Rezension | Stourton, Ivo: Die Nachtgänger

Details:

Originaltitel: The Night Climbers
Genre: Erzählung
Reihe: –
Gattung: Roman
Verlag: Droemer ( 2007 )
Seiten: 397

Klappentext: Das Leben – Ein Rausch

Die Nachtgänger – das sind vier College-Studenten, die glauben, unverwundbar zu sein, und nur ein Lebensziel kennen: grenzenlose Freiheit. Nacht für Nacht ziehen sie los, klettern auf die Dächer von Cambridge, stets auf der Suche nach einem neuen Abenteuer, nach dem nächsten Kick. Sie riskieren alles, Hauptsache, sie müssen nicht erwachsen werden.

Inhalt und Aufbau: Universität Cambridge. Fünf Studenten genießen ihr Leben ohne an die Zukunft zu denken. Sie wollen im hier und jetzt leben und um keinen Preis Erwachsen werden. James erzählt die Geschichte der vier Freunde, die sich in seinem ersten Jahr in Cambridge kennenlernten. Diese Gruppe ist auf Spaß und Spiel aus, wird von der Universitätsleitung gejagt und entkommt auf Nerven aufreibenden Wegen immer wieder. Aber jeder Spaß hat irgendwann sein Ende…

Diese Gruppe besteht aus Michael, Francis, Lisa und Jessica. James, der Ich-Erzähler, trifft eines Nachts auf Michael und ehe er sich versieht ist er Mitglied in dieser Gemeinschaft. Francis ist derjenige, dessen Vater ein Lord ist und viel Geld hat. Er verschleudert dieses wo er nur kann und unterstützt auch seine Freunde finanziell, damit diese sich ein schönes Leben machen können. Studieren? Nein Danke, lieber fertige Arbeiten kaufen und stattdessen die Nacht unsicher machen.

Als Francis‘ Vater allerdings den Geldhahn zudreht, stehen die jungen Leute vor einem Problem. Arbeiten wollen sie nicht, aber ihr genussvolles Leben wollen sie auch nicht aufgeben. Francis steht aber schon mit einem Plan bereit, der nicht ganz legal ist.

Meine Meinung:

Das Buch lebt von seinen Charakteren. Sie sind strahelnd, voller Freude und Lebenslust, aber auch voll von Verschwendungssucht und ohne Hang zur Realität. Einerseits ist der Leser, andererseits aber zugleich auch schockiert, wenn er liest, wie genau sich die Studenten, deren Welt nur aus Spaß besteht, sich amüsieren. Ein Schauer läuft einem über den Rücken, wenn man die Passage liest, in der Francis und James heimlich zu Leichenobduktionen gehen, die den Medizinstudenten vorbehalten sind und Francis den Kopf eines toten Mannes aufsägt.

Das Buch glänzt durch seine bildlichen und ausweitenden Beschreibungen, die sich aber an manchen Stellen zu lang ziehen. Die Atmosphäre an der Universität, die Emotionen und Beweggründe der Protagonisten werden aber unheimlich gut eingefangen und an den Leser weitergegeben. Ivo Stourtons Figuren sind besonderes. Sie sind alle exzentrisch und werden aber genau dadurch lebendig. Jeder für sich hat seine Macken und sticht damit aus der Masse der alltäglichen Studenten heraus. Daher 4 von 5 möglichen Sternen.

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