fiktion plötzlich zur Realität wird. Florian ist kein unbesiegbarer Held, sondern vielmehr seine Offenheit und der Zufall verschaffen ihm einen Vorteil, gegen einen intriganten Hofherrn.

Die Kapitel sind kurz gehalten, sodass sie leicht lesbar sind und in jedem von ihnen hält Thorwartl eine neue phantastische Überraschung bereit. Manchmal empfand ich diese Kapitel leider nur als einzelne Sequenzen, die auch anders hätten angeordnet werden können, da ein zu schneller Wechsel der Handlung stattfand, letztendlich ergab die Geschichte aber ein schönes vollständiges Bild.

Fazit:

Kampf um die Löwenburg ist ein schönes Kinderbuch, das eine tolle Story mit liebenswerten Figuren hat. Autor Walter Thorwartl schafft eine Welt, gemischt mit mittelalterlichen Elementen und phantastischen Wesen. Gemeinsam mit dem Leser muss Florian Abenteuer bestehen amit ein ganzes Land vor der feindlichen Übernahme retten. Die kurzen und leserlichen Kapitel sind manchmal eher wie aufeinanderfolgende Sequenzen, die man auch anders hätte anordnen können, geben aber dennoch ein komplettes Gesamtbild ab.

Bewertung: [4/5]

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