Voltaire: Candide oder der Optimismus

Details:

Originaltitel: Candide ou l’optimisme
Genre: Humor & Satire
Reihe: –
Gattung: Roman
Verlag: Insel ( 1973 )
Seiten: 192

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Berliner Flohmarkt vor einem Jahrhundert erstanden und jetzt endlich mal vom SuB genommen *g*

Klappentext: Goethe hat zur Menschheit die hohe ferne Liebe eines Gottes zu seiner Schöpfung; Voltaire kämpft für sie im Staub. Er ist einseitig und will nicht anders sein. Er ist die Revolte des Menschen gegen die Natur, gegen ihre Stumpfheit und Langsamkeit, Ungerechtigkeit und Härte. Ihrem dummen Ernst sticht er Wunden mit seinem Witz, der menschlichsten Erfindung. Heinrich Mann

Inhalt: Candide oder Der Optimismus ist ein pessimistisches Märchen. Der junge Mann Candide wächst auf dem Schloss des Freiherrn von Thunder ten Tronck auf. Sein Lehrer Pangloß, ein großer Philosoph unterrichtet ihm und bringt ihm bei, dass alles Ursache und Wirkung hat. Er lehrt ihm, dass alles, was geschieht, für das Beste ist. Als Candide mit der Tochter des Freiherrn Kunigunde anbändelt, wird er vom Schloss verbannt und muss erfahren, dass die Welt kein Paradies ist, sondern die Philosophie seines großen Lehrherren Pangloß nicht immer der Wahrheit entspricht.

Er wird versklavt, ausgepeitscht, zum Tode verurteilt und ausgeraubt. Er erfährt die Grausamkeiten am eigenen Leib und hört Geschichten anderer Leute von noch größeren Ungerechtigkeiten. Er begegnet Menschen, die gut zu ihm sind und einer hohen Philosophie folgen, aber erlebt gleichzeitig auch mit, wie genau diesen Menschen das größte Unrecht widerfährt. Candide stellt fest, dass des Menschen freier Wille, nicht immer so frei ist, wie er einst glaubte.

Auf seinem Weg kommt Candide ins Land Eldorado, dem Paradies ohnegleichen, aber auch das verlässt er wieder, um seine Geliebte Kunigunde wiederzufinden…

Meine Meinung:

Voltaires Werk richtet sich gegen die optimistische, paradiesische Weltsicht Leibniz‘ und erzählt von Candide, der erkennen muss, dass die Welt voller Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten ist. Das Buch lag schon sehr lange auf meinem SuB und ich dachte immer Candide oder der Optimismus sei schrecklich schwer zu lesen und zu verstehen, aber mit ein paar Hintergrundinformationen, die man sich schnell aneignen kann, lässt sich diese Satire auf eine utopische Weltsicht leicht verstehen. Ein Märchen, in dem Pessimismus groß geschrieben wird, in dem keinesfalls alles als möglich dargestellt wird, sondern das Unrecht der Welt dem Leser vor Augen geführt wird. Daher 5 von 5 möglichen Sternen.

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