Rezension | Savage, Sam: Firmin. Ein Rattenleben

Details:

Originaltitel: Firmin. Adventures of a Metropolitan Lowlife
Genre: Romane & Erzählungen
Reihe: –
Gattung: Roman
Verlag: Ullstein ( 2008 )
Seiten: 214

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich zum Rezensieren bekommen – und ich bin froh, dass ich es mir nicht selbst gekauft habe.

Klappentext: Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf und liest sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters.

Inhalt und Aufbau: Firmin ist eine Ratte. Sein Leben beginnt im Keller einer riesigen Buchhandlung, wo seine Mutter – halb betrunken – ihn und seine zwölf Geschwister zur Welt bringt. Firmin ist der Letzte, der das Licht der Welt erblickt und darum auch der Schwächste. Kämpferisch hält er sich am Leben, sucht den letzten Rest Milch, während seine Geschwister vollgefressen schlafen und hält sich mit Papier aus den, im Keller gelagerten, Büchern am Leben.

Während seine Familie sich einzig um die Futtersuche und später um ihre Fortpflanzung kümmert, erkennt Firmin, dass er lesen kann, dass er denken kann und beginnt ein Buch nach dem anderen im Kellergemäuer zu erforschen. Er liest Klassiker, Kinderbücher und sogar Fachbücher. Er bildet sich fort und erkennt, dass er keine gewöhnliche Ratte ist. Ihm reicht es nicht aus, dass er sich um sein Futter kümmert und rasch für Nachwuchs sorgt. Nein, Firmin strebt nach höheren Zielen, er widmet sich vollständig der Literatur und erkundet nach und nach die Buchhandlung. Er lernt Norman – den Besitzer – kennen und beobachtet ihn heimlich.

Dennoch bleibt Firmin eine Ratte und als die Buchhandlung wegen einer Umgestaltung des ganzen Viertels weichen soll, geht es nicht nur um Literatur.

Meine Meinung:

Ich war sehr enttäuscht von dem Buch. Zwar habe ich schon einige schlechte Kritiken gehört, aber man will sich ja immer selbst eine Meinung bilden. Sam Savage schafft es nicht, den Protagonisten sympathisch zu machen, auch wenn er einige menschliche Seiten hat, seine tierischen (und allein die Tatsache, dass er eine Ratte ist) überwiegen einfach. Zwar stellt dieses Buch eine Ode an die Literatur dar, aber leider schlecht. Viele Buchtitel und Werke sind bloße Aufzählungen, ohne die das Buch auch hätte leben können. Es gab viele sehr langweilige und langatmige Stellen, einzig das Ende war einigermaßen lesenswert, aber auch nicht unbedingt überzeugend. Auch die Aufmachung, d.h. die unterschiedlich langen Seiten, damit das Buch möglichst alt aussieht und der vergilbte Geruch können dies nicht wegmachen. Daher 1 von 5 möglichen Sternen.

4 Kommentare

  1. Liebe Kari,

    nachdem wir dasselbe Hobby haben, ich Dich schon vor einiger Zeit in meine Blogroll aufgenommen habe und Du inzwischen sogar das gleiche WordPress-Theme verwendest, würde mich eine Verlinkung von http://www.lesenblog.de sehr freuen.

    Schöne Grüße aus Südbayern
    Joachim

  2. Ja das wäre möglich, wobei ich sagen muss, dass mir die die unterschiedlichen Übersetzungen beim Lesen nicht wirklich aufgefallen sind. Aber Tatsache ist ja, das manche Bücher im Original einfach tausendmal besser zu lesen sind!
    LG, Kari

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