Rezension | Zaptcioglu, Dilek: Der Mond isst die Sterne auf

Details:

Originaltitel: Der Mond isst die Sterne auf
Genre: Krimi
Reihe: –
Gattung: Roman
Verlag: Thienemann
Seiten: 221

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Der letzte Krimi, den ich für mein Seminar „Krimis für Kinder und Jugendliche“ lesen muss.

Klappentext: Ömer Gülen macht gerade Abitur. Eines Tages passiert etwas Unvorhergesehenes, das das Leben der türkischen Familie völlig durcheinander bringt. Die Suche nach der Wahrheit wird für Ömer zur Reifeprüfung

Inhalt und Aufbau: Ein Krimi der sich sowohl mit der Ausländerfeindlichkeit und den Neonazitum beschäftigt, der aber auch auf die Frage eingeht, wie gut kenn man selbst die Personen, die einem am nächsten stehen. Hat nicht jeder ein kleines oder größeres Geheimnis?

Ömers Vater wird halbtot aus dem Fluss gerettet. Er liegt im Koma und ein Kampf beginnt auf der Suche nach der Wahrheit. Für die Presse ein gefundenes Fressen berichtet sie über den Fall und hält Ömers Familie auf Trab. Zugleich kommt augenblicklich die Vermutung auf, dass Neonazis, die in der Gegend gesichtet wurden, keine unbedeutende Rolle spielen. Aber ist das wirklich so oder passt diese Meinung einfach nur in das Bild der Gesellschaft?

War es vielleicht wirklich nur ein Unfall oder ein Anschlag auf einen türkischen Mann?

Meine Meinung:

„Der Mond isst die Sterne auf“ zeigt viele verschiedene Problematiken auf. Wer von uns hegt nicht selbst das ein oder andere Vorurteil? Selbst Polizisten schrecken nicht davor zurück und vermuten, dass Ömers Vater in kriminelle Dinge verwickelt war und sind ebenso überrascht, dass Ömer gerade Abitur macht. Das Buch beschreibt auch das Ohnmachtsgefühl, dass Menschen befällt, wenn etwas Schreckliches, etwas Unerwartetes passiert, auf das sie nicht so einfach reagieren können. Durch die einleitenden Abschnitte aus der Vergangenheit des Vaters am Anfang erfährt der Leser einen größeren Zusammenhang, ist damit der Figur des Ömer auch an manchen Stellen etwas voraus, was zugleich aber auch dem Verständnis der Handlung zu Gute kommt. Ein guter Krimi, aber nichts Besonderes. Daher 3von 5 möglichen Sternen.

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