Rezension | Whitcomb, Laura: The Fetch

Details:

Originaltitel: The Fetch
Genre: Fantasy
Reihe: –
Gattung: Roman
Verlag: Houghton Mifflin Harcourt ( 2009 )
Seiten: 380

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Osterhasengeschenk!!

Klappentext: Calder, like every Fetch, had only one name, but he had two ages: his Earth Years numbered nineteen and his Death Years numbered three hundred and thirty. Though it was no excuse for what he would do, for a Fetch, Calder was young.

The Order of the Fetch, on the other hand, was old – it began when the ruins of the first garden could still be found hiding in the desert beside a river, a blanket of green vines having grown over her like a shroud, and, in this moist cave that was once Eden, at the heart of her darkness, the Tree of Knowledge bowed to the earth.

Inhalt und Aufbau: Calder ist ein Fetch, ein engelhaftes Wesen, das die Seelen der Toten durch die letzte Tür führt, ins Reich Gottes. Er starb mit neunzehn Jahren und ist bereits seit 330 Jahren ein Fetch. Er kann sich nur schemenhaft an seine Vergangenheit, also sein sterbliches Leben, erinnern. Außerdem fühlt Calder nichts. Die Todesszenen, von denen er schon Tausende miterlebt hat, berühren ihn nicht, für ihn zählt einzig und allein, die Seele, die sich entschlossen hat sich vom Leben abzuwenden, hinüber ins Totenreich, der Aisle of Unearthening, zu geleiten.

Eines Tages begegnet ihm bei einer Todesszene eine rothaarige Frau, die Calder als seinen Star Fetch erkennt – oder das zumindest glaubt. In den nächsten paar Todesszenen begegnet er dieser Frau immer wieder, aber nicht nur ihr, sondern auch zwei Kindern, einem Mädchen und einem Junge, der immer wieder auf der Schwelle zum Tod steht. Beide können ihn sehen, was ungewöhnlich ist, da es normal nur Menschen können, die noch zu klein sind, um sich anderen mitteilen zu können.

Als Clader den Tod von Rasputin – dem Geisterheiler des Zaren Nikolaus II – miterlebt und ihn als seinen Fetch begleiten soll, bietet sich eine einmalige Gelegenheit für ihn. Er beschließt mit dem Geist Rasputins einen Handel. Drei Tage lang soll er in der Geisterwelt herumschweben, während Calder in seinem Körper unter den Sterblichen wandelt, um sich auf die Suche nach der rothaarigen Frau zu machen, die im Zarenpalast lebt.

Calder findet sie und muss erkennen, dass es sich nicht um seinen Squire handelt, denn die Frau ist die Zarin Alexandra. Vielmehr hat Calder durch sein Handeln das Gleichgewicht der Welten durcheinander gebracht. Bevor er wieder in die andere Welt – also aus dem Körper Rasputins entfliehen kann – hinübertreten darf, muss er eine Aufgabe erfüllen, die beinahe unerfüllbar erscheint. Auf seiner Suche unterstützen ihn die beiden Zarenkinder Alexis und Ana.

Aber auch seine Vergangenheit, seine menschlichen Jahre, holen Calder ein. Denn seit er in einem menschlichen Körper steckt, kann er sich immer häufiger an die Jahre seiner Kindheit erinnern.

Meine Meinung:

Schon die ersten Seiten zeigen viel von Laura Whitcombs literarischem Können. Sie schreibt wortgewandt und wundervoll, womit sie schon nach wenigen Sätzen jeden Leser in ihren Bann zieht. Dennoch blieben die ersten hundert Seiten für mich anstrengend zu lesen. Whitcomb beschreibt zwar wunderschön die Aisle of Unearthening, aber dennoch hat sich der Plot nicht richtig entfalten können.

Nachdem Calder erkennt, dass er einen großen Fehler gemacht hat, beginnt die Geschichte für mich erst richtig. Er trifft auf Ana und Alexis, mit denen er gemeinsam den Schlüssel wiederfinden will, der sie aus der menschlichen Welt transportieren kann. Aber dies stellt sie vor größere Probleme, denn der Schlüssel befindet sich wahrscheinlich in Amerika und so beginnt eine Reise um die Welt.

Mit der Hauptfigur Calder bin ich nicht richtig warm geworden. Das konnte das schriftstellerische Können der Autorin auch nicht wirklich wegmachen, vielmehr fand ich, dass sich die meistern Ereignisse gezogen haben und teilweise sogar viel zu einfache Lösungen für bestimmte Probleme gestellt wurden. Auch hatte ich mich weit mehr unter dem historischen Hintergrund vorgestellt, da ich von der Zarenfamilie und Rasputin sehr fasziniert bin. Diese spielen aber eine sehr geringe Rolle im Buch. Das Ende hat dann aber doch noch einmal mein Herz erwärmt (aber v.a. wegen des wunderschönen Schreibstils der Autorin, der mir das gesamte Buch hindurch aufgefallen ist) und somit gibt es von mir  4 von 5 möglichen Sternen.

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