[SuB-Aufbau] Gut, dass ich vorher aussortiert hab…

Heute bin ich nach Hause zu meinen Eltern gefahren und – in weiser Voraussicht – habe ich mir gleich einige Buchbestellungen dorthin schicken lassen. Der Lesestoff wird mir für die nächsten drei Wochen im elterlichen Nest jedenfalls absolut nicht ausgehen (ich bin wohl schon froh, wenn ich eines der folgenden Bücher schaffe, denn der Semesterferien-Zeitplan ist eng!). Zuerst nenne ich Arno Schmidt, einer meiner Neuentdeckungen des Jahres: Alexander oder Was ist Wahrheit und Aus dem Leben eines Fauns.

Inhaltsangabe des Verlages:

Dieser Erzählungsband vereinigt die Titelgeschichte ›Alexander‹ mit ›Gadir‹ und ›Enthymesis‹ zu den frühen ›Handübungen‹ Arno Schmidts im antiken Gewand. Um 1946/47 mit ihrem Entwurf anzusetzen, markieren sie den Auftakt seiner schriftstellerischen Arbeit nach dem Kriege aus einem Pathos leidenschaftlicher Unbedingtheit. Wunschbild-Selbstmaskierungen, spielen sie Grenzsituationen durch, jede mit einem starken persönlichen Rigorosum versehen: Erkenne dich selbst! Was ist Wahrheit? Wie ich euch hasse!

Inhaltsangabe des Verlages:

Ein Triptychon aus der Nazi-Zeit: Vorbereitung des Krieges, Ausbruch und Apokalypse sind die Hintergründe für Episoden im norddeutschen Cordingen, Standort der Munitionsfabrik EIBIA, erzählt aus der Sicht des 51jährigen Gemeindebeamten Heinrich Düring. Geprägt von der Kriegserfahrung 1914/18, nach außen angepaßt, innerlich oppositionell, führt er das Doppelleben eines frustrierten Familienvaters, der sich eine Geliebte im Alter seiner Tochter leistet. Beim Anlegen eines Gemeindearchivs stößt Düring auf die Spur eines Deserteurs der napoleonischen Armee, der um 1800 in einer Hütte im Wald – wie ein Faun – gelebt hatte. Er entdeckt auch den Unterschlupf selbst und bezieht ihn als Versteck für sich und seine jugendliche Geliebte. Im Spätsommer 1944 wird er denunziert. Doch bevor es zu polizeilichen Ermittlungen kommen kann, wird die Munitionsfabrik Ziel eines Bombenangriffs. Dem tobenden Flammenmeer entkommen die Liebenden und finden ein letztes Mal Zuflucht dort, wo lange vor ihnen ein Kriegsmüder der Katastrophe zu entrinnen versucht hatte. Ein Happy-End über dem Abgrund. >Aus dem Leben eines Fauns< erschien 1953

Und dann noch das Buch eines österreichischen Schriftstellers, auf den ich schon am Anfang meines Germanistik-Studiums aufmerksam wurde, bisher aber leider noch nichts gelesen habe – die Gunst der Stunde habe ich beim Amazon-Einkaufwagen packen sozusagen genutzt und Gehen von Thomas Bernhard.

 

Inhaltsangabe des Verlages:

Auf regelmäßigen Spaziergängen berichtet Oehler, der früher mit Karrer ging, einem Dritten, warum Karrer verrückt geworden und nach Steinhof hinaufgekommen ist. Für Karrer war das Gehen Anlaß und Ausdruck seiner Denkbewegung. »Mit Karrer zu gehen, ist eine ununterbrochene Folge von Denkvorgängen gewesen.«, Denkvorgänge, in den Karrer sich klarwerden wollte über die Beziehung des Denkens zu den Gegenständen, über das Verhältnis von Bewegung und Stillstand.

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Ein Kommentar

  1. Ich finde das letzte Buch klingt sehr interessant. Da bin ich auf deine Eindrücke gespannt.
    Der Schmidt und ich werden aber keine Freunde so wie ich das einschätze 😀

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