Starke Frauen | Phryne Fisher (Miss Fisher’s Murder Mysteries)

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Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, als ich die Serie „Miss Fisher’s Murder Mysteries“ (dt. „Miss Fishers mysteriöse Mörderfälle“) begonnen habe. Aber ganz gewiss war ich nicht auf die wunderbare, starke, exzentrische Phryne Fisher vorbereitet.

In den glorreichen 1920er Jahren siedelt die Aristokratin Phryne Fisher nach Melbourne, Australien, über und ehe sie sich versehen kann, steckt sie mitten in den Ermittlungen zu Giftmorden, Schusswechseln und anderen unheimlichen Mordfällen. Kurzerhand beschließt sie sich selbst zur Detektivin zu ernennen und beginnt sich auf die Suche nach den Mördern zu machen. Und genau das beschreibt ihren Charakter wahrscheinlich am besten: Sie ernennt sich selbst zur Detektivin. Und alle um sie herum akzeptieren das mehr oder weniger sofort.

Phryne Fisher: selbstbewusst, charmant und scharfsinnig

An Selbstbewusstsein mangelt es der in ihren 40ern steckende Frau nicht. Sie ist tough, scharfsinnig, lässt sich von Schusswaffen und gefährlichen Männern nicht einschüchtern. Phryne Fisher ist ledig und unabhängig, gebildet und lässt sich den Mund nicht verbieten. Sie ist gutaussehend, gut gekleidet und ihr geradezu umwerfender Bob steht für sich: eine moderne Frau, die für sich selbst sorgen und einstehen kann. Phryne Fisher hat die Möglichkeiten durch ihren sozialen Stand und ihr Vermögen, sich ihren Lebensstil auszusuchen.

Und dabei ist sie unheimlich charmant. Die Melbourner Polizei wickelt sie um den Finger und durch ihre Erfolge gelingt es ihr Detective Inspector John „Jack“ Robinson davon zu überzeugen, ihre Ermittlungen ernst zu nehmen. Sie ist trotz ihrer exzentrischen und unkonventionellen Art in der Gesellschaft angesehen.

Als Privatdetektivin kann sie problemlos mit Miss Marple in einem Satz erwähnt werden. Sie ist ebenso scharfsinnig und erfolgreich. Darüber hinaus agiert sie aber auch wie es ihr beliebt: sie sucht das Abenteuer – mit Männern, mit Mordfällen, mit Intrigen. Sie ist sich ihrer Schönheit bewusst, sie bewegt sich (sexy) und präsentiert sich der von Männern geführten Gesellschaft erhobenen Hauptes. Sie fühlt sich pudelwohl in ihrem Körper, mit ihrem Status und ihrem Selbst.

Miss Fisher hat einen hohen moralischen Kodex, sie scheut aber nicht davor zurück, heimlich in eine Wohnung einzubrechen, mit einer Waffe auf einen Verbrecher zu schießen oder sich in die Angelegenheiten anderer einzumischen. Um ihre eigens gewählte Familie aus Angestellten kümmert sie sich dagegen liebevoll.

Phryne Fisher ist eine Marke für sich. Sie ist eigensinnig, charmant und witzig und versprüht Leidenschaft und Selbstbewusstsein. Miss Fisher besitzt eine besondere Spürnase und versteht es sich ein ums andere Mal in Schwierigkeiten zu bringen. Sie ist überall dort, wo unheimliche und mysteriöse Dinge passieren, als wäre sie ein Magnet, der das Verbrechen anzieht.

Und doch hat sie auch eine verletzliche Seite. Sie trägt ihr Päckchen aus der Vergangenheit mit sich herum, das wir als Zuschauer*innen mit der Zeit kennenlernen. Durch diese Vergangenheit ist sie aber auch zu der starken und unabhängige Frau geworden, die sie heute ist. Nichtsdestotrotz hadert sie mit dieser, besonders dann, wenn es um ihre verschwundene Schwester Janey geht. Phryne Fisher kämpft für Gerechtigkeit und hat keine Angst davor sich mit den Kriminellen dieser Welt anzulegen, nur ihre eigene Vergangenheit bringt sie zu Zittern.

Die Serie basiert auf der Romanreihe „Phryne Fisher Mysteries“ von Kerry Greenwood.

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https://www.youtube.com/watch?v=_aEqGHISwqk
Trailer zu Season 1: Miss Fisher’s Murder Mysteries

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